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Schiffselevator bis Schiffshalter (Bd. 6, Sp. 778)
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Artikelverweis Schiffselevator, ein zum Entladen von Schiffen dienender Meyers Elevator (s. d.).
 
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Schiffsfahrzeuge, s. Meyers Schiff.
 
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Schiffsfreunde, soviel wie Mitreeder (s. Meyers Reeder).
 
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Schiffsführer, s. Meyers Schiffer.
 
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Schiffsfunde, für die Kenntnis der frühmittelalterlichen Schiffbautechnik, durch die bei den Booten aufgefundenen zahlreichen Altertümer, aber auch für die Kenntnis der Kultur der ältern nordischen Eisenzeit (die ersten nachchristlichen Jahrhunderte) äußerst wichtige Funde alter Seefahrzeuge in der Umrandung der Nordsee und der südlichen Ostsee. Bei Nydam, bei Ost-Satrup am Sundewitt, bei Alfen wurden zwischen 1859 und 1863 außer Trümmern eines dritten zwei je etwa 24 m lange, 3 m breite Boote, eins aus Eichenholz, eins aus Kiefernholz, gefunden. Dieses ist zerfallen; jenes befindet sich, restauriert, im Kieler Museum. Schiffe ähnlicher Größe und von ähnlicher Bauart sind ferner gefunden worden bei Gokstad, Tüne, Storhaugen und Borre in Norwegen, bei Brösen (Danzig) in Deutschland, bei Botley und Snape in England. Von diesen maß das Schiff von Botley gar 40 m in der Länge. Schiffe von kleinern Abmessungen sind seither in großer Zahl gefunden worden. Vgl. Engelhardt, Denmark in the early iron age (Lond. 1866); Nicolaysen, Langskibet fra Gokstad (Christiania 1882, auch engl.).
 
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Schiffsgeschütze (Marinegeschütze), s. Meyers Geschütz, S. 708.
 
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Schiffsgeschwindigkeitsmesser, s. Meyers Log.
 
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Schiffsgläubiger, diejenigen Gläubiger, denen ein bevorzugtes gesetzliches Pfandrecht am Meyers Schiffsvermögen (s. d.) des Reeders zusteht. Die Rechte eines Schiffsgläubigers gewähren unter andern die öffentlichen Schiffs-, Schiffahrts- und Hafenabgaben, die Forderungen der Besatzung aus den Dienst- und Heuerverträgen, die Lotsengelder, die Bergungs-, Hilfskosten, die Beiträge zur großen Haverei, Bodmereidarlehen, die Forderungen aus dem Verschulden einer Person der Schiffsbesatzung etc. (s. Meyers Handelsgesetzbuch, § 754 ff.). Die Rangordnung der Pfandrechte der S. untereinander regeln die § 766770. Vgl. Mittelstein, Deutsches Schiffspfandrecht und Schiffsgläubigerrecht (Hamb. 1889).
 
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Schiffsgräber, s. Meyers Schiffssetzungen.
 
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Schiffsgruß, s. Meyers Seezeremoniell.
 
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Schiffshalter (Schildfisch, Echeneïs L.), Gattung der Stachelflosser aus der Familie der Makrelen (Scomberidae), Fische mit spindelförmigem Körper, sehr kleinen Schuppen, flachem Kopf, kräftigem Gebiß und einer ovalen Haftscheibe am Kopf und Nacken.

[Bd. 6, Sp. 779]


Diese besteht aus aufrichtbaren, am Hinterrand mit Hakenzähnen versehenen, gleich hohen Plat len, die durch eine unbewegliche, die Scheibe teilende Leiste in zwei gleiche Teile zerlegt werden (s. Abbildung). Indem nun mittels eines die Scheibe umgebenden ovalen Ringmuskels der Scheibenrand erhoben und an einen andern Gegenstand angedrückt wird, entsteht infolge der Ausrichtung der Platten ein luftverdünnter Raum, und die Scheibe heftet sich fest an. Auf diese Weise saugen sich diese Fische an größern Fischen fest, namentlich an Haie, aber auch an Schiffe, und lassen sich mit fortschleppen, vielleicht um sich leichter ihre Nahrung zu verschaffen. Früher glaubte man, sie könnten selbst ein Schiff aufhalten. Man benutzt sie zum Fangen von Schildkröten, an die sie sich festsaugen. Die erste Rückenflosse fehlt, die zweite steht weit nach hinten, Brust- und Bauchflossen sind klein, die Schwanzflosse ist verhältnismäßig groß, ausgeschnitten oder zugerundet. Sie nähren sich von Krustern und kleinen Muscheln. Der S. (E. Remora L.), in allen Meeren tropischer und gemäßigter Breiten, auch im Mittelmeer, und schon den Alten bekannt, ist 2025 cm lang, hat 18 Blätter in der Scheibe und ist mit kleinen, klebrigen, glänzenden, braunen Schuppen bedeckt. Der große S. (E. Naucrates L.), mit 2125 Blättern in der Scheibe, ist oberseits ölgrün, unten weißlich, 1 m lang und findet sich in allen tropischen Meeren. Das Fleisch soll wohlschmeckend sein.

 

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