Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Schiffsbrief bis Schiffsfunde (Bd. 6, Sp. 778)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Schiffsbrief, s. Meyers Schiffsregister.
 
Artikelverweis 
Schiffsbriefe, s. Meyers Leitung der Postsendungen.
 
Artikelverweis 
Schiffsdienst, der Dienst an Bord eines Kriegsschiffes, ist dem Dienst einer Truppe im Felde vergleichbar und durch genaue Vorschriften geregelt. Die Mannschaften der verschiedenen Berufsklassen, Matrosen, Heizer, Handwerker, kommen militärisch ausgebildet bei den Matrosen- und Werftdivisionen an Bord. Außer Übungen in allen Zweigen erzielt der S. die Kampfbereitschaft der Schiffe; dazu gehören Schießübungen mit, Geschützen und Torpedos, Minenübungen, Signalübungen, Bootsrudern und -Segeln etc.; daneben Bereitschaft bei Unglücksfällen, Kollisionen, Strandungen, Branden; Fertigkeit in Landungen mit Mannschaften und Kanonen, Landungsmanövern und Märschen etc. Alle diese Übungen werden von den höhern Befehlshabern inspiziert. Der übrige tägliche Dienst: Reinigungsdienst, Instandhaltung der Kleider und Waffen, Freizeit und Urlaub, Gottesdienst und Unterrichtsstunden, regelt sich nach Vorschriften, die den örtlichen Verhältnissen angepaßt werden. Der Wachtdienst umfaßt Bestimmungen für Hafenwache und Seewache (vgl. Schiffswache).
 
Artikelverweis 
Schiffsdirektor (Schiffsdisponent), soviel wie Korrespondentreeder (s. Meyers Reeder).
 
Artikelverweis 
Schiffseichung (Schiffseiche), die amtliche Feststellung der Tragfähigkeit der Schiffe, s. Meyers Schiffsvermessung.
 
Artikelverweis 
Schiffseigner heißt derjenige, der ein Schiff in eignem Namen zur Binnenschiffahrt verwendet, gleichviel ob es sein Eigentum ist oder nicht. Er haftet für den Schaden, den die Schiffsbesatzung in Ausübung ihres Dienstes einem Dritten zufügt, sowie für eine Reihe andrer Ansprüche nur mit Schiff und Fracht; persönlich haftet er für eignes Verschulden sowie für die der Schiffsbesatzung aus ihrem Dienstverhältnis zustehenden Forderungen. Alle gegen ihn zu erhebenden Klagen sind im Meyers Heimatsort (s. d.) des Schiffes zu erheben. Vgl. Binnenschiffahrtsgesetz, § 16.
 
Artikelverweis 
Schiffselevator, ein zum Entladen von Schiffen dienender Meyers Elevator (s. d.).
 
Artikelverweis 
Schiffsfahrzeuge, s. Meyers Schiff.
 
Artikelverweis 
Schiffsfreunde, soviel wie Mitreeder (s. Meyers Reeder).
 
Artikelverweis 
Schiffsführer, s. Meyers Schiffer.
 
Artikelverweis 
Schiffsfunde, für die Kenntnis der frühmittelalterlichen Schiffbautechnik, durch die bei den Booten aufgefundenen zahlreichen Altertümer, aber auch für die Kenntnis der Kultur der ältern nordischen Eisenzeit (die ersten nachchristlichen Jahrhunderte) äußerst wichtige Funde alter Seefahrzeuge in der Umrandung der Nordsee und der südlichen Ostsee. Bei Nydam, bei Ost-Satrup am Sundewitt, bei Alfen wurden zwischen 1859 und 1863 außer Trümmern eines dritten zwei je etwa 24 m lange, 3 m breite Boote, eins aus Eichenholz, eins aus Kiefernholz, gefunden. Dieses ist zerfallen; jenes befindet sich, restauriert, im Kieler Museum. Schiffe ähnlicher Größe und von ähnlicher Bauart sind ferner gefunden worden bei Gokstad, Tüne, Storhaugen und Borre in Norwegen, bei Brösen (Danzig) in Deutschland, bei Botley und Snape in England. Von diesen maß das Schiff von Botley gar 40 m in der Länge. Schiffe von kleinern Abmessungen sind seither in großer Zahl gefunden worden. Vgl. Engelhardt, Denmark in the early iron age (Lond. 1866); Nicolaysen, Langskibet fra Gokstad (Christiania 1882, auch engl.).

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: