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Schiffsboot bis Schiffsführer (Bd. 6, Sp. 778)
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Artikelverweis Schiffsboot (Nautilus L.), Gattung der Tintenschnecken, die einzige noch lebende Form der Vierkiemer, die früher außerordentlich verbreitet waren. Die häufigste Art, Perlboot (Irismuschel, N. pompilius L., s. Tafel Meyers »Tintenschnecken«, Fig. 7), hat eine spiralig in einer Ebene aufgerollte Schale, von der nur die letzte Windung sichtbar ist. Die Schale hat etwa 15 cm Durchmesser und zeigt auf dem Querschnitt zahlreiche Scheidewände, welche ebenso viele Kammern abgrenzen, die durch eine Röhre miteinander verbunden sind. In der äußersten, geräumigsten Kammer sitzt das Tier. Es bewohnt den Indischen Ozean, lebt meist am Meeresgrund, kommt aber auch an die Oberfläche und benutzt als Hilfsmittel zum Steigen und Sinken die Luft in den hintern Kammern. Das Tier wird gegessen, aus der Schale fertigt man Trinkgefäße, wobei man oft die äußere Haut durch Säuren abbeizt und die Perlmutterschicht durch Schnitzarbeit verziert; auch dient die Schale zu eingelegter Arbeit. Die Gattung tritt zuerst im Silur auf und ist mit ca. 300 Arten von der Steinkohlenformation bis zum Ende der Kreide vertreten. N. Konincki d'Orb. s. Tafel Meyers »Steinkohlenformation II«, Fig. 2.
 
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Schiffsbrief, s. Meyers Schiffsregister.
 
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Schiffsbriefe, s. Meyers Leitung der Postsendungen.
 
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Schiffsdienst, der Dienst an Bord eines Kriegsschiffes, ist dem Dienst einer Truppe im Felde vergleichbar und durch genaue Vorschriften geregelt. Die Mannschaften der verschiedenen Berufsklassen, Matrosen, Heizer, Handwerker, kommen militärisch ausgebildet bei den Matrosen- und Werftdivisionen an Bord. Außer Übungen in allen Zweigen erzielt der S. die Kampfbereitschaft der Schiffe; dazu gehören Schießübungen mit, Geschützen und Torpedos, Minenübungen, Signalübungen, Bootsrudern und -Segeln etc.; daneben Bereitschaft bei Unglücksfällen, Kollisionen, Strandungen, Branden; Fertigkeit in Landungen mit Mannschaften und Kanonen, Landungsmanövern und Märschen etc. Alle diese Übungen werden von den höhern Befehlshabern inspiziert. Der übrige tägliche Dienst: Reinigungsdienst, Instandhaltung der Kleider und Waffen, Freizeit und Urlaub, Gottesdienst und Unterrichtsstunden, regelt sich nach Vorschriften, die den örtlichen Verhältnissen angepaßt werden. Der Wachtdienst umfaßt Bestimmungen für Hafenwache und Seewache (vgl. Schiffswache).
 
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Schiffsdirektor (Schiffsdisponent), soviel wie Korrespondentreeder (s. Meyers Reeder).
 
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Schiffseichung (Schiffseiche), die amtliche Feststellung der Tragfähigkeit der Schiffe, s. Meyers Schiffsvermessung.
 
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Schiffseigner heißt derjenige, der ein Schiff in eignem Namen zur Binnenschiffahrt verwendet, gleichviel ob es sein Eigentum ist oder nicht. Er haftet für den Schaden, den die Schiffsbesatzung in Ausübung ihres Dienstes einem Dritten zufügt, sowie für eine Reihe andrer Ansprüche nur mit Schiff und Fracht; persönlich haftet er für eignes Verschulden sowie für die der Schiffsbesatzung aus ihrem Dienstverhältnis zustehenden Forderungen. Alle gegen ihn zu erhebenden Klagen sind im Meyers Heimatsort (s. d.) des Schiffes zu erheben. Vgl. Binnenschiffahrtsgesetz, § 16.
 
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Schiffselevator, ein zum Entladen von Schiffen dienender Meyers Elevator (s. d.).
 
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Schiffsfahrzeuge, s. Meyers Schiff.
 
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Schiffsfreunde, soviel wie Mitreeder (s. Meyers Reeder).
 
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Schiffsführer, s. Meyers Schiffer.

 

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