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Schiffsartillerie bis Schiffsdirektor (Bd. 6, Sp. 777 bis 778)
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Artikelverweis Schiffsartillerie und Schiffsartillerie-Inspektion, s. Meyers Marineartillerie.
 
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Schiffsarzt, ein Arzt, der auf Grund eines mit dem Reeder oder Kapitän auf dem deutschen Seemannsamt

[Bd. 6, Sp. 778]


abgeschlossenen Vertrages, und nach dem er von der Medizinalbehörde des deutschen Ausreisehafens für geeignet erklärt worden ist, auf einem Schiff ärztliche Praxis ausübt. Der S. gehört an Bord zu den Schiffsoffizieren, er rangiert im allgemeinen neben dem ersten Offizier und ersten Maschinisten und steht unter dem Kapitän. Auf be sondere Honorierung seiner Tätigkeit seitens der Passagiere oder Schiffsbesatzung hat der S. keinen Anspruch, er darf aber von Kajütspassagieren angebotenes Honorar annehmen. Die Vermittelung der Anstellung von Schiffsärzten hat eine vom Geschäftsausschuß des deutschen Ärztevereinsbundes ins Leben gerufene »Auskunftsstelle für die Besetzung ärztlicher Stellen im Ausland und auf deutschen Schiffen« in Hamburg übernommen. Über die Ärzte der Marine s. Meyers Sanitätskorps.
 
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Schiffsbesatzung, s. Meyers Schiffsmannschaft.
 
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Schiffsbesichtigungskommission, eine 1904 begründete deutsche Marinebehörde in Hamburg, die die Kriegsbereitschaft von Handelsdampfern überwacht.
 
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Schiffsbiographie, amtliche Beschreibung der Eigenschaften, Leistungen und Unfälle eines Schiffes.
 
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Schiffsbohrwurm (Schiffswurm), s. Meyers Bohrmuscheln.
 
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Schiffsboot (Nautilus L.), Gattung der Tintenschnecken, die einzige noch lebende Form der Vierkiemer, die früher außerordentlich verbreitet waren. Die häufigste Art, Perlboot (Irismuschel, N. pompilius L., s. Tafel Meyers »Tintenschnecken«, Fig. 7), hat eine spiralig in einer Ebene aufgerollte Schale, von der nur die letzte Windung sichtbar ist. Die Schale hat etwa 15 cm Durchmesser und zeigt auf dem Querschnitt zahlreiche Scheidewände, welche ebenso viele Kammern abgrenzen, die durch eine Röhre miteinander verbunden sind. In der äußersten, geräumigsten Kammer sitzt das Tier. Es bewohnt den Indischen Ozean, lebt meist am Meeresgrund, kommt aber auch an die Oberfläche und benutzt als Hilfsmittel zum Steigen und Sinken die Luft in den hintern Kammern. Das Tier wird gegessen, aus der Schale fertigt man Trinkgefäße, wobei man oft die äußere Haut durch Säuren abbeizt und die Perlmutterschicht durch Schnitzarbeit verziert; auch dient die Schale zu eingelegter Arbeit. Die Gattung tritt zuerst im Silur auf und ist mit ca. 300 Arten von der Steinkohlenformation bis zum Ende der Kreide vertreten. N. Konincki d'Orb. s. Tafel Meyers »Steinkohlenformation II«, Fig. 2.
 
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Schiffsbrief, s. Meyers Schiffsregister.
 
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Schiffsbriefe, s. Meyers Leitung der Postsendungen.
 
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Schiffsdienst, der Dienst an Bord eines Kriegsschiffes, ist dem Dienst einer Truppe im Felde vergleichbar und durch genaue Vorschriften geregelt. Die Mannschaften der verschiedenen Berufsklassen, Matrosen, Heizer, Handwerker, kommen militärisch ausgebildet bei den Matrosen- und Werftdivisionen an Bord. Außer Übungen in allen Zweigen erzielt der S. die Kampfbereitschaft der Schiffe; dazu gehören Schießübungen mit, Geschützen und Torpedos, Minenübungen, Signalübungen, Bootsrudern und -Segeln etc.; daneben Bereitschaft bei Unglücksfällen, Kollisionen, Strandungen, Branden; Fertigkeit in Landungen mit Mannschaften und Kanonen, Landungsmanövern und Märschen etc. Alle diese Übungen werden von den höhern Befehlshabern inspiziert. Der übrige tägliche Dienst: Reinigungsdienst, Instandhaltung der Kleider und Waffen, Freizeit und Urlaub, Gottesdienst und Unterrichtsstunden, regelt sich nach Vorschriften, die den örtlichen Verhältnissen angepaßt werden. Der Wachtdienst umfaßt Bestimmungen für Hafenwache und Seewache (vgl. Schiffswache).
 
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Schiffsdirektor (Schiffsdisponent), soviel wie Korrespondentreeder (s. Meyers Reeder).

 

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