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Schĭdlowetz bis Schiebikenstrauch (Bd. 6, Sp. 751)
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Artikelverweis Schĭdlowetz (Szydlowiec), Stadt im russisch-poln. Gouv. Radom, Kreis Konsk, an der Linie Iwangorod-Golonog der Weichselbahnen, mit (1897) 7202 Einw. (viele Juden). In der Nähe Eisenerzgruben.
 
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Schidōne (spr. ßki-, Schedoni), Bartolommeo, ital. Maler, geb. um 1580 in Modena, gest. 1615 in Parma, war Schüler der Carracci, bildete sich aber mehr nach Correggio, dessen Eigenart er mit der naturalistischen Richtung verschmolz. Anfangs in Modena tätig, wurde er später Hofmaler in Parma. Um 1604 malte er die Fresken im Rathaus zu Modena: Coriolan und sieben allegorische Frauen, die Harmonie darstellend. Von seinen Ölbildern sind hervorzuheben: das Gastmahl beim Pharisäer (in der Galerie zu Modena), eine Grablegung Christi (Parma), Christus zu Emmaus (Hofmuseum in Wien), der heil. Sebastian (Neapel), eine heilige Familie mit dem kleinen Johannes (Dresden).
 
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Schiebebrücke, s. Meyers Brücke, S. 481.
 
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Schiebebühnen, Vorrichtungen zur Verbindung paralleler Eisenbahngleise in der Weise, daß die von einem in ein andres Gleis umzusetzenden Fahrzeuge mittels eines auf Querschienen laufenden Plattformwagens rechtwinklig zu den Gleisen verschoben werden können. Der Plattformwagen (die eigentliche Schiebebühne) enthält ein Gleisstück, das an Länge den Radstand des längsten, quer zu bewegenden Fahrzeugs um etwas übertreffen und genau oder nahezu in gleicher Höhe mit den Schienen der Parallelgleise liegen muß. Die S. werden vorwiegend (für schwere Lasten, wie diensttuende Lokomotiven, immer) mit »versenkten« Querschienen, also mit einer die Parallelgleise völlig unterbrechenden Laufgrube gebaut. Alsdann können die Träger des Gleisstückes hoch und kräftig, seine Laufräder so groß hergestellt werden, daß die Bewegung verhältnismäßig leicht geschieht. Solche Anordnung ist jedoch wegen der Gleisunterbrechung in Hauptgleisen, abgesehen von deren Ende in Kopfstationen, unzulässig. Für leichtere Lasten, zum Ein- und Aussondern leerer Personenwagen, wie auch für beladene Güterwagen, baut man S. ohne Laufgrube, deren Quergleise in fast gleicher Höhe mit den Fahrschienen der Parallelgleise liegen (um die Spurkranzhöhe darüberragend) und die Querbewegung gestatten, ohne die Parallelgleise zu unterbrechen. Solche Anordnung ist auch für die Hauptgleise zulässig. Dabei sind aber nur geringe Lasten und nur kleine Laufräder möglich, als deren Folge eine schwierige Fortbewegung sich fühlbar macht. Solche »unversenkte« S. sind nur als Notbehelf anzusehen und werden da, wo zugleich andre Gleisverbindungen (Weichen) zur Verfügung stehen, nicht benutzt.
 
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Schiebedreiecke, s. Meyers Dreiecke.
 
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Schiebekoller, s. Meyers Koller.
 
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Schieber, Absperrvorrichtung für flüssige, gasförmige, körnige oder pulverförmige Stoffe, besteht aus einer Platte, die auf einer Öffnung derart verschiebbar ist, daß der Durchgang durch die Öffnung ganz oder teilweise abgesperrt werden kann. Die Abbildung zeigt einen Absperrschieber, der zum Einbau in eine bei a und b anschließende Rohrleitung bestimmt ist. Der S. c ist schwach keilförmig gestaltet und wird in geschlossenem Zustande zwischen zwei entsprechend geneigte. ringförmige Sitzflächen gepreßt, wodurch dichter Abschluß erzielt wird. Die Bewegung des Schiebers erfolgt durch Drehen der Schraubenspindel d, die an der Austrittsstelle aus dem Schiebergehäuse durch eine Stopfbüchse e abgedichtet ist. Derartige S. finden Verwendung bei Wasser-, Gas-, Luft- und Dampfleitungen. S. werden ferner benutzt zum Abschluß von Öffnungen an Gefäßen oder von Kanälen, in denen sich Kohle, Zement, Getreide, Mehl od. dgl. befindet. Solchen Zwecken dienende S. brauchen nicht wie Wasser-, Gas- u. dgl. Schieber dicht zu sein und sind deshalb gewöhnlich einfachster Konstruktion. Über den Rauch- oder Essenschieber s. Meyers Feuerungsanlagen, S. 521, und Dampfkessel, S. 450. In besonderer Weise sind die S. als Steuerungsorgane bei Dampfmaschinen, Kompressoren und Luftpumpen ausgebildet. Nach deren Form unterscheidet man hier Flach- oder Muschelschieber, Kolbenschieber, Drehschieber etc., nach Zweck und Wirkungsweise Grund- oder Verteilungsschieber, Expansionsschieber etc. Vgl. Tafel Meyers »Dampfmaschinen I«, S. II und III.
 
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Schieberpumpe, s. Meyers Pumpen, S. 450.
 
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Schiebetransporteure, s. Meyers Horizontaltransport, S. 553.
 
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Schiebezüge, bei gezogenen Vorderladegeschützen Züge von stufenförmigem Profil (s. Abbildung). Beim Laden liefen die am Geschoß befindlichen, zur Führung bestimmten Warzen oder Leisten in der tiefern Stufe a, die im Geschoßraum flach in die Stufe b überging, beim Schuß, also bei entgegengesetzter Drehungsrichtung, in der Stufe b. Das Laden wurde so erleichtert, der Spielraum beim Schuß verringert, die Treffähigkeit erhöht.
 
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Schiebikenstrauch, s. Sambucus.

 

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