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Schibbekenstrauch bis Schichtenbau (Bd. 6, Sp. 748)
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Artikelverweis Schibbekenstrauch, soviel wie Sambucus nigra.
 
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Schibboleth (hebr., »Ähre«), das Wort, an dessen Aussprache der israelitische Richter Jephtha die ihm feindlichen fliehenden Ephraimiter, die den Zischlaut nicht aussprechen konnten und Sibboleth sagten, erkannte (vgl Richt. 12, 5 u. 6); daher sprichwörtlich für Erkennungs- und Unterscheidungszeichen, besonders bei verschiedenen Parteien gebraucht.
 
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Schibin-el-Kom, Hauptstadt der ägypt. Provinz (Mudirieh) Menufieh, am Südende des Deltas und an der Bahn Kairo-Zagazig, mit (1897) 20,512 Einw. Dabei Tell el Jehûdîje (das alte Leontopolis, »Hügel der Juden«), Ruinen eines von Philometor I. ähnlich dem Salomonischen Tempel erbauten Gotteshauses für die aus Jerusalem vertriebene Partei des Hohenpriesters Onias.
 
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Schibr (engl. shibiri), Spannweite zwischen den Fingerspitzen, Längenmaß in Sansibar = 9 Wanda oder engl. Zoll = 22,86 cm.
 
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Schibutter (Sheabutter), s. Meyers Illipe.
 
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Schichau, Ferdinand, Ingenieur, geb. 30. Jan. 1814 in Elbing, gest. daselbst 23. Jan. 1896, erlernte den Maschinenbau, studierte am Gewerbeinstitut in Berlin, arbeitete ein Jahr in England und gründete 1837 eine Fabrik in Elbing, die gegenwärtig aus der Maschinenfabrik, Kesselschmiede, Lokomotivfabrik und Schiffswerfte besteht. 1892 legte er eine große Werft in Danzig und ein Dock nebst Reparaturwerkstätte in Pillau an. S. baute in Deutschland 1841 den ersten Dampfbagger und 1855 den ersten preußischen Schraubenseedampfer Borussia. Ebenso baute S. 1878 die erste Compoundschiffsmaschine der deutschen Marine, 1880 die erste deutsche Compoundlokomotive und 1882 die erste Dreifach-Expansionsschiffsmaschine auf dem Kontinent. 1877 lieferte er das erste seefähige Torpedoboot. Mit letzterm löste er ein Problem, um das Engländer und Franzosen sich bisher vergeblich bemüht hatten. Die meisten Seestaaten der Erde bezogen Torpedoboote und Torpedokreuzer von S. (im ganzen etwa 300,144 allein für die deutsche Marine), er baute auch Linienschiffe, Kreuzer und Kanonenboote für die deutsche Marine, große Seedampfer für den Norddeutschen Lloyd und die Hamburg-Amerika-Linie, drei Eisenbahnfährschiffe für die Linie Warnemünde-Gjedser etc. 1897 baute S. für China 4 Torpedojäger von 36,7 Knoten Geschwindigkeit, im ganzen 800 See- und Flußdampfer und über 2300 Dampfmaschinen. Die Lokomotivfabrik lieferte über 1500 Lokomotiven. 1900 wurde ihm in Elbing ein Bronzestandbild (von Haverkamp) errichtet. Der jetzige Inhaber der Schichauwerke ist deren langjähriger Leiter und Schwiegersohn von Ferdinand S., der Ingenieur Ziese.
 
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Schicht, die tägliche Arbeitszeit eines Berg- oder Hüttenmannes, auch eines Fabrikarbeiters; auch die vorbereitete, beschickte Erzmenge, die in einer gewissen Zeit durchgeschmolzen wird. Daher die bergmännischen Ausdrücke: eine S. machen oder verfahren, Früh-, Tag-, Abend-, Nachtschicht; Feierschicht, eine S., in welcher der Bergmann nicht arbeitet; Häuerschicht, eine von einem Häuer verfahrene S., im Gegensatz zu Schichten andrer Arbeiter; Krankenschicht, eine S., die der Arbeiter wegen Krankheit nicht verfahren kann, für die er aber gleichwohl einen bestimmten Schichtlohn empfängt. S. machen, allgemein soviel wie die Arbeit beendigen, auch die Arbeit aussagen; die letzte S. verfahren haben: gestorben sein. Schichtarbeit, Arbeit, bei welcher der Arbeiter lediglich nach der Zahl der verfahrenen Schichten gelohnt wird (in Schichten stehen), falls eine Lohnbemessung nach der erzielten Arbeitsleistung nicht angängig ist, im Gegensatz zu Gedinge; Schichtlohn, Arbeitslohn für eine S. bei der Schichtarbeit oder für Schichtarbeiten überhaupt. Schichtmeister, Grubenrechnungsführer, vgl. Bergleute. Über S. in der Geologie s. Schich lung.
 
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Schicht, Johann Gottfried, Komponist, geb. 29. Sept. 1753 in Reichenau bei Zittau, gest. 16. Febr. 1823 in Leipzig, erhielt seine Ausbildung in Zittau und Leipzig und wurde 1785 Musikdirektor bei dem »großen Konzert« und Organist an der Neukirche, 1810 Kantor an der Thomasschule und Musikdirektor an den beiden Hauptkirchen in Leipzig, welche Ämter er bis zu seinem Tode bekleidete. Von seinen Kompositionen sind neben zahlreichen Choralmotetten zu erwähnen die Oratorien: »Das Ende des Gerechten« und »Die Feier des Christen auf Golgatha«. Auch schrieb er »Grundregeln der Harmonie nach dem Verwechselungssystem« (Leipz. 1812).
 
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Schichtamt, soviel wie Bergamt.
 
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Schichtarbeit, s. Meyers Schicht.
 
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Schichtenbau, soviel wie Lagerung der Schichten, s. Meyers Schichtung.

 

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