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Schiava bis Schichau (Bd. 6, Sp. 747 bis 748)
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Artikelverweis Schiava (ital., spr. ßkjāwa, »Sklavin«), Tanz, soviel wie Forlana (s. d.).
 
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Schiavōna (spr. ßkja-), Schwert, bez. Haudegen mit Korb und breiter, gerader Klinge im 16. und 17. Jahrh. Der Name stammt aus Venedig, dessen slawonische Reiter damit bewaffnet waren. S. die Abbildung.

[Bd. 6, Sp. 748]



 
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Schiavōne (spr. ßkjaw-), eigentlich Andrea Meldolla (Medola), ital. Maler, geb. 1522 (?) in Sebenico in Dalmatien, gest. 1582 in Venedig, kam früh nach Venedig und arbeitete hier bei Tizian, dessen Kolorit er mit der Zeichnungsart des Parmeggianino verband. Um seinen Unterhalt zu verdienen, mußte er anfangs Truhen und Möbel bemalen. S. hat biblische Gemälde (unter andern ein Pietà in der Dresdener Galerie) und Porträte gemalt, doch liegt seine Bedeutung darin, daß er einer der ersten Italiener war, welche die Landschaft als selbständige Gattung der Malerei kultivierten (eine Berg- und eine Waldlandschaft im Berliner Museum). Er hat auch eine Anzahl von Blättern (darunter Landschaften) radiert.
 
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Schibaum (Sheabaum), s. Meyers Illipe.
 
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Schibbe, das weibliche Mutterschaf; s. Meyers Schaf, S. 672.
 
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Schibbekenstrauch, soviel wie Sambucus nigra.
 
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Schibboleth (hebr., »Ähre«), das Wort, an dessen Aussprache der israelitische Richter Jephtha die ihm feindlichen fliehenden Ephraimiter, die den Zischlaut nicht aussprechen konnten und Sibboleth sagten, erkannte (vgl Richt. 12, 5 u. 6); daher sprichwörtlich für Erkennungs- und Unterscheidungszeichen, besonders bei verschiedenen Parteien gebraucht.
 
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Schibin-el-Kom, Hauptstadt der ägypt. Provinz (Mudirieh) Menufieh, am Südende des Deltas und an der Bahn Kairo-Zagazig, mit (1897) 20,512 Einw. Dabei Tell el Jehûdîje (das alte Leontopolis, »Hügel der Juden«), Ruinen eines von Philometor I. ähnlich dem Salomonischen Tempel erbauten Gotteshauses für die aus Jerusalem vertriebene Partei des Hohenpriesters Onias.
 
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Schibr (engl. shibiri), Spannweite zwischen den Fingerspitzen, Längenmaß in Sansibar = 9 Wanda oder engl. Zoll = 22,86 cm.
 
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Schibutter (Sheabutter), s. Meyers Illipe.
 
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Schichau, Ferdinand, Ingenieur, geb. 30. Jan. 1814 in Elbing, gest. daselbst 23. Jan. 1896, erlernte den Maschinenbau, studierte am Gewerbeinstitut in Berlin, arbeitete ein Jahr in England und gründete 1837 eine Fabrik in Elbing, die gegenwärtig aus der Maschinenfabrik, Kesselschmiede, Lokomotivfabrik und Schiffswerfte besteht. 1892 legte er eine große Werft in Danzig und ein Dock nebst Reparaturwerkstätte in Pillau an. S. baute in Deutschland 1841 den ersten Dampfbagger und 1855 den ersten preußischen Schraubenseedampfer Borussia. Ebenso baute S. 1878 die erste Compoundschiffsmaschine der deutschen Marine, 1880 die erste deutsche Compoundlokomotive und 1882 die erste Dreifach-Expansionsschiffsmaschine auf dem Kontinent. 1877 lieferte er das erste seefähige Torpedoboot. Mit letzterm löste er ein Problem, um das Engländer und Franzosen sich bisher vergeblich bemüht hatten. Die meisten Seestaaten der Erde bezogen Torpedoboote und Torpedokreuzer von S. (im ganzen etwa 300,144 allein für die deutsche Marine), er baute auch Linienschiffe, Kreuzer und Kanonenboote für die deutsche Marine, große Seedampfer für den Norddeutschen Lloyd und die Hamburg-Amerika-Linie, drei Eisenbahnfährschiffe für die Linie Warnemünde-Gjedser etc. 1897 baute S. für China 4 Torpedojäger von 36,7 Knoten Geschwindigkeit, im ganzen 800 See- und Flußdampfer und über 2300 Dampfmaschinen. Die Lokomotivfabrik lieferte über 1500 Lokomotiven. 1900 wurde ihm in Elbing ein Bronzestandbild (von Haverkamp) errichtet. Der jetzige Inhaber der Schichauwerke ist deren langjähriger Leiter und Schwiegersohn von Ferdinand S., der Ingenieur Ziese.

 

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