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Schetterleinen bis Scheuklappen (Bd. 6, Sp. 745)
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Artikelverweis Schetterleinen, lockeres, durchsichtiges, sehr stark appretiertes leinenes oder baumwollenes Gewebe; auch soviel wie Glanzleinwand.
 
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Schettertaft, sehr leichter, durchsichtiger Taft.
 
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Scheuchzer, Johann Jakob, Naturforscher, geb. 1672 in Zürich, gest. 1733 als Oberstadtarzt und Professor der Mathematik daselbst, beschrieb den Riesensalamander von Öhningen (Andrias Scheuchzeri) als Homo diluvii testis (1726) und schrieb: »Naturgeschichte des Schweizerlandes« (hrsg. von Sulzer, Zürich 1746, 2 Bde.; 2. Aufl. 1752, 3 Bde.); »Physica sacra oder Naturwissenschaft der Heiligen Schrift« (Augsb. u. Ulm 173135,4Bde.; deutsch als »Kupferbibel« mit 750 Tafeln); »Piscium querelae et vindiciae« (Zür. 1708); »Herbarium diluvianum« (das. 1709). Vgl. Höherl, J. J. S., Begründer der physischen Geographie des Hochgebirges (Münch. 1901).
 
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Scheuer, soviel wie Meyers Scheune (s. d.).
 
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Scheuerkraut, s. Equisetum.
 
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Scheuerleisten, die am Fuße der Zimmerwände angebrachten Leisten, die beim Reinigen der Fußböden zum Schutz der Wände dienen.
 
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Scheuermühle, s. Meyers Nadeln (Nähnadeln), S. 371.
 
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Scheuern (Bergnassau), Flecken im preuß. Regbez. Wiesbaden, Unterlahnkreis, an der Lahn, Nassau gegenüber, hat eine große Idiotenanstalt, einen Mineralbrunnen, Glanzgarnfabrikation, Bergbau auf Silber und Blei und (1905) 880 Einw.
 
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Scheuerstein, Bimsstein oder in Formen gepreßte künstliche Steinmasse aus scharfem Sand, Steingries und Zement, dient zum Scheuern von Holz u. Metall; auch soviel wie Mahlstein, s. Tafel Meyers »Erosion«, Fig. 4, mit Text; auch gekritzte Geschiebe in den Moränen.
 
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Scheuertuch (Werktuch), gröberes Gewebe aus Werg oder Baumwollabfallgarnen.
 
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Scheuklappen, am Zaum der Wagenpferde angebrachte Vorrichtung, um das Pferd zu verhindern, seitwärts und nach hinten zu sehen. Damit die S. keine schädliche Wirkung auf das Auge des Pferdes ausüben, müssen sie etwa im Winkel von 30° nach außen abstehen. S. haben geringen praktischen Nutzen und werden jetzt vielfach bei öffentlichen Fuhrwerken verboten. Die Berliner Feuerwehr fährt ohne S. Bei Luxusfuhrwerken hält sie die Mode.

[Bd. 6, Sp. 746]


 

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