Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Scherzo bis Scheuermühle (Bd. 6, Sp. 745)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Scherzo (spr. ßkérzo, ital., »Scherz«), Bezeichnung eines launigen, meist schnell bewegten, rhythmisch und harmonisch pikanten, sein phrasierten, daher delikat vorzutragenden Satzes, der seit Beethoven meist zwischen den langsamen Satz und das Finale (Rondo) oder (neuerdings häufig) zwischen den ersten und den langsamen Satz der Sonate, Symphonie etc. eingeschoben ist, an Stelle des früher (bei Haydn und Mozart) üblichen Menuetts. Der Name S. ist indes viel älter und kommt wie Capriccio sowohl für weltliche Lieder (schon im 16. Jahrh.) als auch für Instrumentalstücke (im 17. Jahrh.) vor.
 
Artikelverweis 
Scheschonk (Sesonchis, Sisak), König von Ägypten, aus einem libyschen Söldnergeschlecht, kam um 940 v. Chr. auf den Thron, suchte nach Salomos Tod und dem Verfall des Reiches Israel Palästina für Ägypten zu erobern und nahm um 920 v. Chr. Jerusalem ein (1. Kön. 14, 21 ff.), dessen Tempel und Königspalast er ihrer Schätze beraubte.
 
Artikelverweis 
Scheschuppe (Szeszupa), linksseitiger Nebenfluß der Memel in Ostpreußen, entspringt in Polen, bildet auf eine große Strecke die Grenze gegen Rußland und mündet oberhalb Ragnit. Sie ist bei einer mittlern Tiefe von 1,6 m auf 12 km bis Akmonischken schiffbar.
 
Artikelverweis 
Scheßlitz, Stadt im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Bamberg I, an der Eller, 315 m ü. M., hat 2 kath. Kirchen, darunter die Pfarrkirche mit schönen Glasmalereien und alten Grabdenkmälern, eine schöne neue Marienkapelle, ein Amtsgericht, ein Forstamt und (1905) 1225 meist kath. Einwohner. Unweit die Burgruine Giech, gegenüber die Wallfahrtskirche Gügel.
 
Artikelverweis 
Schetterleinen, lockeres, durchsichtiges, sehr stark appretiertes leinenes oder baumwollenes Gewebe; auch soviel wie Glanzleinwand.
 
Artikelverweis 
Schettertaft, sehr leichter, durchsichtiger Taft.
 
Artikelverweis 
Scheuchzer, Johann Jakob, Naturforscher, geb. 1672 in Zürich, gest. 1733 als Oberstadtarzt und Professor der Mathematik daselbst, beschrieb den Riesensalamander von Öhningen (Andrias Scheuchzeri) als Homo diluvii testis (1726) und schrieb: »Naturgeschichte des Schweizerlandes« (hrsg. von Sulzer, Zürich 1746, 2 Bde.; 2. Aufl. 1752, 3 Bde.); »Physica sacra oder Naturwissenschaft der Heiligen Schrift« (Augsb. u. Ulm 173135,4Bde.; deutsch als »Kupferbibel« mit 750 Tafeln); »Piscium querelae et vindiciae« (Zür. 1708); »Herbarium diluvianum« (das. 1709). Vgl. Höherl, J. J. S., Begründer der physischen Geographie des Hochgebirges (Münch. 1901).
 
Artikelverweis 
Scheuer, soviel wie Meyers Scheune (s. d.).
 
Artikelverweis 
Scheuerkraut, s. Equisetum.
 
Artikelverweis 
Scheuerleisten, die am Fuße der Zimmerwände angebrachten Leisten, die beim Reinigen der Fußböden zum Schutz der Wände dienen.
 
Artikelverweis 
Scheuermühle, s. Meyers Nadeln (Nähnadeln), S. 371.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: