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Scherge bis Scherisebz (Bd. 6, Sp. 743)
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Artikelverweis Scherge (althochd. scario, »Ordner«), Polizei-, Gerichtsdiener, jetzt nur mit übler Nebenbedeutung: Büttel, Henkersknecht.
 
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Schergenbach (Schalkelbach), der Fluß des Val Samnaun in Graubünden, entspringt im Massiv des Piz Muttler (3298 m), liegt bei dem Talort Samnaun (Samagnum) 1832 m, bei Compatsch noch 1704 m ü. M. und mündet außerhalb der Schlucht von Finstermünz in den Inn. Auf 6 km ist er Grenzbach gegen Tirol. Sein Tal ist durch fünf kleine Dörfchen besiedelt, hat (1900) 355 katholische und seit dem 19. Jahrh. Deutsch sprechen de Einwohner. Mit Bundesunterstützung wird eine das abgeschlossene Tal mit Martinsbruck verbindende Straße erbaut.
 
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Schergi (arab.), soviel wie Osten.
 
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Scher'i (Scher', Scher'i-Scherîf, arab.-türk.), bei den Türken übliche Bezeichnung des religiösen Gesetzes (rein arabisch Scharî'a, s. d).
 
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Scherĭa, in der mythischen Geographie der Griechen eine gesegnete Insel, auf der die Meyers Phäaken (s. d.) unter König Nausithoos wohnten. Hierher kam Odysseus auf seinen Irrfahrten. Obschon die Schilderung der Insel vielfach dichterisch ausgeschmückt ist, wird sie doch von den Alten übereinstimmend und auch von heutigen Philologen für Kerkyra (Korfu) gehalten.
 
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Scheriat, s. Meyers Schari' a.
 
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Scheriat el Kebir (»der große Tränkplatz«), arab. Name des Jordans (oft auch nur esch-Scheria).
 
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Scherîf (arab., »edel«), in arabischen Ländern Name der Abkömmlinge des Propheten Mohammed, die in Persien und der Türkei meist Meyers Seijid (s. d.) heißen. Die Listen der Scherîfe werden in der Türkei und Ägypten von dem Meyers Nakîb ul-eschrâf (s. d.) geführt. Der S. oder Statthalter von Mekka ist der oberste Hüter der Kaaba und wird als hoher Würdenträger der Pforte vom Sultan ernannt, der ihm jährlich reiche Geschenke zu schicken hat. Als Abkömmling einer Scherifenfamilie gibt sich der Sultan von Marokko den auch von der europäischen Diplomatie anerkannten Titel »Seine Scherifische Majestät«.
 
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Schering, E., s. Chemische Fabrik auf Aktien etc.
 
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Scher'i-Scherîf, s. Meyers Scher'i.
 
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Scherisebz, Stadt, soviel wie Meyers Schehr-i-sebs (s. d.).

 

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