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Schelam bis Schelklingen (Bd. 6, Sp. 728 bis 729)
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Artikelverweis Schelam, britisch-ind. Stadt, s. Meyers Salem 2).
 
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Schelch, s. Meyers Hirsch, S. 367.
 
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Schelde (franz. Escaut, bei den Alten Scaldis), Fluß in Nordfrankreich und Belgien, entspringt im franz. Depart. Aisne bei Catelet (100 m ü. M.), wird bald durch den Kanal von St.-Quentin schiffbar, fließt in vorherrschend nördlicher Richtung durch das Depart. Nord, tritt nach der Einmündung der Scarpe nach Belgien über und durchfließt hier die Provinzen Hennegau und Ostflandern, wo sie bei Gent die Lys aufnimmt, wendet sich nun östlich, nimmt bei Dendermonde die Dender und bei Rupelmonde die Rupel auf, bildet dann in nördlicher Richtung die Grenze zwischen den Provinzen Ostflandern und Antwerpen und tritt unterhalb Antwerpen in die Niederlande über, wo sie sich in zwei Mündungsarme: Oosterschelde und Westerschelde oder Honte, teilt (s. Meyers Niederlande, S. 633 und die Karte). Der Gesamtstromlauf der S. beträgt 430 km, wovon 130 km in Frankreich liegen und 340 km schiffbar sind. Die S. ist bei Dendermonde 190 m, bei Antwerpen 400600 m (s. Meyers Plan und Karte der Umgebung von Antwerpen) breit und hier zur Zeit der Flut (die noch bis Gent bemerkbar ist) 15 m tief. Historisch merkwürdig ist die S. wegen des von den Holländern von 16481792 behaupteten und nach der Trennung Belgiens wieder, aber vergeblich in Anspruch genommenen Rechts ihrer Schließung. Auch die von Belgien von den fremden Schiffen erhobenen Zölle wurden durch den Brüsseler Ablösungsvertrag vom 16. Juli 1863 aufgehoben. Vgl. Guillaume, L'Escaut depuis 1830 (Brüssel 1903, 2 Bde.).
 
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Schele, Friedrich Rabod, Freiherr von, preuß. General, geb. 15. Sept. 1847 in Berlin, gest. daselbst 20. Juli 1904, wurde, im Kadettenkorps erzogen, 1865 Leutnant, war 187987 persönlicher Adjutant des Prinzen Albrecht von Preußen, 18901891 Kommandeur des 7. Ulanenregiments, von da ab bis Oktober 1892 Abteilungschef im Kriegsministerium und September 1893 bis Februar 1895 Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. Nach seiner Rückkehr zum Flügeladjutanten des Kaisers ernannt, kommandierte S. seit 1. Juni 1896 die 2. Gardekavalleriebrigade, wurde 1897 Generalmajor und 1900 Generalleutnant, war 18991901 Inspekteur der 3. Kavallerie-Inspektion und wurde 1901 Kommandeur der 16. Division in Trier und im Mai 1904 Gouverneur des Invalidenhauses in Berlin.
 
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Scheler, August, franz. Philolog, geb. 6. April 1819 zu Ebnat im Kanton St. Gallen, gest. 17. Nov. 1890 in Brüssel, lebte seit 1839 in Brüssel, wo er 1853 zum königlichen Bibliothekar, daneben 1876 zum Professor an der Universität ernannt wurde. 1884 wurde er Mitglied der belgischen Akademie. Von seinen Schriften ist das »Dictionnaire d'étymologie française« (Brüss. 1861, 3. Aufl. 1888) zu nennen. Auch gab er zahlreiche altfranzösische Werke heraus, besorgte die 4. und 5. Auflage von Diez' »Etymologischem Wörterbuch der romanischen Sprachen« (Bonn 1878 u. 1887) und brachte das von Grandgagnage (gest. 1878) begonnene »Dictionnaire étymologique de la langue wallonne« (Lüttich 184580, 2 Bde.) zum Abschluß.
 
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Schele von Schelenburg, Georg Viktor Friedrich Dietrich, Freiherr, hannov. Staatsmann, geb. 8. Nov. 1771 in Osnabrück, gest. 5. Sept. 1844 in Schelenburg, studierte 178992 die Rechte, wurde 1808 westfälischer Gesandter in München und Mitglied des Staatsrats, trat 1817 in den hannoverschen Staatsdienst über, erhielt 1820 das Präsidium des Obersteuer- und Schatzkollegiums und ward Mitglied des neuen Geheimratskollegiums. In der Ersten Kammer Vorfechter der reaktionären Adelspartei, ward S. beim Regierungsantritt des Königs Ernst August 28. Juni 1837 Staats- und Kabinettsminister und hob durch Patent vom 5. Juli das Staatsgrundgesetz von 1833 auf. 1838 ward er in den Freiherrenstand versetzt. Sein zweiter Sohn, Eduard August Friedrich, Freiherr S., geb. 23. Sept. 1805, gest. 14. Febr. 1875 in Frankfurt a. M., stand im Justizdienst, ward 1841 Kabinettsrat, 1845 Mitglied der Ersten Kammer und nach der Thronbesteigung Georgs V. (22. Okt. 1851) Präsident des Ministeriums, erhielt aber, da er die ritterschaftliche Partei bekämpfte und den Verfassungsbruch widerriet, 21. Nov. 1853 seine Entlassung und war bis Juli 1866 fürstlich Thurn und Taxisscher Generalpostmeister in Frankfurt.
 
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Schelf, an Küsten das Gebiet zwischen der Grenze der dauernden Meeresbedeckung und dem Steilabfall.

[Bd. 6, Sp. 729]



 
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Schelfhout, Andreas, holländ. Maler, geb. 16. Febr. 1787 im Haag, gest. daselbst 19. April 1870, bildete sich bei dem Theatermaler Breckenheimer zum Landschaftsmaler aus und erzielte 1815 seinen ersten größern Erfolg mit einer Winterlandschaft. Auch später waren Winterlandschaften seine Spezialität. Doch schilderte er daneben auch die Dünen, Wiesen, Wälder und Heiden Hollands, die er anfangs in der kleinlichen Manier der ältern Schule, dann breit und frei in der Art der neuern Stimmungsmaler behandelte. Bilder von ihm besitzen die Museen von Amsterdam, Haarlem, Rotterdam, Gent, München, Stuttgart, Hamburg, Weimar etc.
 
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Schelhorn, Johann Georg, Literator, geb. 8. Dez. 1694 in Memmingen, gest. 31. März 1773 als Superintendent daselbst, Verfasser zahlreicher Beiträge zur Kirchen- und Gelehrtengeschichte; am bekanntesten sind seine »Amoenitates litterariae« (Frankf. 17251734, 14 Bde.; 2. Aufl., Bd. 14,173738).
 
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Scheliff, längster Fluß Algeriens, entsteht in der Provinz Oran aus zwei Quellflüssen, von denen der eine vom Dschebel Amur (Südrand der Steppe), der andre von den Tiaretbergen kommt, tritt in das Tell ein, durchfließt mehrere Schluchten und fällt nach 700 km langem, vielgewundenem Lauf 12 km nordöstlich von Mostaganem ins Mittelländische Meer. Kurz vor dem Durchbruch durch die nördliche Kette erhält der S. von Westen den großen Zufluß Wadi Ouassel (s. Meyers Ouassel). Bald ein reißender Strom, bald ganz seicht, wird sein Wasser durch Kanäle auf die fruchtbaren Felder an seinen Ufern geführt; er ist nicht befahrbar. Das kleine Delta bei viel Sedimenten erklärt sich nach Th. Fischer aus starker Brandung und Küstenströmung. Vgl. Pourcher, La plaine du Chélif (Algier 1900).
 
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Schelklingen, Stadt im württemberg. Donaukreis, Oberamt Blaubeuren, an der Aach, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ulm-Tuttlingen und Reutlingen-S., 538 m ü. M., hat 2 kath. Kirchen, eine Schloßruine (Muschenwang), eine Erziehungsanstalt für katholische Knaben, Baumwollweberei, Zementfabrikation und (1905) 1633 Einw. Dazu gehört das säkularisierte Benediktinerkloster Urspring (jetzt mechanische Baumwollweberei).

 

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