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Scheitelwinkel bis Schelde (Bd. 6, Sp. 728)
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Artikelverweis Scheitelwinkel (veraltet Vertikalwinkel), zwei Winkel, die den Scheitel gemein haben, und bei denen jedesmal die Schenkel des einen durch Verlängerung der Schenkel des andern entstehen.

In der Figur sind α und γ S. und ebenso β und δ. S. sind stets gleich groß, z. B. ist α = γ, weil jeder von beiden mit β zusammen einen gestreckten Winkel (zwei Rechte) ergibt.
 
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Scheitelzelle, die an der Spitze mancher wachstumsfähiger Pflanzenorgane befindliche Zelle, die durch regelmäßige Teilungen fortgesetzt neue Zellen des Organs hervorbringt (s. Meyers Vegetationspunkt).
 
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Scheiterhaufen, ein locker aufgeschichteter Holzhausen zur Verbrennung eines Toten (s. Meyers Totenbestattung) oder zur Bestrafung eines Verurteilten durch den Feuertod. Besonders die Inquisition bei ihren Ketzer- und Hexenprozessen bediente sich dieser Hinrichtungsweise, mit der Beschönigung, daß die Kirche und das geistliche Gericht kein Blut vergießen dürfe.
 
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Scheiterhäule, Berg, s. Meyers Stromberg.
 
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Scheitern, das Zerschlagen eines Schiffes durch die Stoßkraft des Seegangs auf Klippen und Rissen oder an harter, felsiger Küste. Vgl. Schiffbruch und Strandung.
 
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Scheithauer, Karl Friedrich, Stenograph und Schriftsteller (Pseudonym Kallistophanes von Theben) in Leipzig, geb. 21. Sept. 1873 in Xions (Provinz Posen), veröffentlichte 1892 eine »Deutsche Volkssténographie« und 1896 auf neuer Grundlage ein »System der Stenographie« (6. Aufl., Leipz. 1900) nebst »System der Schriftkürzung« (3. Aufl., das. 1903). Vgl. Artikel »Stenographie«. Das System hat in Deutschland und Holland (Übertragung von Riënts Balt in Haag) Verbreitung gefunden.
 
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Scheitrecht, nach dem »Scheit« (Richtscheit), geradlinig; scheitrechter Bogen, ein gewölbter Sturz (s. Meyers Bogen, Fig. 14, S. 137).
 
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Scheksna, schiffbarer Fluß im europ. Rußland, ein Abfluß des Bjelo-Osero (s. d.), fließt in südöstlicher Richtung durch die Gouvernements Nowgorod und Jaroslaw und fällt nach einem Laufe von 410 km bei Rybinsk links in die Wolga. Suda und Sogosha sind die wichtigsten Nebenflüsse der S., die vermittelst des Bjelosérskischen, des Marien- und des Onegakanals zur Verbindung der Ostsee mit dem Kaspischen Meer und vermittelst des Alexander von Württemberg-Kanals auch mit dem Weißen Meer dient und daher eine große Bedeutung für den Handel hat.
 
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Schelam, britisch-ind. Stadt, s. Meyers Salem 2).
 
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Schelch, s. Meyers Hirsch, S. 367.
 
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Schelde (franz. Escaut, bei den Alten Scaldis), Fluß in Nordfrankreich und Belgien, entspringt im franz. Depart. Aisne bei Catelet (100 m ü. M.), wird bald durch den Kanal von St.-Quentin schiffbar, fließt in vorherrschend nördlicher Richtung durch das Depart. Nord, tritt nach der Einmündung der Scarpe nach Belgien über und durchfließt hier die Provinzen Hennegau und Ostflandern, wo sie bei Gent die Lys aufnimmt, wendet sich nun östlich, nimmt bei Dendermonde die Dender und bei Rupelmonde die Rupel auf, bildet dann in nördlicher Richtung die Grenze zwischen den Provinzen Ostflandern und Antwerpen und tritt unterhalb Antwerpen in die Niederlande über, wo sie sich in zwei Mündungsarme: Oosterschelde und Westerschelde oder Honte, teilt (s. Meyers Niederlande, S. 633 und die Karte). Der Gesamtstromlauf der S. beträgt 430 km, wovon 130 km in Frankreich liegen und 340 km schiffbar sind. Die S. ist bei Dendermonde 190 m, bei Antwerpen 400600 m (s. Meyers Plan und Karte der Umgebung von Antwerpen) breit und hier zur Zeit der Flut (die noch bis Gent bemerkbar ist) 15 m tief. Historisch merkwürdig ist die S. wegen des von den Holländern von 16481792 behaupteten und nach der Trennung Belgiens wieder, aber vergeblich in Anspruch genommenen Rechts ihrer Schließung. Auch die von Belgien von den fremden Schiffen erhobenen Zölle wurden durch den Brüsseler Ablösungsvertrag vom 16. Juli 1863 aufgehoben. Vgl. Guillaume, L'Escaut depuis 1830 (Brüssel 1903, 2 Bde.).

 

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