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Scheitelkapelle bis Scheithauer (Bd. 6, Sp. 727 bis 728)
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Artikelverweis Scheitelkapelle, s. Meyers Lady-chapel.
 
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Scheitelkreis (Vertikalkreis), s. Meyers Höhenkreis.
 
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Scheitelpunkt, s. Zenit.
 
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Scheitelrecht, vertikal geradlinig.
 
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Scheitelwert, von einer Anzahl unter sich vergleichbarer und nach ihrer Größe in gleichartige Gruppen geordneter Gegenstände die Gruppe größter Häufigkeit. Der S. gibt also an, welcher der Gegenstände, z. B. welches Lebensalter in einem Ort, welche Temperatur im Jahr am häufigsten vorkommt. Der S. wird in der Klimatologie nach dem arithmetischen Mittel zur weitern Charakterisierung des Verhaltens eines meteorologischen Elementes benutzt. Vgl. H. Meyer, Anleitung zur Bearbeitung meteorologischer Beobachtungen für die Klimatologie (Berl. 1891).

[Bd. 6, Sp. 728]



 
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Scheitelwinkel (veraltet Vertikalwinkel), zwei Winkel, die den Scheitel gemein haben, und bei denen jedesmal die Schenkel des einen durch Verlängerung der Schenkel des andern entstehen.

In der Figur sind α und γ S. und ebenso β und δ. S. sind stets gleich groß, z. B. ist α = γ, weil jeder von beiden mit β zusammen einen gestreckten Winkel (zwei Rechte) ergibt.
 
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Scheitelzelle, die an der Spitze mancher wachstumsfähiger Pflanzenorgane befindliche Zelle, die durch regelmäßige Teilungen fortgesetzt neue Zellen des Organs hervorbringt (s. Meyers Vegetationspunkt).
 
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Scheiterhaufen, ein locker aufgeschichteter Holzhausen zur Verbrennung eines Toten (s. Meyers Totenbestattung) oder zur Bestrafung eines Verurteilten durch den Feuertod. Besonders die Inquisition bei ihren Ketzer- und Hexenprozessen bediente sich dieser Hinrichtungsweise, mit der Beschönigung, daß die Kirche und das geistliche Gericht kein Blut vergießen dürfe.
 
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Scheiterhäule, Berg, s. Meyers Stromberg.
 
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Scheitern, das Zerschlagen eines Schiffes durch die Stoßkraft des Seegangs auf Klippen und Rissen oder an harter, felsiger Küste. Vgl. Schiffbruch und Strandung.
 
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Scheithauer, Karl Friedrich, Stenograph und Schriftsteller (Pseudonym Kallistophanes von Theben) in Leipzig, geb. 21. Sept. 1873 in Xions (Provinz Posen), veröffentlichte 1892 eine »Deutsche Volkssténographie« und 1896 auf neuer Grundlage ein »System der Stenographie« (6. Aufl., Leipz. 1900) nebst »System der Schriftkürzung« (3. Aufl., das. 1903). Vgl. Artikel »Stenographie«. Das System hat in Deutschland und Holland (Übertragung von Riënts Balt in Haag) Verbreitung gefunden.

 

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