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Scheinwerfer bis Scheitelgleichung (Bd. 6, Sp. 727)
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Artikelverweis Scheinwerfer, starke elektrische Bogenlichter mit parabolischem Reflektor, auch mit Fresnelschen Linsen, wie sie auf Leuchttürmen angewendet werden. Man baut S. für festen Standort und transportabel auf Karren, wobei chnen der Strom durch Kabel zugeführt werden muß. Der Strom kann auf einem Wagen mit Petroleummotor und einer Dynamomaschine erzeugt werden. Auch tragbare Acetylenscheinwerfer sind konstruiert worden. Man benutzt S. zu militärischen Zwecken auf Kriegsschiffen, im Festungs-, neuerdings aber auch im Feldkrieg, um die Maßnahmen des Gegners bei Nacht zu erkennen, auch um das Gelände nach Verwundeten abzusuchen. Im russisch-japanischen Kriege sind mit dem S. sehr gute Erfolge erzielt worden. In England hat man kürzlich besondere Scheinwerferkompanien aufgestellt, welche die Apparate auf Karren mit sich führen, zu deren Bewegung ein Automobil dient. Auf Schiffen werden S. benutzt zum Beleuchten des Fahrwassers an Hafeneinfahrten, zum Schutz vor Schiffszusammenstößen im Nebel, zum Entdecken von Torpedobooten (Torpedosucher), Unterseebooten etc. Die Tragweite der S. beträgt 20 Seemeilen und mehr. Vgl. Nerz, S. und Fernbeleuchtung (Stuttg. 1899).
 
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Scheinzwitterigkeit, s. Meyers Blütenbestäubung, S. 90.
 
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Scheißbeeren, s. Meyers Rhamnus.
 
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Scheit, Kaspar, s. Meyers Scheidt.
 
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Scheitel eines Winkels heißt der Punkt, von dem die beiden den Winkel einschließenden Geraden (die Schenkel des Winkels) ausgehen; s. Meyers Winkel. S. des Kopfes, s. Meyers Kopf.
 
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Scheitelabstand (Zenitabstand, Zenitdistanz) eines Gestirns ist der Bogen des Höhenkreises zwischen dem Stern und dem Zenit, gleich 90° weniger der Höhe des Gestirns.
 
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Scheitelaffen, s. Meyers Affenfelle.
 
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Scheitelauge (Stirn- oder Pariëtalauge), ein unpaares Auge, das bei manchen Reptilien der Gegenwart noch ziemlich gut erhalten ist und den ausgestorbenen als drittes Auge gedient haben mag. Es entsteht als eine Ausstülpung des Zwischenhirns, ähnlich der Zirbeldrüse (Epiphyse, s. Meyers Gehirn, S. 468), aber von ihr deutlich geschieden, und liegt bei den Eidechsen dicht unter dem Scheitelloch (in der Naht zwischen den Scheitelbeinen). Im erwachsenen Tier hat es aber den Zusammenhang mit dem Gehirn verloren, bei Hatteria steht es mit diesem noch durch einen Nerv in Verbindung, so daß es als Auge dienen könnte, wenn die Gewebe zwischen ihm und dem Schädel völlig durchsichtig wären. Auch bei den Fröschen sind noch Spuren des Scheitelauges vorhanden. Dieses rudimentäre Organ, das sich bei einer großen Anzahl von Wirbeltieren, zumal bei ihren Embryonen, findet und vor der Epiphyse liegt, bezeichnet man als Pariëtalorgan.
 
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Scheitelbein, s. Meyers Schädel, S. 666.
 
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Scheitelgebirge, s. Meyers Gebirge, S. 408.
 
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Scheitelgleichung, s. Meyers Kegelschnitte, S. 803 (5).

 

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