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Scheinerscher Versuch bis Scheinknollen (Bd. 6, Sp. 726)
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Artikelverweis Scheinerscher Versuch. Bringt man vor das Auge ein Kartenblatt mit zwei seinen Nadelstichen, die noch nicht um den Durchmesser der Pupille voneinander abstehen, und blickt durch die Öffnungen nach einer Nadel, so erscheint diese in kleiner Entfernung doppelt, in größerer einfach, in noch größerer wieder doppelt. Im ersten Fall treffen sich die durch die beiden Öffnungen gehenden Lichtstrahlenbündel hinter der Netzhaut, diese wird also an zwei Stellen gereizt, bei weiterer Entfernung liegt der Schnittpunkt auf der Netzhaut und bei noch weiterer vor der Netzhaut, so daß letztere wieder an zwei Stellen getroffen wird.
 
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Scheinfeld, Bezirksamtsstadt und Luftkurort im bayr. Regbez. Mittelfranken, an der Scheine, hat eine kath. Kirche, Synagoge, Amtsgericht, bedeutende Viehmärkte und (1905) 1262 meist kath. Einwohner. Nahebei Schloß Schwarzenberg, Stammschloß der Fürsten von Schwarzenberg. S. erhielt 1415 Stadtrechte.
 
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Scheinfrucht (Halb-, Achsen-, Sammelfrucht), s. Meyers Frucht, S. 177.
 
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Scheinfüßchen, s. Pseudopodien.
 
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Scheingehen, s. Meyers Bahrrecht.
 
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Scheingeld, s. Meyers Antizipationsscheine.
 
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Scheingelenk, s. Meyers Gelenk.
 
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Scheingeschäft (simuliertes Geschäft, Simulation), ein Geschäft, bei dem die Interessenten darüber, daß sie nur zum Schein handeln, einverstanden sind, und das, weil es an der Ernstlichkeit des Willens fehlt, nichtig ist. Eine Ausnahme bildet jedoch die Ehe, die nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen (s. Meyers Eherecht, S. 405, II) nichtig ist. Sollte durch das S. nur ein andres, aber ernstlich gewolltes Rechtsgeschäft verdeckt werden, so gilt das verdeckte Rechtsgeschäft nur, wenn sämtliche gesetzliche Erfordernisse für sein Zustandekommen vorhanden sind.
 
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Scheingräser, s. Meyers Cyperazeen.
 
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Scheinkauf, ein nur zum Schein vorgenommenes Kaufgeschäft. Es wird nicht selten von einem zahlungsunfähigen Schuldner vorgenommen, um den Gläubigern ein Exekutionsobjekt, nämlich den Kaufgegenstand, der angeblich um einen fingierten Preis an einen andern verkauft wird, zu entziehen. Ein S. ist nichtig. Vgl. Scheingeschäft und Fiduziarische Geschäfte.
 
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Scheinknollen, soviel wie Luftknollen, s. Meyers Orchideen, S. 97.

 

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