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Scheiern bis Scheineibe (Bd. 6, Sp. 725 bis 726)
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Artikelverweis Scheiern, im 15. und 16. Jahrh. ein Meyers Doppelbecher (s. d.) aus Metall.
 
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Scheikh, s. Meyers Scheich.
 
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Schein in subjektivem Sinn entsteht dann, wenn unsre Auffassung eines Sachverhalts mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt. Die Ursache dieses Mißverhältnisses liegt entweder, wie beim sinnlichen S., in den unbewußten Prozessen, durch welche die sinnliche Wahrnehmung zustande kommt, oder in unsern bewußten (aber falschen) Denkakten (logischer S.). Der Begriff des objektiven Scheines, d. h. die Annahme, daß einem einzelnen Objekt, das uns (in der Erfahrung) als wirklich entgegentritt, oder der Gesamtheit dieser Objekte überhaupt nichts Reales entspricht, enthält einen innern Widerspruch; wohl aber ist es an sich denkbar, daß einzelnen oder allen Eigenschaften und Beziehungen der Erfahrungsobjekte ganz andre Eigenschaften und Beziehungen der Dinge an sich zugrunde liegen und jene also nur eine subjektive Realität besitzen. Vgl. Erscheinung. S. heißt auch eine schriftliche Erklärung über einen Gegenstand, z. B. über eine Verhandlung, über eine erfolgte Zahlung (Quittung, Tilgungsschein), über Empfang von Sachen (Hinterlegungsschein, Auslieferungsschein), über eine Verbürgung (Gutschein) etc.
 
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Schein, Johann Hermann, Komponist, geb. 20. Jan. 1586 zu Grünhain in Sachsen, gest. 19. Nov. 1630 in Leipzig, war Diskantist der Dresdener Hofkapelle, besuchte dann die Klosterschule Pforta und die Universität Leipzig, wurde 1615 Hofkapellmeister in Weimar und 1616 Kantor an der Thomasschule in Leipzig. Zahlreiche gediegene kirchliche und weltliche Gesangswerke, die 160927 erschienen und zum Teil mehrfach aufgelegt wurden, erweisen S. als einen der

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gediegensten deutschen Tonsetzer seiner Zeit. Eine Gesamtausgabe seiner Werke in 8 Bänden (redigiert von A. Prüfer) erscheint seit 1901 bei Breitkopf u. Härtel in Leipzig. Vgl. Prüfer, Johan Herman S. (Leipz. 1895).
 
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Scheinangriff, kräftiger, aber nicht Entscheidung suchender Angriff an einer Stelle des Schlachtfeldes, auf die die Aufmerksamkeit des Gegners gezogen werden soll, um sie vom anderswo erfolgenden Hauptangriff abzulenken. Bloße Scheinbewegungen oder Scheinübergänge über Wasserläufe, denen nicht alsbald ein kräftiger Angriff folgt, sind einem energischen Feinde gegenüber ohne Erfolg. Vgl. Demonstration. Scheinanlagen, s. Meyers Maske, S. 397.
 
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Scheinbare Größe (scheinbarer Durchmesser) eines Himmelskörpers, der Winkel, den zwei vom Auge nach den beiden Enden eines Durchmessers desselben gezogene Gerade einschließen. Vgl. Augenmaß.
 
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Scheinbarer Ort eines Himmelskörpers, s. Meyers Astronomischer Ort.
 
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Scheinbeere, Fruchtstand, s. Meyers Beere.
 
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Scheinbeere (Teeheide), s. Gaultheria.
 
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Scheindreher, Gewebe, deren Bindeart ermöglicht, daß sich 3,4 oder 5 Fäden eng aneinander legen, während darauf senkrecht oder wagerecht eine Lücke entsteht, so daß dem Gewebe ein durchbrochenes, dreherartiges Aussehen gegeben wird. Bindung s. Meyers Abbildungen.


 
Artikelverweis Scheineibe, s. Meyers Cephalotaxus.

 

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