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Scheidegut bis Scheidenklappe (Bd. 6, Sp. 724)
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Artikelverweis Scheidegut, die der Scheidung zu unterwerfende Goldsilberlegierung.
 
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Scheidehammer, s. Meyers Aufbereitung, S. 86.
 
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Scheidekunst (Scheidekunde), soviel wie Chemie.
 
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Scheidemantel, Karl, Bühnensänger (Bariton), geb. 21. Jan. 1859 in Weimar, als Seminarist daselbst Gesangschüler von Bodo Borchers, war seit 1878 Mitglied des dortigen Hoftheaters, studierte 188183 in den Sommermonaten noch unter J. Stockhausen in Frankfurt a. M., sang 1884 unter Hans Richter an der deutschen Oper in London und gehört seit 1886 dem Verband der Dresdener Hofoper an. In demselben Jahre sang er zuerst bei den Festspielen in Bayreuth (Hans Sachs, Klingsor, Amfortas), zu deren Gelingen er in der Folge wesentlich beigetragen hat.
 
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Scheidemauer, s. Meyers Mauer, S. 446.
 
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Scheidemünze, zur Ausgleichung im täglichen Verkehr dienende Kleinmünzen, die wegen starker Abschleifung und höherer Prägekosten größern Nominalwert haben, als ihnen nach dem Metallgehalt im Verhältnis zum Kurantgelde zusteht, daher außer Landes nur als Bruchmetall gelten. Der besondere Münzfuß der teils aus einer mehr oder minder starken Silberlegierung, teils aus unedlem Metall (Nickel, Bronze, Kupfer etc.) bestehenden S. findet seine Grenze an der Gefahr ihrer Nachahmung. Die Umlaufsmenge hat sich nach dem wirklichen Verkehrsbedürfnis zu richten, damit das Kurant nicht aus dem Lande getrieben werde. Staaten, die ihren Schlagschatz übermäßig steigerten, sind öfters zu einer Verschlechterung ihres allgemeinen Münzfußes genötigt worden. Wo reine Goldwährung besteht, sind sämtliche Silbermünzen S. In den deutschen Staaten der Talerwährung verhielt sich seit 1857 der Nennwert der Silberscheidemünzen zum Silberwerte = 30: 341/2, in denen der Guldenwährung = 521/2: 58, und das Verhältnis ward im Deutschen Reiche gegen Kuranttaler (bei der Annahme des Wertes von Gold zu Silber = 151/2: 1) wie 9: 10, in den Staaten der lateinischen Union = 835: 900 festgestellt, ist aber durch Sinken des Silberwertes gegen Gold tatsächlich tief gefallen. Privatpersonen brauchen S. nur bis zu einem bestimmten Betrag, und zwar Silbergeld nur bis zu 20 Mk., Nickel- und Kupfergeld nur bis zu 1 Mk. in Zahlung zu nehmen. Die Reichs- und Landeskassen müssen natürlich S. in jedem Betrag als Zahlung annehmen. Der Begriff S. (Schiedmünze) war dem Mittelalter fremd, ist aber durch die »Beiwährung« oder den Beigang des 15. Jahrh. (moneta minuta, leichte Groschen, zugelassene ältere Münzen) für den Kleinverkehr neben der rechten »Oberwährung« der Reichs- und Landesmünzen vertreten.
 
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Scheidenbruch, s. Meyers Bruch, S. 472.
 
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Scheidenentzündung (Vaginitis, Kolpitis) entsteht sehr häufig durch Fremdkörper (z. B. unzweckmäßige Pessarien), ferner durch starke Ätzmittel, die, in die Scheide gebracht, außer Entzündung auch Gewebsnekrose mit nachfolgender Narbenbildung machen können. Bei akutem Tripper und allen Formen des Gebärmutterkatarrhs, die mit starker Sekretion einhergehen, wird die Scheide mehr oder weniger von Entzündung ergriffen. Endlich wird die diphtheritische Form der S. zuweilen nach allgemeinen Infektionskrankheiten (Scharlach, Masern) beobachtet. Die Behandlung besteht in Ausspülungen der Scheide mit desinfizierenden oder adstringierenden Mitteln und in den Fällen von Scheidenentzündungen, die sekundären Ursprungs sind, in der Beseitigung des ursächlichen Moments (Entfernung des Fremdkörpers, Behandlung des Gebärmutterkatarrhs etc.).
 
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Scheidenflügler, s. Meyers Käfer.
 
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Scheidenkatarrh, ansteckender (Knötchenseuche), eine erst in den 1890er Jahren bekannt gewordene, seitdem aber weitverbreitete, ansteckende Geschlechtskrankheit der Rinder. Es entsteht eine heftige, schmerzhafte Entzündung der Scheidenschleimhaut mit allgemeiner Rötung, schleimig-eiterigem Belag und eigenartiger Knötchenbildung sowie Ausfluß. Der S. ist schwer heilbar, erfordert tierärztliche Behandlung und bedingt sehr oft Fehlgeburt und folgende Unfruchtbarkeit. Die Übertragung erfolgt sowohl von kranken Kühen auf gesunde durch Vermittelung der Abgänge, der Streu etc., als namentlich bei der Begattung, indem der Bulle beim Sprung von einer kranken Kuh den Ansteckungsstoff empfängt und diesen, ohne selbst zu erkranken, auf gesunde Kühe überträgt. Zur Vorbeuge empfiehlt sich desinfizierende Waschung der Rute des Bullen vor, bez. nach dem Sprung, eine Maßregel, die sich auch wegen der Möglichkeit der Übertragung andrer Ansteckungsstoffe namentlich dann empfiehlt, wenn ein Bulle für Kühe verschiedener Ställe oder neuzugekaufte Tiere verwendet wird. Der ebenfalls durch den Geschlechtsakt übertragbare Meyers Bläschenausschlag (s. d.) unterscheidet sich vom S. durch seine Gutartigkeit, Fehlen der Eiterung und Knötchenbildung sowie freiwillige Heilung. Nach dem Auftreten des Scheidenkatarrhs im Stall ist Reinigung und Desinfektion nötig. Noch gefährlicher, oft tödlich und sehr ansteckend ist die seltene Scheidennekrose, bei der sich ein filziger, rauher Belag auf der Schleimhaut bildet.
 
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Scheidenklappe, s. Meyers Scheide.

 

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