Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Scheideck bis Scheidenbruch (Bd. 6, Sp. 724)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Scheideck (Scheidegg), zwei Bergpässe im schweizerischen Kanton Bern: 1) Die Große S., 1961 m, bildet den Übergang aus dem Hasle- (Meiringen) in das Grindelwaldtal und bietet einen schönen Überblick über das letztere mit dem Wetterhorn, Schreckhorn, Mettenberg und Eiger dar. 2) Die Kleine S. (Lauterbrunnen-S.) ist der über die Wengernalp führende Verbindungsweg zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen (2066 m). Auf dieser Höhe erblickt man die großartige Hochgebirgsgruppe Eiger, Mönch und Jungfrau in unmittelbarer Nähe. Seit 1893 führt über sie die Wengernalpbahn, 18 km lang und nach dem System Riggenbach erbaut; hier zweigt die Meyers Jungfraubahn (s. d.) ab. Vgl. Reschenscheideck u. Rigi.
 
Artikelverweis 
Scheideerze (Scheiderze), s. Meyers Aufbereitung, S. 86.
 
Artikelverweis 
Scheideform, s. Meyers Dublette.
 
Artikelverweis 
Scheidegold, das durch Scheidung gewonnene seine Gold.
 
Artikelverweis 
Scheidegut, die der Scheidung zu unterwerfende Goldsilberlegierung.
 
Artikelverweis 
Scheidehammer, s. Meyers Aufbereitung, S. 86.
 
Artikelverweis 
Scheidekunst (Scheidekunde), soviel wie Chemie.
 
Artikelverweis 
Scheidemantel, Karl, Bühnensänger (Bariton), geb. 21. Jan. 1859 in Weimar, als Seminarist daselbst Gesangschüler von Bodo Borchers, war seit 1878 Mitglied des dortigen Hoftheaters, studierte 188183 in den Sommermonaten noch unter J. Stockhausen in Frankfurt a. M., sang 1884 unter Hans Richter an der deutschen Oper in London und gehört seit 1886 dem Verband der Dresdener Hofoper an. In demselben Jahre sang er zuerst bei den Festspielen in Bayreuth (Hans Sachs, Klingsor, Amfortas), zu deren Gelingen er in der Folge wesentlich beigetragen hat.
 
Artikelverweis 
Scheidemauer, s. Meyers Mauer, S. 446.
 
Artikelverweis 
Scheidemünze, zur Ausgleichung im täglichen Verkehr dienende Kleinmünzen, die wegen starker Abschleifung und höherer Prägekosten größern Nominalwert haben, als ihnen nach dem Metallgehalt im Verhältnis zum Kurantgelde zusteht, daher außer Landes nur als Bruchmetall gelten. Der besondere Münzfuß der teils aus einer mehr oder minder starken Silberlegierung, teils aus unedlem Metall (Nickel, Bronze, Kupfer etc.) bestehenden S. findet seine Grenze an der Gefahr ihrer Nachahmung. Die Umlaufsmenge hat sich nach dem wirklichen Verkehrsbedürfnis zu richten, damit das Kurant nicht aus dem Lande getrieben werde. Staaten, die ihren Schlagschatz übermäßig steigerten, sind öfters zu einer Verschlechterung ihres allgemeinen Münzfußes genötigt worden. Wo reine Goldwährung besteht, sind sämtliche Silbermünzen S. In den deutschen Staaten der Talerwährung verhielt sich seit 1857 der Nennwert der Silberscheidemünzen zum Silberwerte = 30: 341/2, in denen der Guldenwährung = 521/2: 58, und das Verhältnis ward im Deutschen Reiche gegen Kuranttaler (bei der Annahme des Wertes von Gold zu Silber = 151/2: 1) wie 9: 10, in den Staaten der lateinischen Union = 835: 900 festgestellt, ist aber durch Sinken des Silberwertes gegen Gold tatsächlich tief gefallen. Privatpersonen brauchen S. nur bis zu einem bestimmten Betrag, und zwar Silbergeld nur bis zu 20 Mk., Nickel- und Kupfergeld nur bis zu 1 Mk. in Zahlung zu nehmen. Die Reichs- und Landeskassen müssen natürlich S. in jedem Betrag als Zahlung annehmen. Der Begriff S. (Schiedmünze) war dem Mittelalter fremd, ist aber durch die »Beiwährung« oder den Beigang des 15. Jahrh. (moneta minuta, leichte Groschen, zugelassene ältere Münzen) für den Kleinverkehr neben der rechten »Oberwährung« der Reichs- und Landesmünzen vertreten.
 
Artikelverweis 
Scheidenbruch, s. Meyers Bruch, S. 472.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: