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Scheibenmühle bis Scheich Said (Bd. 6, Sp. 723)
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Artikelverweis Scheibenmühle, Mahlvorrichtung mit zwei eisernen, gegeneinander arbeitenden Scheiben, wie die Bogardusmühle, die Exzelsiormühle etc.
 
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Scheibenmuschel, s. Meyers Austern, S. 163.
 
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Scheibenpilze (Discomycetes), Ordnung der Meyers Pilze (s. d., S. 884, 5).
 
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Scheibenquallen, s. Meyers Medusen.
 
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Scheibenrad, ein aus einer massiven Scheibe bestehendes Meyers Rad (s. d.).
 
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Scheibenreißen, s. Meyers Kupfer, S. 829.
 
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Scheibler, Karl, Chemiker, geb. 16. Febr. 1827 in Gemehret bei Eupen, gest. 2. April 1899 in Berlin, studierte in Berlin, wurde 1858 leitender Chemiker der pommerschen Provinzial-Zuckersiederei in Stettin, errichtete 1861 in Berlin ein Laboratorium für Zuckerindustrie, das er bis 1884 leitete, und war bis 1882 Dozent an der landwirtschaftlichen Hochschule. S. gehörte zu den bedeutendsten Förderern der Zuckerindustrie, er untersuchte namentlich die Bestandteile der Rüben, die als Nichtzucker zusammengefaßt werden, konstruierte Apparate zur Untersuchung von Mergeln und Knochenkohle, gab eine Methode zur Bestimmung der Asche und des Raffinationswertes des Rohzuckers an und verbesserte das Polarisationsverfahren. Er erfand ein Verfahren zur Verarbeitung der Melasse und gab mehrere Verbesserungen in der Zuckerfabrikation, auch ein Verfahren zur Gewinnung von Magnesia aus Dolomit, zur Darstellung von Strontianzucker und von phosphorsäurereichen Eisenschlacken an. Auch um die Herstellung des rauchschwachen Pulvers hat er sich verdient gemacht. Er schrieb: »Aktenstücke zur Geschichte der Rübenzuckerfabrikation in Deutschland« (Berl. 1875) und gab 186478 die »Zeitschrift des Vereins der Rübenzuckerfabrikanten« und seit 1878 die »Neue Zeitschrift für Rübenzuckerindustrie« (Berlin) heraus.
 
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Scheich (arab., »Greis«), soviel wie Ältester, bei den arabischen Nomaden Häuptling eines Stammes; Gelehrter; Oberhaupt eines religiösen Ordens; im Libanon niederer Adelstitel.
 
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Scheich ul-Islâm (arab.) heißt in der Türkei das geistliche Oberhaupt der Muslime. Er wird vom Sultan eingesetzt, hat die strenge Beobachtung des Religionsgesetzes zu überwachen und ist befugt, selbst die Absetzung des Sultans durch ein Meyers Fetwa (s. d.) herbeizuführen, wie das bei der Entthronung der Sultane Abd ul-Asis' und Murads V. geschah. Vgl. Kâdî, Mufti. Nisâmije.
 
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Scheich Sa'd, Hauptort des Sandschaks Hauran im asiatisch-türk. Wilajet Syrien, Sitz des Mutesarrif vom Hauran, ärmliches Dorf, 490 m hoch am Rande der fruchtbaren Ebene En-Nukra und 37 km östlich vom See von Tiberias gelegen. Unweit südlich davon der Regierungssitz (El-Merkez) mit Beamtenwohnungen, Kaserne, Chans, Marktplatz und internationaler Telegraphenstation; man plante, alles nach der nahen Bahnstation Schêch Miskîn, das schon zu Anfang dieses Jahrhunderts Hauptort des Hauran war, zu verlegen. Sowohl die heutige Landbevölkerung als auch ältere arabische Autoren verlegen die Geschichte Hiobs nach S.
 
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Scheich Said, Vorgebirge an der Südwestspitze Arabiens, Perim gegenüber, an der Straße Bab el Mandeb. Der Platz beherrscht Perim und ist daher militärisch wichtig. S. wurde 1870 vorübergehend von Frankreich, dann 1885 von einem türkischen Detachement besetzt.

 

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