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Schedĭr bis Scheelīt (Bd. 6, Sp. 718)
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Artikelverweis Schedĭr, der hellste Stern (α) in der Kassiopeja, ein veränderlicher Stern, dessen Helligkeit zwischen 2,2. und 2,8. Größe schwankt.
 
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Schédo Ferrōti, Pseudonym, s. Meyers Fircks 1).
 
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Schedŭla (lat.), Diminutiv von Meyers Scheda (s. d.), Zettel, Blättchen. Pro s. disputieren, auf Universitäten: gedruckte Thesen öffentlich verteidigen.
 
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Scheel, Mineral und Metall, s. Meyers Wolfram.
 
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Scheel, Hans von, Nationalökonom, geb. 29. Dez. 1839 in Potsdam, gest. 27. Sept. 1901 in Berlin, studierte in Halle, Jena und Berlin, habilitierte sich 1867 für Nationalökonomie in Halle, ward 1868 Assistent seines Lehrers Bruno Hildebrand am Statistischen Bureau in Jena, 1869 Lehrer der Nationalökonomie an der landwirtschaftlichen Akademie zu Proskau i. Schl., 1871 als Professor der Staatswissenschaften an die Universität Bern, von da 1877 als Regierungsrat und Mitglied des Statistischen Amtes des Deutschen Reiches nach Berlin berufen und im April 1891 zum Direktor desselben ernannt. Er schrieb außer zahlreichen Abhandlungen in Zeitschriften: »Die Theorie der sozialen Frage« (Jena 1871), eine der ersten Begründungen der neuern (sogen. kathedersozialistischen) Richtung der Volkswirtschaftslehre in Deutschland, »Die soziale Frage« (Bern 1873), »Erbschaftssteuern und Erbrechtsreform« (Jena 1875), »Eigentum und Erbrecht« (Berl. 1877), »Unsre sozialpolitischen Parteien« (Leipz. 1878), »Die deutsche Volkswirtschaft am Schlusse des 19. Jahrhunderts« (Berl. 1900) und veranstaltete eine deutsche Bearbeitung von M. Blocks »Traité de statistique« (zugleich als »Handbuch der Statistik des Deutschen Reichs«, Leipz. 1879). Auch gab er Übersetzungen von Ingram: »Die notwendige Reform der Volkswirtschaftslehre« (Jena 1879), und Morselli: »Der Selbstmord« (Leipz. 1881), heraus. In Schönbergs »Handbuch der politischen Ökonomie« schrieb er die Abhandlungen über Sozialismus und Erwerbseinkünfte des Staates.
 
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Scheelbleierz, Mineral, soviel wie Wolframbleierz.
 
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Scheele, Karl Wilhelm, Chemiker, geb. 9. Dez. 1742 in Stralsund, konditionierte als Apothekergehilfe in Malmö und Stockholm und starb 21. Mai 1786 als Apotheker in Köping. Mit beschränkten Mitteln und einfachen Apparaten in dem Laboratorium seiner Apotheke arbeitend, entdeckte er den Sauerstoff, Weinsäure, Zitronensäure, Oxalsäure, Gerbsäure, Harnsäure, Milchsäure etc., das Glyzerin, Molybdän- und Wolframsäure, Arsensäure und Arsenwasserstoff, Kieselfluorwasserstoffsäure, das Mangan, das Chlor, den Baryt, die Zusammensetzung des Flußspats, analysierte das Berlinerblau und zerlegte die atmosphärische Luft, das Ammoniak und den Schwefelwasserstoff. Eine Sammlung seiner Schriften gab Hebenstreit u. d. T.: »Opuscula chemica et physica« (Leipz. 1788, 2 Bde.) und Hermbstädt: »Scheeles sämtliche physikalische und chemische Werke« (Berl. 1793, 2 Bde.; Neudruck 1891), seine nachgelassenen Briefe und Aufzeichnungen (»Efterlemnade bref och anteckningar«) Nordenskiöld heraus (Stockh. 1892, auch deutsche Ausgabe). In Stockholm wurde ihm ein Denkmal (von Börjeson) errichtet.
 
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Scheelesches Grün (Schwedischgrün, Mineralgrün), aus arsenigsaurem Kupfer bestehende grüne Farbe, wird aus einer heißen Lösung von Kupfervitriol durch eine Lösung von Arseniger Säure und Pottasche gefällt. Es ist lebhaft zeisiggrün, äußerst giftig, als Öl-, Kalk- und Wasserfarbe sehr tauglich, aber durch das Schweinfurtergrün fast ganz verdrängt. Eine Mischung mit Schweinfurtergrün bildet das Papagei- oder Meyers Mitisgrün (s. d.). Mit Kalk vermischt, kommt es als Wasserfarbe (Kalkgrün, Erdgrün) im Handel vor.
 
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Scheelesches Süß, soviel wie Glyzerin.
 
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Scheelisieren, das Versüßen von Wein, Bier, Essig mit Glyzerin, was auch die Vollmundigkeit des Weines und Bieres erhöht
 
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Scheelīt (Tungstein, Schwerstein), Mineral, wesentlich wolframsaurer Kalk Ca WO4, findet sich in tetragonalen Kristallen sowie in knospenförmigen Gruppen, meist grau, gelb, braun, seltener farblos, fett- bis diamantglänzend, durchscheinend bis kantendurchscheinend, Härte 4,55, spez. Gew. 5,96,1, besonders mit Zinnerz zusammen, so im Erzgebirge bei Zinnwald und Schlaggenwald etc. und in Cornwall, dann auch auf Eisenerzlagern bei Framont und Traversella sowie selten auf Klüften alpiner kristallinischer Schiefer. S. dient zur Darstellung von Wolframpräparaten.

 

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