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Schebeschellergebirge bis Schedĭr (Bd. 6, Sp. 716 bis 718)
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Artikelverweis Schebeschellergebirge (magyar. Kudzsirgebirge), reich bewaldeter Zweig der Transsylvanischen Alpen, an der südöstlichen Grenze des ungar. Komitats Hunyad, mit lebhafter Alpenwirtschaft und Schafzucht, im Surián 2061, in der Batrina 1794 m hoch.
 
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Schecho, unbotmäßiges Volk, westlich von Gimirra (im südlichen Abessinien) wohnend, dessen Land der Oberlauf des Gelo durchzieht.
 
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Scheck (engl. Check, Cheque, spr. tscheck; franz. Chéque, spr. schǟk'), im allgemeinen eine schriftliche, mit Ermächtigung des Bezogenen ausgestellte, meist bei Sicht zahlbare unverzinsliche Anweisung, gegen deren Aushändigung die in derselben genannte Summe ohne Legitimationsprüfung des Inhabers ausgehändigt oder in den Büchern des Bezogenen von einem Konto ab- und einem andern gutgeschrieben wird. Der Bezogene muß in England, Nordamerika, Österreich und in den Niederlanden, auch in Japan Bankiereigenschaft haben, in Italien und Portugal Kaufmann sein. Frankreich, Belgien, Spanien, Rumänien und die Schweiz stellen diese Forderung nicht, doch soll dem S. ein Depot oder sonstige vorausgegangene Deckung zugrunde liegen. Kreditschecks, bei denen eine solche Deckung fehlt, kommen nicht in diesen, aber in andern Ländern vor. Overchecks heißen in Nordamerika die über die vertragsmäßige Grenze hinaus gezogenen Schecks; bei dem Wiener Giro- und Kassenverein können auch auf Ausantwortung fungibler Wertpapiere lautende Schecks (Effektenschecks) ausgestellt werden. Schecks, die nach Abkommen des Bezogenen mit dem Aussteller in Quittungsform ausgestellt werden (Quittungsschecks), sind in England und in Frankreich, auch in Japan nicht anerkannt, aber in Holland gesetzlich zugelassen, in Deutschland waren früher die für Barabhebungen bestimmten weißen Schecks in dieser Form ausgestellt. Der S., der in England und in den Vereinigten Staaten Wechselkraft besitzt, kann auf eine bestimmte Person (Rektascheck), auf die Order einer solchen oder auf den Inhaber mit der reinen oder alternativen Inhaberklausel lauten. In England ist es vielfach Brauch (ähnlich jetzt auch in andern Ländern), daß der Kunde eines Bankiers (banker) bei diesem eine Summe in bar oder in geldwerten Forderungen hinterlegt. Hierfür erhält er ein Buch mit Scheckformularen (Scheckbuch, check book, carnet de chèque, chéquier), die er nur herauszureißen und auszufüllen braucht, um sie als Zahlmittel zu verwenden, und die von der Bank honoriert werden. Für die Inkassi berechnen die Bankiers vielfach eine Provision von 1/4-1/8 Proz., wenn nicht der Rechnungskunde ein Minimalguthaben bei der Bank offen hält, dessen Zins die Vergütung für die Bemühungen der letztern bildet. Der Empfänger des Schecks präsentiert denselben bei seiner Bank, die ihm den Betrag bar auszahlt oder gutschreibt. Diese Präsentation hat bei Meidung des Verlustes von Regreßansprüchen gegen Aussteller und Indossanten binnen kurzer (angemessener) Frist zu den üblichen Geschäftsstunden zu erfolgen, in Frankreich binnen 5 Tagen, wenn der S. am Zahlungsort (Platzscheck), binnen 8 Tagen, wenn er anderwärts (Distanzscheck) ausgestellt wurde (ähnlich in andern Ländern, z. B. in Österreich). Um zu verhüten, daß durch Verlieren eines auf den Inhaber lautenden Schecks ein Nachteil erwachse, werden in England über den S. zwei Querstriche gezogen (crossed check). Schreibt hierbei der Aussteller oder spätere Inhaber quer durch den Kontext die Worte »and company« oder »se Co.« (general crossing), so darf die Auszahlung nur an einen Bankier erfolgen; wird dagegen der Name eines Bankiers eingeschrieben (special crossing), so ist nur an diesen Zahlung zu leisten. Der Zusatz »not negotiable« bedeutet, daß der Erwerber nur die Rechte seines Vordermannes hat. Auf dem »certified check« der amerikanischen Banken hat sich die Bank, auf die der S. lautet, zur Zahlung verpflichtet und damit Aussteller und Indossanten liberiert. Weitere Mittel gegen Mißbrauch bilden die Durchlochung der Blankette, die fortlaufende Numerierung derselben, Übereinstimmung dieser, des Datums der Ausstellung und des Namens des Ausstellers mit dem Inhalt der Souches. Dem deutschen weißen S. ist rechts eine Zahlenreihe beigegeben, von der vor der Ausgabe des Schecks diejenigen Zahlen abzutrennen sind, die dessen Betrag übersteigen. Bei der deutschen Reichsbank und der Banquo de France unterscheidet

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man zweierlei Schecks: den weißen, der den Auftrag zur Zahlung an eine benannte Person oder den Überbringer enthält, und den roten (mandat rouge, Übertragungsscheck in Wien), der die Bank anweist, eine Summe einer bestimmten Person gutzuschreiben. Die Banken selbst tauschen diese Schecks im Meyers Clearinghaus (s. d.) gegeneinander aus. Durch diese Kassenvereinigungen vieler Kunden an einer Bank, durch das Gutschreiben der Zahlungsanweisungen und die endliche Kompensation der letztern gegeneinander werden in England und Nordamerika, wo die Wohlhabenden sich der Schecks zur Bezahlung von Rechnungen vielfach zu bedienen pflegen, große Summen an Bargeld gespart. Ein weiterer Vorteil des Schecks ist, daß er der Notwendigkeit, eine Kasse halten zu müssen, enthebt und so gegen Verluste durch Diebstahl, Verlieren etc. schützt.
   Mit der Ausbildung des Depositengeschäfts bei den Banken (s. Depositenbanken unter Banken, S. 335) hat sich das Scheckwesen auch an den größern Bankplätzen Deutschlands eingebürgert. Insbesondere bietet der Umstand, daß die deutsche Reichsbank viele Filialen hat, dem Inhaber einer Scheckrechnung (von der deutschen Reichsbank Girokonto genannt) den Vorteil, daß er überall ohne Kosten Auszahlungen bewirken und Einzahlungen zu seinen Gunsten annehmen lassen kann. Gesetzlich geregelt wurde das Scheckwesen in Frankreich durch Gesetze von 1865 und 1874, in Belgien durch Gesetz vom 20. Juni 1873, indem den auf Inhaber wie auf Namen ausstellbaren und durch Blankoindossament übertragbaren Schecks Wechselkraft verliehen wurde. In den Niederlanden waren die Schecks schon lange unter dem Titel Kassiers Briefjes bekannt, geregelt durch das Handelsgesetzbuch (Wettbook van Koophandel) von 1838. Ferner fand der S. seine Regelung durch die Handelsgesetzbücher in Italien 1882, Spanien 1885, Rumänien 1887, Portugal 1833 und 1888, Peru 1888, in der Schweiz durch das Bundesgesetz über das Obligationenrecht von 1881, in England durch die Bills of Exchange Act von 1882, in Japan 1893. In Österreich ist eine Regelung erfolgt durch Gesetz vom 3. April 1906. Zu den skandinavischen Staaten vgl. »Monatsschrift für Handelsrecht« 1898, S. 100 ff. In Deutschland fehlt es, nachdem der Entwurf des Jahres 1892 nicht Gesetz geworden ist, an einem eignen Scheckrecht; nur Elsaß-Lothringen besitzt ein solches in dem französischen Gesetz von 1865. Da der S. eine Unterart der Anweisung darstellt, so kommen bis zum Erlaß eines eignen Gesetzes die Grundsätze des Bürgerlichen Gesetzbuches, § 783 ff., und das Handelsgesetzbuch, § 363 ff., über Anweisungen zur Anwendung. Wie bei dem Wechsel ist auch hier das Indossament (s. d.) zugelassen; dasselbe hat jedoch hier keine Garantiefunktion, gibt also keinen Regreßanspruch (abweichend, aber kaum zu billigen, der deutsche Entwurf von 1892). Vgl. Seyd, Das London Bank-, Check- und Clearinghouse-System (Leipz. 1874); R. Koch, Über Giroverkehr und den Gebrauch von Checks als Zahlungsmittel (Berl. 1878); Kuhlenbeck, Der Check (Leipz. 1890); Cohn, in Endemanns »Handbuch des Handelsrechts«, Bd. 3, S. 1135 ff.; Telschow, Der gesamte Geschäftsverkehr mit der Reichsbank (10. Aufl., Leipz. 1905); Obst, Theorie und Praxis des Scheckverkehrs (Stuttg. 1899); v. Canstein, Check, Wechsel und deren Deckung (Berl. 1890) und Der S. nach dem österreichischen Gesetze vom 3. April 1906 (das. 1906); Fick, Die Frage der Checkgesetzgebung auf dem europäischen Kontinent (Zür. 1897); Meili, in der »Monatsschrift für Handelsrecht«, 1898, S. 202 ff. (dort auch Nachweise über ausländische Literatur); Buff, Der gegenwärtige Stand und die Zukunft des Scheckverkehrs in Deutschland (Münch. 1907). Eine besondere Art des Scheckverfahrens ist das Meyers Postscheckverfahren (s. d.).
 
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Schecke (Scheckenrock), s. Meyers Hänslein.
 
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Scheda (lat., v. Griech.), ein abgerissenes Stück besonders von der Papierstaude, um darauf zu schreiben; daher ein einzelnes Blatt, im Gegensatz zu einem Buch; erga schedam (oder schedulam), »gegen einen Zettel«, d. h. einen Erlaubnisschein (verbotene Bücher erhalten); Schedendisputation, s. Meyers Disputation und Schedula.
 
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Schede, 1) Paul, genannt Melissus, neulat. Dichter, geb. 20. Dez. 1539 zu Melrichstadt in Franken, gest. 3. Febr. 1602 in Heidelberg, studierte 155759 in Jena, seit 1561 in Wien, wo er zum Dichter gekrönt wurde, ließ sich nach mancherlei Wanderungen 1571 in Heidelberg nieder, lebte 157780 in Italien, dann in verschiedenen Städten Deutschlands, ging 1585 nach England und wurde 1586 Bibliothekar in Heidelberg. Seine Gedichte erschienen unter den Titeln: »Pauli Melissi schetiasmata poëtica« (Heidelb. 1574; vermehrte Ausg., Par. 1586); »Odae palatinae« (Heidelb. 1588); »Meletematum piorum libri VIII« (1595). Auch veröffentlichte er eine Übersetzung der »Psalmen in deutschen Gesangreimen« (Heidelb. 1572). Vgl. O. Taubert, Paul S. (Torgau 1864).
   2) Max, Mediziner, geb. 7. Jan. 1844 in Arnsberg, gest. 31. Dez. 1902 in Bonn, studierte in Halle, Heidelberg und Zürich, wurde 1868 Assistent an Volkmanns Klinik in Halle, habilitierte sich daselbst 1872 als Privatdozent für Chirurgie, wurde 1875 Direktor der chirurgischen Abteilung des Berliner Krankenhauses am Friedrichshain, 1880 Oberarzt der chirurgischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses in Hamburg und 1895 Professor der Chirurgie und Direktor der chirurgischen Universitätsklinik in Bonn. S. war Mitbegründer der neuen Orthopädie und hochverdient um die Entwickelung der Chirurgie. Er schrieb: »Allgemeines über Amputationen, Exartikulationen und künstliche Glieder« (in Pitha-Billroths »Handbuch der allgemeinen und speziellen Chirurgie«, 1882); »Die chirurgische Behandlung der Erkrankungen des Brustfells und des Mittelfellraums« (in Pentzold-Stintzings »Handbuch der Therapie«, Bd. 3) und »Die Chirurgie der peripheren Nerven und des Rückenmarks« (ebenda, Bd. 5, 3. Aufl., Jena 1902); »Die angeborne Luxation des Hüftgelenks« (Hamb. 1900). Mit Lesser und Tillmanns gründete er 1874 das »Zentralblatt für Chirurgie«, das er bis 1880 redigierte.
 
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Schedel, Hartman, Geschichtschreiber, geb. 13. Febr. 1440 in Nürnberg, gest. daselbst 28. Nov. 1514, widmete sich, humanistisch gebildet, in Italien dem Studium der Medizin, wurde dort 1466 Doktor der Medizin, lebte dann in Nürnberg, Nördlingen, Amberg und gab 1493 eine mit über 2000 Holzschnitten gezierte lateinische Weltchronik: »Liber chronicarum« (als Prachtwerk von Koberger gedruckt), die bis 1492 reicht, heraus. Der ganze weltgeschichtliche Stoff ist in sechs Weltaltern dargestellt, von denen aber das sechste einen breitern Raum einnimmt als die ersten fünf zusammen. 1494 erschien eine deutsche Übersetzung von Georg Alt, und 14961500 folgten in Augsburg drei Nachdrucke. Vgl. V. v. Loga, Die Städteansichten in H. Schedels Weltchronik (Leipziger Dissertation 1888).

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Scheder, Georg, deutscher Admiral, geb. 19. April 1853 in Schweidnitz. trat 1870 in die Marine, wurde 1874 Leutnant zur See, 1885 Kapitänleutnant, 1891 Korvettenkapitän, 1897 Kapitän zur See, unternahm größere Reisen mit der Niobe, Hela, Gazelle und Elisabeth (um die Welt), befehligte in Australien den kleinen Kreuzer Bussard, war dann drei Jahre zum Oberkommando der Marine kommandiert und hatte den Befehl über die Linienschiffe Bayern und Kaiser Wilhelm II. Seit Herbst 1900 Chef des Stabes der Marinestation der Nordsee in Wilhelmshaven, erhielt S. 1902 den Befehl über das deutsche Geschwader in den venezolanischen Gewässern, das vom Dezember 1902 bis Februar 1903 die Küste von Venezuela blockierte (vgl. Deutschland, S. 835). Anfang 1904 wurde S. als Konteradmiral zum Inspekteur der zweiten Marineinspektion ernannt und bekleidete 19041905 den Posten eines Oberwerftdirektors in Kiel.
 
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Schedewitz, Dorf in der sächs. Kreis- und Amtsh. Zwickau, an der Zwickauer Mulde und der Staatsbahnlinie Werdau-Aue, mit Zwickau durch eine elektrische Straßenbahn verbunden, hat eine evang. Kirche, Kammgarnspinnerei, Porzellanfabrik, mechanische Weberei und Färberei, Fabrikation von keramischen und Glasfarben, Steinkohlenbergbau und (1905) 5656 Einw. S. ist Sitz des Erzgebirgischen Steinkohlenaktienvereins.
 
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Schedĭasma (griech.), das aus dem Stegreif nachlässig Gesagte, Geschriebene, Ausgeführte.
 
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Schedĭr, der hellste Stern (α) in der Kassiopeja, ein veränderlicher Stern, dessen Helligkeit zwischen 2,2. und 2,8. Größe schwankt.

 

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