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Schauer bis Schaufeln (Bd. 6, Sp. 706 bis 707)
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Artikelverweis Schauer, Unwetter, Hagel, Platzregen, meist soviel wie Bö (s. d.); vgl. auch Schauder.
 
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Schauer (das; entstanden aus Scheuer), offener Schuppen, Wetterdach, z. B. Wagenschauer.
 
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Schauer, Joh. Konrad, Botaniker, s. Schau.
 
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Schauerleute (holländ. schouwer, von schouw Schauke, einem flachen Schauerprahm), Schiffslader, bei den Schiffen arbeitende Hafenarbeiter (besonders in Hamburg).
 
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Schauerschlange, s. Meyers Klapperschlange.
 
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Schaufäden, s. Meyers Zizit.
 
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Schaufel (Schippe, Schüppe), spatenförmiges Werkzeug aus Holz oder Eisen zum Aufnehmen und Fortschaffen loser, auch flüssiger Materialien; auch ein Bestandteil der Wasserräder.

[Bd. 6, Sp. 707]



 
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Schäufelein (Schäufelin), Hans Leonhard, Maler, geb. vor 1490 in Nürnberg, war dort bis 1505 Schüler und Gehilfe Dürers, 1512 in Augsburg tätig, erhielt 1515 in Nördlingen das Bürgerrecht und starb um 1540 daselbst. Schäufeleins Kunstweise steht ganz unter dem Einfluß Dürers, seine Zeichnung und sein Kolorit sind aber oft handwerksmäßig, und seine Charakteristik leidet an Übertreibung. Seine Hauptwerke sind: das Abendmahl (1511, Berliner Galerie), Altarwerk mit der Krönung Mariä (1513, Klosterkirche in Anhausen), Belagerung von Bethulia mit der Geschichte von Judith und Holofernes (1515, Wandgemälde im Rathaus zu Nördlingen), der Zieglersche Altar mit der Beweinung Christi (Georgskirche daselbst, vier Tafelbilder davon im Rathaus). Neben Burgkmair war S. der fruchtbarste Zeichner für den Holzschnitt seiner Zeit; außer 118 Blättern für den »Theuerdank« und einer Passion in 35 Blättern (1507) hat er eine Menge Illustrationen für die Offizinen Schönspergers, Othmars, Leonhard Steiners, Weißenhorns in Augsburg, Pinders in Nürnberg etc. geliefert. Sein Sohn Hans, ebenfalls Maler, ließ sich in Freiburg in der Schweiz nieder. Vgl. Thieme, Hans Leonhard Schäufeleins malerische Tätigkeit (Leipz. 1892).
 
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Schaufelgeweih, s. Meyers Geweih, S. 781.
 
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Schaufelkünste, s. Meyers Paternosterwerke.
 
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Schaufeln, die Gehörne des Elch- und Damwildes, s. Meyers Geweih; auch soviel wie Schaufelzähne.

 

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