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Schaubrote bis Schauer (Bd. 6, Sp. 706)
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Artikelverweis Schaubrote (hebr. lechem happanīm, Denkbrote), zwölf ungesäuerte Brotkuchen aus Weizenmehl, nach der Zahl der zwölf israelitischen Stämme, wurden von den Kehathiten für jeden Sabbat neu bereitet, im Heiligen der Stiftshütte und des Tempels auf einem mit Goldblech überzogenen, mit einem Goldkranz umzogenen Tisch (Schaubrottisch, schulchan happanĭm) von Akazienholz mit Weihrauch in zwei Reihen aufgestellt und fielen den Priestern zu. Jedes Brot war 10 Handbreit lang, 5 Handbreit breit und 7 Fingerbreit dick. Vgl. 3. Mos. 24, 4 ff.
 
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Schauder (Schauer), eine reflektorische Zusammenziehung der Haut, womit eine zitternde Bewegung verbunden ist. Schrecken und Furcht sind die gewöhnlichen Ursachen, doch tritt S. auch z. B. beim Urinlassen ein, wenn die leeren Blasenwände sich berühren, ebenso bei der Einführung des Katheters in die Blase. Bei Pferden sieht man deutlich die Zuckungen der stark entwickelten Hautmuskeln beim S. Über einen geringern Grad von S., den Schauer, s. Meyers Frost.
 
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Schaudinn, Fritz, Zoolog, geb. 19. Sept. 1871 zu Röseningken in Ostpreußen, gest. 22. Juni 1906 in Hamburg, studierte in Berlin, wurde 1894 Assistent von Eilhard Schulze am Zoologischen Institut, habilitierte sich 1898 als Privatdozent an der Universität und unternahm mit Römer auf dem Dampfer Helgoland eine Expedition nach Spitzbergen, die zu einer umfassenden Bearbeitung der arktischen Fauna führte (»Fauna arctica«, Jena 1900 ff.). Seit 1892 hatte S. mit großem Erfolg über Protozoen gearbeitet und namentlich phylogenetische Spekulationen einer Stammesgeschichte der Kernteilung verfolgt, seit 1896 widmete er sich mit Siedlecki der Erforschung pathogener Protozoen und entdeckte den Generationswechsel der Coccidien. 1900 wurde er in das kaiserliche Gesundheitsamt berufen, erhielt den Auftrag, ein von ihm zu leitendes Institut für Protozoenkunde in Lichterfelde zu errichten, und wurde zunächst an die Zoologische Station in Rovigno entsandt, um seine Protozoenforschungen fortzuführen und namentlich das Malariaproblem vom zoologischen Standpunkt zu studieren. Von seinen zahlreichen anderweitigen Untersuchungen sind besonders die über den Erreger der Dysenterie und über den Generationswechsel von Trypanosoma und Spirochaete hervorzuheben. 1904 kehrte S. nach Berlin zurück, 1905 entdeckte er in der Spirochaete pallida den Syphiliserreger, und 1906 ging er als Leiter der Protozoenabteilung am Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten nach Hamburg. Für das Sammelwerk »Deutsch-Ostafrika« (Bd. 4, Berl. 1898) bearbeitete er die Rhizopoden und für das »Tierreich« die Heliozoen (das. 1896). 1902 begründete er das »Archiv für Protistenkunde« (Jena) und 1906 die »Freie Vereinigung für Mikrobiologie«.
 
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Schaueinrichtungen der Pflanzen, soviel wie Meyers Schaugebilde (s. d.).
 
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Schauen (Schönen), s. Meyers Färberei, S. 322.
 
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Schauenburg, Grafschaft, s. Meyers Schaumburg 1).
 
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Schauensee, Schloß, s. Meyers Kriens.
 
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Schauenstein, Stadt im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Naila, in hoher Lage am rechten Ufer der Selbitz, 607 m ü. M., hat eine evang. Kirche, ein Schloß, Baumwollweberei und -Zwirnerei, Stickerei, Holzschleiferei, eine Schuhwarenfabrik, eine Eisenhütte und (1905) 1126 evang. Einwohner. S. erhielt 1422 Stadtrecht. 1865 brannte es fast ganz nieder.
 
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Schauer, soviel wie Meyers Bracker (s. d.); auch soviel wie Meyers Schauerleute (s. d.).
 
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Schauer, Unwetter, Hagel, Platzregen, meist soviel wie Bö (s. d.); vgl. auch Schauder.
 
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Schauer (das; entstanden aus Scheuer), offener Schuppen, Wetterdach, z. B. Wagenschauer.

 

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