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Dauren bis Daventry (Bd. 4, Sp. 546)
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Artikelverweis Dauren, tungusisches Volk beiderseits des Nonni, eines Nebenflusses des Sungari. S. Tungusen.
 
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Daurien (spr. da-ūrĭen), Alpenland in Sibirien, zwischen dem Ostufer des Baikalsees und dem Argunfluß (an der chinesischen Grenze), gehört zur Provinz Transbaikalien (s. d.).
 
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Dausch, Konstantin, Bildhauer, geb. 30. Nov. 1841 zu Waldsee in Oberschwaben, wo er erst als Steinmetz arbeitete, kam dann nach München, war dort eine Zeitlang bei der plastischen Ausschmückung des neuen Rathauses beschäftigt, besuchte dann die Kunstschule und wanderte 1869 nach Rom. Hier gründete er 1873 ein Atelier, in dem er zuerst das Gipsmodell einer kolossalen Gruppe: Simson und Delila, schuf. Unter seinen spätern Werken, deren Formbildung sich eng an den Klassizismus der Antike anschließt, sind hervorzuheben: die Reliefs der vier Jahreszeiten, Erato, Kalliope und Erato, eine Bacchantin, eine Flora, die Reliefs: Tag und Nacht, Euterpe, die kolossalen Gruppen: Alter und Jugend und Siegfried mit dem Drachen, eine Ägypterin, der Isis huldigend, und eine ägyptische Königstochter.
 
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Dauseh, s. Meyers Dôsseh.
 
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Dautzenberg, Johan Michael, fläm. Schriftsteller, geb. 6. Dez. 1808 zu Heerle im Limburgischen, gest. 4. Febr. 1869 in Elsene, versah erst eine Schreiberstelle, war dann Hilfsschullehrer an verschiedenen Orten und erhielt endlich 1839 einen Posten bei der Société générale in Brüssel. D. gehörte zu den tüchtigsten Kämpfern für die flämische Sprache und war zugleich einer derjenigen, die alles Heil für dieselbe nur in dem innigsten Anschluß an Deutschland erblickten. Sein bekanntestes Werk ist das »Volksleesboek« (Brüssel 1854), das er ebenso wie die »Verhalen uit de geschiedenis van België« (Gent 1856, 3. Aufl. 1867) gemeinsam mit van Duyse verfaßte, und das vier Preise davontrug. Auch als Übersetzer aus dem Französischen und Deutschen ins Flämische war er tätig, wie er umgekehrt Nolet de Brauweres Gedicht »Das große deutsche Vaterland« (1857) aus dem Flämischen ins Deutsche übertrug. Seine Gedichte gab teils er selbst (Brüssel 1850), teils nach seinem Tode sein Schwiegersohn Frans de Cort (»Verspreideen nagelatene gedichten«, das. 1869; 2. Aufl. 1875) heraus. 1857 begründete er die pädagogische Zeitschrift »De Toekomst«.
 
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Dauw, s. Meyers Zebra.
 
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Dav., bei Tiernamen Abkürzung für Thomas Davidson (s. d.).
 
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Davel (spr. -well), Johann Daniel Abraham, politischer Märtyrer, geb. 1667 in Cully am Genfer See als Sohn eines Pfarrers, diente als Offizier in Piemont, Holland und Frankreich und zeichnete sich, heimgekehrt, im zweiten Villmerger Krieg von 1712 aus, wofür ihn der Rat von Bern zu einem der vier Landmajore der Waadt ernannte. Religiöse Verfolgungen seitens der Berner gegen die mit der Consensusformel nicht einverstandene Waadtländer Geistlichkeit reisten in D. den Plan, die Waadt von der Herrschaft Berns zu befreien. Am 31. März 1723 rückte er plötzlich mit 600 Mann in Lausanne ein, legte dem Stadtrat ein Manifest vor, worin der Regierung von Bern eine Menge von Fehlern vorgeworfen wurde, und forderte ihn auf, sich an die Spitze des Befreiungswerkes zu stellen. Der Rat berichtete jedoch den Vorgang sofort nach Bern, und D. ward verhaftet, gefoltert und 24. April enthauptet. 1842 ward ihm bei Cully ein Denkmal gesetzt. Vgl. »Mémoires pour servir à l'histoire des troubles arrivés en Suisse à l'occasion du Consensus« (Amsterd. 1728); Olivier, Le major D. (Lausanne 1842); Levinson, Le major D. (das. 1895).
 
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Davenant (spr. däwwĭnĕnt), William, engl. Dramatiker und Theaterunternehmer, geb. im Februar 1606 in Oxford, gest. 7. April 1668, kam als Page der Herzogin von Richmond an den Hof und in die Familie von Fulke Greville, dem Freunde Sidneys. Nach dem Tode seines Gönners wandte sich D., der schon mit 12 Jahren eine »Ode in remembrance of master Shakespeare« geschrieben hatte, dem Theater zu, schrieb 1629 ein Trauerspiel: »Albovine, king of the Lombards«, dem er bald zwei Schauspiele: »The cruel brother« und »The just Italian«, folgen ließ, und 1634 die Maske: »The temple of love«, die von der Königin und ihren Hofdamen in Whitehall ausgeführt werden sollte. Auch die Heldentaten des Prinzen Rupert zur See besang er in einem Gedicht (»Madagascar«, 1635). Nach Ben Jonsons Tod erhielt er dessen Stelle als Hofdichter (1638) und wurde 1639 Direktor der königlichen Schauspiele. Im Bürgerkriege zeichnete er sich ml Dienste des Königs aus, wurde zum Ritter geschlagen, zag sich aber, als Karl I. unterlag, nach Frankreich zurück, wo er zum Katholizismus übertrat. Auf einer Expedition nach Virginien geriet er in die Gefangenschaft der Parlamentspartei. Im Gefängnis zu Cowes Castle setzte er sein schon in Frankreich begonnenes Heldengedicht »Gondibert« fort; er gab es heraus, während er im Tower saß (1651); von Hobbes ward es der »Äneide« und »Ilias« gleichgestellt. Aus der Hast entlassen, eröffnete D. im Mai 1656 ein Schauspielhaus, Rutland House, indem er das von den Puritanern erlassene Verbot dramatischer Darstellungen dadurch umging, daß er »Opern« ausführte, wie sie in Italien und Frankreich eben Mode wurden; so brachte er den ersten Teil seiner »Siege of Rhodes«, mit Instrumental- und Vokalmusik, häufigem Szenenwechsel reich ausgestattet, auf die Bühne (gedruckt 1663, 2 Tle.). Zum erstenmal wirkten hier Schauspielerinnen mit. Zwei ähnliche Stücke folgten: »Cruelty of the Spaniards in Peru« (1658) und »History of Sir Francis Drake« (1659). Nach der Restauration erhielt D. ein Patent zu einer Theatergesellschaft und führte jetzt den klassizistischen Geschmack, den Reim und die reiche Szenerie der Pariser Theater in London ein, wodurch er, obwohl selbst noch Bearbeiter Shakespearescher Stücke (»Tempest«, »Macbeth«, »J. Caesar« u. a.), das englische Drama für immer aus seiner nationalen Bahn drängte. D. ward in der Westminsterabtei beigesetzt. Seine Werke erschienen gesammelt London 1672, dann mit einer Lebensbeschreibung von Laing und Maidment in Edinburg (187274, 5 Bde.).
 
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Davenport (spr. däwwenpōrt), Hauptstadt der Grafschaft Scott im nordamerikan. Staat Iowa, am Mississippi, der hier Stromschnellen bildet, durch eine Brücke mit der gegenüberliegenden Stadt Rock Island (s. d.) in Illinois verbunden, hat eine naturwissenschaftliche Akademie, höhere Schulen, bedeutende Industrie (1900: 418 Betriebe, 4348 Arbeiter und 11,573,670 Doll. Produktionswert) in Maschinen, Ackergeräten, Biskuits etc., umfangreichen Getreidehandel und zählt (1900) 35,254 Einw. Das steuerpflichtige Eigentum betrug 1900: 15,6 Mill., die städtische Schuld 275,000 Doll.
 
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Daventry (spr. däwwēntrĭ, lokal: dāntrĭ), Stadt (municipal borough) in Northamptonshire (England), nahe den Quellen von Avon und Neu, mit einer schönen Heiligkreuzkirche, treibt Schuhwarenfabrikation und zählt (1901) 3780 Einw.

[Bd. 4, Sp. 547]


 

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