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Dauerlaute bis Daumas (Bd. 4, Sp. 542 bis 543)
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Artikelverweis Dauerlaute (lat. Continuae), s. Meyers Lautlehre.
 
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Dauerritt, s. Meyers Distanzritt.
 
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Dauerschlaf, s. Meyers Schlafsucht.
 
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Dauersporen, Sporen, die erst nach längerer oder kürzerer Ruhezeit zu einer neuen Pflanze auskeimen, wie die Teleutosporen der Rostpilze, die Sporen mancher Algen und Bakterien. Sie besitzen große Widerstandskraft und bleiben lange keimfähig.
 
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Dauertypen (persistente Lebensformen), Pflanzen und Tiere, die einen sehr langen Zeitraum durchlebt haben, ohne auszusterben oder wesentlich ihre Organisation zu ändern. Sie kommen namentlich in den niedern Klassen der beiden Reiche vor, z. B. bei den Protozoen, Korallen, Mollusken etc., von denen viele lebende Gattungen bis zur Silurzeit zurückreichen, viel seltener unter den Wirbeltieren, von denen nur einige Fische, wie Polypterus, Lepidosteus u. a., sehr nahe Verwandte in alten Formationen besitzen. Unter den höhern Wirbeltieren kennt man keine D.; selbst die niedersten Sänger, wie Schnabel- und Beuteltiere. erscheinen ihren Vorfahren gegenüber stark verändert. Je weniger spezialisiert, d. h. an besondere Lebensbedingungen angepaßt ein Organismus ist, um so länger kann er sich veränderten Verhältnissen anpassen; stark spezialisierte Formen, wie z. B. die Dinosaurier, Flugeidechsen, sind leichter dem Aussterben ausgesetzt. Vgl. Huxley, Über persistente Lebenstypen (m den »Reden und Aufsätzen«; deutsch, Berl. 187)).
 
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Dauerverband, s. Meyers Wunde.
 
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Daulatabad, Städtchen im britisch-ind. Vasallenstaat Haidarabad, 16 km nordwestlich von Aurangabad, mit etwa 1200 Einw., berühmt wegen seines Forts, von alters her Hauptbollwerk der Herrscher des Dekhan, eines 166 m hohen Granitfelsens, der bis zu 63 m völlig senkrecht aufsteigt und oben eine nur wenige Quadratmeter große Plattform hat, auf der

[Bd. 4, Sp. 543]


ein Vierundzwanzigpfünder nehen einem Flaggenstock steht. Das Fort ist umgeben von drei Befestigungslinien und einem 10 m breiten Graben. Im Felsen selbst geht ein enger Gang zu einer eingehauenen Halle, von der man auf einer Wendeltreppe zur Plattform aufsteigt. Nahe dem Graben steht eine 1294 von den Mohammedanern nach der ersten Eroberung des Platzes errichtete Moschee. Die Stadt, ursprünglich Dewagiri genannt, war zuerst die starke Feste eines Hindureichs, wurde 1294 von Ala ed-din (Mohammed Shah I.) genommen; doch empörte sie sich wiederholt, bis sie 1339 Mohammed II. ibn Toghluq an Stelle Dehlis, das völlig geräumt wurde, zu seiner Residenz machte und D. (»glückliche Stadt«) nannte. Nun blühte die Stadt schnell auf. Später kam sie in den Besitz des Nizams von Haidarabad und verfiel wieder.
 
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Daulésches Verfahren, s. Stereotypie.
 
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Dauletschâh, Ben Alâ ud Daula Bachtîschâh, pers. Literarhistoriker, geboren in Samarkand in der ersten Hälfte des 15. Jahrh. aus vornehmem Geschlecht, gest. 1494 oder 1495, schrieb 1487 »Teskiret uschschu'arâ« (»Biographien der Dichter«, hrsg. von Browne, Leiden 1901, in türk. Bearbeitung 1843 in Konstantinopel gedruckt). Das Werk enthält in sieben Büchern und einem Anhang eine (leider wenig kritische) biographisch-anthologische Darstellung von ungefähr 140 persischen Dichtern, wozu noch in der Einleitung zehn berühmte arabische Dichter kommen. Über Auszüge daraus vgl. Pertsch, Persische Handschriften, S. 598 (Berl. 1888).
 
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Daulis, im Altertum Stadt in Phokis, an der Straße von Orchomenos nach Delphi auf einem steilen Felsen gelegen, Sitz des Königs Tereus und Schauplatz der Mythe von der Philomele und Prokne, wurde erst von den Persern, dann von Philipp von Makedonien am Ende des Phokischen Krieges zerstört, war aber noch in der Römerzeit eine starke Festung. Jetzt steht dort das Dorf Davlia mit Trümmern der alten Stadt.
 
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Daumas (spr. domá), Eugène, franz. General, geb. 4. Sept. 1803, gest. Anfang Mai 1871, trat 1822 in die Armee, beteiligte sich seit 1835 an den Feldzügen gegen Abd el Kader, leitete dann das arabische Departement in Algerien und wurde 1850 als Direktor der algerischen Angelegenheiten in das Kriegsministerium berufen. 185859 war er Präsident der Pariser Geographischen Gesellschaft. D. veröffentlichte: »Exposé de l'état actuel de l'Algérie, etc.« (Algier 1841); »Le Sahara algérien« (Par. 1845); »Le grand désert, ou itinéraire d'une caravane du Sahara an pays des nègres« (3. Aufl. 1861); »La grande Kabylie« (1847, mit Fabar); »Mœurs et coutumes de l'Algérie« (1853, 4. Aufl. 1864); »Les chevaux du Sahara« (1851, 7. Aufl. 1874; deutsch, 2. Aufl., Berl. 1858), sein für die Pferdezucht wichtiges Hauptwerk mit einem interessanten Kommentar Abd el-Kaders; »La Kabylie« (1857); »La vie arabe et la société musulmane« (1869) u. a.

 

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