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Dauben bis Daude de Pradas (Bd. 4, Sp. 541)
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Artikelverweis Dauben, s. Meyers Faß.
 
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Daubensee, s. Meyers Dubensee.
 
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Daubenton (spr. dobangtóng), Louis Jean Marie, Naturforscher, geb. 29. Mai 1716 zu Montbar in Burgund, gest. 31. Dez. 1799 in Paris, studierte in Paris Medizin, praktizierte in seiner Vaterstadt, ward 1745 Aufseher und Erklärer am naturhistorischen Kabinett in Paris, 1783 Lehrer an der Veterinärschule zu Alfort, 1795 Professor der Naturgeschichte an der Normalschule in Paris und Direktor des naturhistorischen Kabinetts daselbst. Er lieferte zu den fünf ersten Bänden der Buffonschen Naturgeschichte anatomische Beiträge, die in wissenschaftlicher Hinsicht den bedeutendsten Teil des ganzen Werkes bilden. Im Akklimatisationsgarten zu Paris wurde ihm eine Marmorstatue (von Godin) errichtet.
 
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Daubentonscher Okzipitālwinkel, s. Meyers Schädel.
 
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Daubigny (spr. dobinji), Charles François, franz. Maler, geb. 15. Febr. 1817 in Paris, gest. daselbst 19. Febr. 1878, Schüler seines Vaters, eines Miniaturmalers, und P. Delaroches, beteiligte sich bereits seit 1838 mit Landschaften klassischer Richtung an den Ausstellungen, kam aber erst zu Anfang der 50er Jahre zu voller Entwickelung und allgemeiner Anerkennung. Sein Streben war darauf gerichtet, ein ungeschminktes und unmittelbares Abbild der Natur ohne jede poetische Zutat zu liefern. Zu diesem Zweck wählte er die reizlosesten und unscheinbarsten Motive, nur allein nach der absoluten Wahrheit strebend. Gleichwohl gab aber stets ein gewisses Stimmungselement den Ton für seine delikate Färbung an. Zuletzt verlor er sich in eine Skizzenhaftigkeit, die sich mit der Wiedergabe des allgemeinen Eindrucks begnügte. Seine Hauptwerke sind: die Schleuse im Tal zu Opteroz (1853), der Frühling (1857) und die Weinlese in Burgund (1863, beide im Louvre), die Ufer der Oise (1859), der Mondaufgang und die Mühlen in Dordrecht (1872). Seine Malweise hat viele Nachahmer gefunden. Er veröffentlichte: »Voyage en bâteau«, Album von 15 Radierungen, mit Vorrede von Fr. Henriet (Par. 1862). Vgl. K. Daubigny, Charles D. et son œuvre (Par. 1875); Henriet, Charles D. et son œuvre (2. Aufl, das. 1878). Sein Sohn Karl Pierre D., geb. 9. Juni 1846, gest. im Mai 1886, ist ebenfalls als Landschaftsmaler in der Art seines Vaters tätig gewesen.
 
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Daublebsky von Sterneck zu Ehrenstein, Maximilian, Freiherr, österreich. Admiral, geb. 14. Febr. 1829 in Klagenfurt, gest. 5. Dez. 1897 in Wien, war der Sohn des Geheimrats Joseph, Freiherrn D. (gest. 1848), aus einem alten böhmischen Adelsgeschlecht. In der Schlacht bei Lissa (20. Juli 1866) befehligte er als Linienschiffskapitän die Panzerfregatte Erzherzog Ferdinand Max, das Admiralschiff Tegetthoffs, mit der er das italienische Admiralschiff Red'Italia in den Grund bohrte. 1872 zum Konteradmiral ernannt, unternahm er mit dem Grafen Hans Wilczek eine Fahrt auf der Jacht Isbjören nach Novaja Semlja zur Unterstützung der österreichisch-ungarischen Nordpol-Expedition unter Payer und Weyprecht. Von 187375 Befehlshaber des Geschwaders im Mittelländischen Meer, ward er hierauf Seearsenals-Kommandant in Pola, 1883 Vizeadmiral, 1884 Marinekommandant und Chef der Marinesektion des Reichskriegsministeriums, 1888 Admiral. Seine Witwe gab heraus: »Max Freiherr von Sterneck, Erinnerungen aus den Jahren 18471897« (mit biographischer Skizze von I. v. Benko, Wien 1900). Demselben Geschlecht gehört an Moritz, Ritter von D., österreich. General, geb. 24. Mai 1836 in Prag als Sohn eines Rechtsgelehrten, machte als Generalstabsoffizier die Feldzüge von 1859,1864 und 1866 mit. 1869 war er Generalstabschef Auerspergs in Süddalmatien, 1880 wurde er Generalmajor, 1885 Feldmarschalleutnant, im Oktober 1891 Stadtkommandant von Wien und trat 1893 als Feldzeugmeister in den Ruhestand.
 
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Daubrée (spr. dobrē'), Gabriel Auguste, Geolog, geb. 25. Juni 1814 in Metz, gest. 29. Mai 1896 in Paris, besuchte seit 1834 die polytechnische Schule in Paris, wurde 1838 Bergbauingenieur im Departement Niederrhein, 1839 Professor der Mineralogie und Geologie zu Straßburg, 1855 Chefingenieur der Bergwerke, 1861 Professor der Geologie am Musée d'histoire naturelle in Paris und 1862 auch Professor der Mineralogie an der Ecole des mines, 1867 Generalinspektor der Bergwerke und 1872 Direktor der Ecole nationale des mines. Er arbeitete über das Auftreten von Gold im Bett und Tal des Rheins, über Entstehung der eisenhaltigen Mineralien in den Seen und Mooren (1843) und über die Erzlagerstätten Skandinaviens. Sein Hauptverdienst besteht in der Anwendung des Experiments auf geologische Fragen. Durch Einwirkung von Wasserdampf auf glühende Metallchloride erhielt er Zinnstein, Eisenglanz und Quarz; mit Hilfe von überhitztem Wasser verwandelte er Ton in Glimmer, vulkanisches Glas in Trachyt, Holz in Anthrazit und stellte eine Reihe von Silikaten dar. Andre Arbeiten betrafen die Meteoriten, die kapillare Infiltration von Wasser bei Gegendruck, die Entstehung von Sand und Schotter, die transversale Schieferung, die Spaltenbildung, die Umwandlung von Serpentin in Olivin, die Bildung von Schwefelmetallen und Zeolithen etc. Er schrieb: »Description géologique et minéralogique du département du Bas-Rhin« (Straßb. 1852); »Observations sur le metamorphisme« (Par. 1858; deutsch von Söchting, Berl. 1861); »Recherches expérimentales sur le striage des roches du an phénomène erratique« (1858); »Recherches expérimentales sur des phénomènes qui ont pu produire le metamorphisme« (185760); »La chaleur intérieure du globe« (1866); »Expériences synthétiques relatives aux météorites« (1868); »Substances minérales« (1868); »Études synthétiques de géologie expérimentale« (1879; deutsch von Gurlt, Braunschw. 1880); »Les météorites et la constitution du globe terrestre« (1887); »Les eaux souterraines« (1887, 3 Bde.); »Les régions invisibles du globe et des espaces célestes« (1889).
 
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Daubréelith, eine seltene Eisenchromschwefelverbindung FeS. Cr2S3, die sich in schwarzen, zuweilen bronzefarbig angelaufenen metallischen Körnchen und Blättchen in einigen Meteoreisen gefunden hat.
 
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Daucus, s. Meyers Mohrrübe.
 
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Daud., bei Tiernamen Abkürzung für François Marie Daud in (s. d.).
 
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Daude de Pradas (spr. dáude de pradas), altprovenzalischer Dichter, s. Meyers Provenzalische Sprache u. Literatur.

 

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