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Datio bis Datteln (Bd. 4, Sp. 538 bis 539)
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Artikelverweis Datio (lat.), die Handlung des Gebens. D. in solutum, Überlassung von Sachen an Zahlungs Statt (s. Meyers Annahme an Zahlungs Statt).
 
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Datisca L. (Streichkraut, Strichkraut), Gattung der Datiskazeen, Stauden vom Habitus des Hanfs, mit wechselständigen, tief eingeschnittenen, dreizähligen oder meist unpaarig gefiederten Blättern, kleinen Blüten in rispigen Trauben und vielsamigen Kapseln, kommt in zwei Arten vor. D. cannabina L. (gelber Hanf), im westlichen Asien bis Ostindien, 1,52 m hoch, wird in Ostindien zum Gelbfärben der Seide benutzt, bei uns als Zierpflanze kultiviert. Der Stengel liefert spinnbare Bastfaser. Blätter und Wurzel enthalten Datiscin C21H22O12, ein in farblosen Nadeln kristallisierendes, in Wasser schwer, in Alkohol leicht lösliches Glykosid, das neutral reagiert, mit Alkalien tiefgelbe Lösungen gibt und durch verdünnte Säuren in Zucker und Datiscetin C15H10O6 gespalten wird. Letzteres gibt heim Schmelzen mit Ätzkali Salizylsåure.
 
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Dativ, s. Meyers Kasus.
 
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Dato (ital.), Datum (jetzt im Italienischen nur: la data); ad., de d., von d., auf d., nach d., in der Kaufmannssprache: von heute ab, besonders für den Verfalltag von Wechseln gebräuchlich; daher Datowechsel, ein Wechsel, der binnen einer bestimmten Frist nach dem Tage der Ausstellung fällig ist, z. B. »drei Monate d. (a d.) zahlen Sie«. Datoklausel, die Bezugnahme auf den Ausstellungstag.
 
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Datolith, Mineral, ein Kalkborosilikat (vgl. Silikate) H2Ca2B2Si2O10, mit 21,8 Borsäure und 5,6 Wasser, findet sich in kurz säulenförmigen oder dick tafelartigen, monoklinen Kristallen, seltener in grobkörnigen Aggregaten, ist wasserhell, grünlich- und graulichweiß, glasglänzend, durchsichtig bis durchscheinend. Härte 55,5, spez. Gew. 2,93. Er kommt meist in Drusen und auf Klüften von Diabas-, Gabbro- und Serpentingesteinen vor, so bei Andreasberg, Niederkirchen in Rheinbayern, an der Seiser Alpe, zu Theiß in Tirol, zu Toggiana in Modena, im Apennin bei Bologna, bei Bergenhill in New Jersey etc., sodann auf Magneteisenlagern auf Utö und bei Arendal, am letztern Ort auch in traubigen und faserigen Überzügen auf Kalkspat als sogen. Botryolith.
 
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Dátscha (russ.), Landhaus, Sommerwohnung.
 
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Datschitz (tschech. Dačice), Stadt in Mähren, an der Thaya und der Lokalbahn Teltsch-Zlabings, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ein altes und ein neues Schloß mit Park, treibt Spiritusbrennerei, Bierbrauerei, Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen, Brettsäge, Käserei und zählt (1900) 2802 meist tschech. Einwohner.
 
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Datt, Johann Philipp, Rechtsgelehrter, geb. 29. Okt. 1654 in Eßlingen, gest. 28. Febr. 1722 in Stuttgart, stand seit 1684 im politischen Dienst seiner

[Bd. 4, Sp. 539]


Vaterstadt und wurde 1695 württembergischer Regierungs- und Konsistorialrat in Stuttgart. Seinen Ruhm begründete das noch heute für das mittelalterliche Staatsrecht wichtige Werk über den ewigen Landfrieden von 1495: »Volumen rerum Germanicarum novum sive de pace imperii publica libri V« (Ulm 1698).
 
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Dattel, s. Meyers Phoenix.
 
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Dattelmuschel, s. Meyers Bohrmuscheln.
 
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Datteln, Dorf im preuß. Regbez. Münster, Kreis Recklinghausen, am Dortmund-Emskanal, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Dampfsäge- und Dampfmahlmühle, treibt Steinkohlenbergbau und hat (1900) 3911 Einw.

 

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