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Datarĭa bis Dato (Bd. 4, Sp. 538)
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Artikelverweis Datarĭa (D. apostolica, Datarie), eine päpstliche Verwaltungsbehörde, die kirchliche Gnadensachen, Dispensationen etc. expediert, auch kleinere Pfründen besetzt. An ihrer Spitze steht ein Kardinal, Prodatarius, unter ihm ein Datarius und mehrere Subdatarien. Der Name D. ist von der Unterschrift der Erlasse: »Datum Romae, apud S. Petrum« (»Gegeben zu Rom, beim heil. Peter [im Vatikan]«), entlehnt.
 
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Datchet (spr. dättschĕt), Dorf in Buckinghamshire (England), Windsor gegenüber, war Schauplatz von Falstaffs Abenteuern mit den »Lustigen Weibern von Windsor«.
 
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Dat, donat, dedĭcat (lat., abgekürzt d. d. d.), »gibt, weiht, widmet«, bei den Römern übliche Inschrift auf Göttern geweihten Gegenständen, noch jetzt in lateinischen Schriften Formel der Dedikation.
 
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Daten (Data, lat., Mehrzahl von Datum, s. d.). Tatsachen, Tatsächliches; bei Euklid und andern Geometern Sätze, die aussagen, daß, wenn gewisse Dinge gegeben, andre mitgegeben sind.
 
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Dateylung, s. Meyers Grundteilung.
 
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Dati, Carlo Roberto, ital. Gelehrter, geb. 2. Okt. 1619 in Florenz, gest. daselbst 11. Jan. 1676, ward 1640 unter dem Namen Smarrito (der »Verwirrte«) Mitglied de r Accademia della Crusca und reger Mitarbeiter an der dritten Ausgabe von deren Wörterbuch und 1648 Professor der alten Sprachen zu Florenz. Sein Hauptwerk sind die »Vite de' pittori antichi« (Flor. 1667; neue Ausg., Mail. 1831). Weiter sind zu erwähnen der »Discorso dell' obbligo di ben parlar la propria lingua« (Flor. 1657, neue Ausg. 1870) und die »Prose florentine raccolte dallo Smarrito«, ein Band (das. 1661), fortgesetzt von Bottari u. a. (das. 171645, 17 Bde.). Die »Lettere« gab Moroni (Flor. 1825) heraus. Vgl. Fontani, Elogio di C. R. D. (Flor. 1794).
 
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Datieren, s. Meyers Datum.
 
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Datio (lat.), die Handlung des Gebens. D. in solutum, Überlassung von Sachen an Zahlungs Statt (s. Meyers Annahme an Zahlungs Statt).
 
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Datisca L. (Streichkraut, Strichkraut), Gattung der Datiskazeen, Stauden vom Habitus des Hanfs, mit wechselständigen, tief eingeschnittenen, dreizähligen oder meist unpaarig gefiederten Blättern, kleinen Blüten in rispigen Trauben und vielsamigen Kapseln, kommt in zwei Arten vor. D. cannabina L. (gelber Hanf), im westlichen Asien bis Ostindien, 1,52 m hoch, wird in Ostindien zum Gelbfärben der Seide benutzt, bei uns als Zierpflanze kultiviert. Der Stengel liefert spinnbare Bastfaser. Blätter und Wurzel enthalten Datiscin C21H22O12, ein in farblosen Nadeln kristallisierendes, in Wasser schwer, in Alkohol leicht lösliches Glykosid, das neutral reagiert, mit Alkalien tiefgelbe Lösungen gibt und durch verdünnte Säuren in Zucker und Datiscetin C15H10O6 gespalten wird. Letzteres gibt heim Schmelzen mit Ätzkali Salizylsåure.
 
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Dativ, s. Meyers Kasus.
 
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Dato (ital.), Datum (jetzt im Italienischen nur: la data); ad., de d., von d., auf d., nach d., in der Kaufmannssprache: von heute ab, besonders für den Verfalltag von Wechseln gebräuchlich; daher Datowechsel, ein Wechsel, der binnen einer bestimmten Frist nach dem Tage der Ausstellung fällig ist, z. B. »drei Monate d. (a d.) zahlen Sie«. Datoklausel, die Bezugnahme auf den Ausstellungstag.

 

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