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Dassow bis Datarĭa (Bd. 4, Sp. 538)
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Artikelverweis Dassow, Flecken in Mecklenburg-Schwerin, am Einfluß der schiffbaren Stepenitz in den Dassower Binnensee (rechts zur Trave), mit einer evang. Kirche, hat Dampfmolkerei, Fischerei und zählt (1900) 1759 Einw. Die Oberhoheit über den Dassower See ist 1890 dem Staate Lübeck vom Reichsgericht zugesprochen. S. Karte »Lübeck« (Staatsgebiet).
 
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Dasychira, s. Meyers Buchenspinner.
 
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Dasymēter (Baroskop, Luftwage, Wagemanometer), ein von Guerike 1650 erfundenes Instrument, das die Veränderungen der Dichtigkeit der Luft erkennen läßt. Es besteht aus einem Wagebalken, der an einem Ende einen mit Luft gefüllten und zugeschmolzenen Glasballon, am andern ein kleines verstellbares Gold- oder Platingewicht trägt. Hält das Gewicht dem Ballon bei einer bestimmten Dichtigkeit der Luft das Gleichgewicht, so senkt sich der Ballon nach dem Archimedischen Gesetz bei abnehmender und steigt bei zunehmender Dichtigkeit der Luft. Auch ist D. ein Apparat zur Bestimmung des Kohlensäuregehalts der Rauchgase und zur Prüfung des Leuchtgases (Gaswage).
 
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Dasypodidae (Gürteltiere), Familie der Zahnlücker (s. d.).
 
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Dasypodĭus (Rauhbein, Hase), Konrad, Mathematiker, geb. 1530 (1529) in Frauenfeld, gest. 26. April 1600 in Straßburg als Professor der Mathematik an der Akademie und Kanonikus an der Thomaskirche daselbst. D. war Lehrer und Ephorus an dem Gymnasium Argentinense (jetzigem protest. Gymnasium) und verfaßte wohl das erste für den Unterricht an einem Gymnasium bestimmte Lehrbuch: »Institutionum mathematicarum erotemata« (1593). Er ist auch der Schöpfer der berühmten Uhr des Straßburger Münsters, die unter seiner Leitung 157274 von Isaak und Josias Habrecht aus Schaffhausen angefertigt wurde. Vgl. Blumhof, Vom alten Mathematiker K. D. (Götting. 1798); »Festschrift zur Feier des 350jährigen Bestehens des protestantischen Gymnasiums« (Straßb. 1888).
 
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Dasyprocta, der Aguti.
 
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Daspus, das Gürteltier.
 
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Dasyūrus, der Beutelmarder; Dasyuridae (Beutelmarder), Familie der Beuteltiere (s. d.).
 
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Data, s. Meyers Daten.
 
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Data et accepta (lat.), Ausgabe und Einnahme.
 
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Datarĭa (D. apostolica, Datarie), eine päpstliche Verwaltungsbehörde, die kirchliche Gnadensachen, Dispensationen etc. expediert, auch kleinere Pfründen besetzt. An ihrer Spitze steht ein Kardinal, Prodatarius, unter ihm ein Datarius und mehrere Subdatarien. Der Name D. ist von der Unterschrift der Erlasse: »Datum Romae, apud S. Petrum« (»Gegeben zu Rom, beim heil. Peter [im Vatikan]«), entlehnt.

 

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