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Darstellung der Jungfrau Maria bis Darw (Bd. 4, Sp. 529)
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Artikelverweis Darstellung der Jungfrau Maria, s. Meyers Marienfeste.
 
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Dartford, Stadt in der engl. Grafschaft Kent, 27 km östlich von London, am Darent, der 4 km unterhalb in die Themse mündet, hat Reste eines Augustinerklosters, Lateinschule, betreibt Fabrikation von Dampfmaschinen, Papier, Pulver und Chemikalien und zählt (1901) 18,643 Einw. In der Nähe das Dorf Stone mit schöner gotischer Kirche (13. Jahrh.).
 
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Darthé, Mitschuldiger von Babeuf (s. d.).
 
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Dartmoor (spr. dártmūr), eine granitische Insellandschaft in der engl. Grafschaft Devon, nordöstlich von Plymouth, 500 qkm groß, war ehemals stark bewaldet, ist jetzt aber von Moor und Heideflächen bedeckt, aus denen Granitblöcke (Tors) hervorragen. Höchste Punkte sind Yes Tor (625 m) und High Wilhays (621 m).
 
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Dartmouth (spr. -möth), 1) Hafenstadt (municipal borough) in Devonshire (England), an der Mündung des Dart in den Kanal, ist terrassenförmig am Abhang der Hügel gelegen, mit der schönen Heilandskirche und (1901) 6579 Einw. Den landumschlossenen Hafen verteidigt ein am Eingang desselben gelegenes Schloß. Er ist großen Schiffen zugänglich, der Außenhandel aber unbedeutend. Zum Hafen gehörten 1901: 59 Schiffe und 268 Fischerboote. D. ist Sitz eines deutschen Vizekonsuls. 2) Hafenort im nordamerikan. Staat Massachusetts, Grafschaft Bristol, an der Buzzardbai, mit (1900) 3669 Einw. 3) Stadt in der Grafschaft Halifax der kanad. Provinz Neuschottland, an der Bai von Halifax, mit Irrenhaus und (1901) 4806 Einw.
 
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Darton (spr. dārt'n), Stadt im Westbezirk von Yorkshire (England), am Dearne, bei Barnsley, hat (1901) 7670 Einw.
 
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Daru (spr. darü), 1) Pierre Antoine Noël Bruno, Graf, franz. Finanzmann, Dichter und Geschichtschreiber, geb. 12. Jan. 1767 in Montpellier, gest. 5. Sept. 1829 auf seinem Landsitz Becheville bei Meulan, trat im 16. Jahr in den Militärdienst und war Kriegskommissar, als er sich 1789 der Revolution anschloß. 1795 ward er Chef der Intendantur bei der Donauarmee. Während dieser Geschäftsführung vollendete er eine Übersetzung des Horaz (»Traductionen vers des poésies d'Horace«, Par. 1800; 6. Aufl. 1823, 2 Bde.), die seinen literarischen Ruf begründete. Napoleon I. benutzte ihn bei der Kriegsverwaltung, erhob ihn in den Grafenstand und ernannte ihn zum Minister und Bevollmächtigten beiden Friedensschlüssen von Preßburg, Tilsit und Wien. 1805,1807 und 1809 war er Generalintendant in Preußen und Österreich. 1811 ward er Staatssekretär und bekämpfte im Ministerkonseil Napoleons Eroberungspläne. Nachder Restauration ward er 1818 zum Pair ernannt und stimmte nun im Sinne der gemäßigten Partei. Seit 1828 war er Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Seine »Cléopédie, ou théorie des réputations littéraires« (1800) ist ein Gedicht voll Geist und seiner Wendungen; schön ist sein nachgelassenes didaktisches Gedicht »L'Astronomie« (1836). Sein Hauptwerk ist die »Histoire de la république de Venise« (1819, 7 Bde.; 4. Aufl. 1853, 9 Bde.; deutsch von Ruprecht, Leipz. 1854, 4 Bde.). Minder wertvoll ist die »Histoire des ducs de Bretagne« (4. Aufl. 1828, 4 Bde.; deutsch von Schubert, Leipz. 1831, 2 Bde.).
   2) Martial Noël Pierre, Graf, Bruder des vorigen, geb. 2. Juli 1774, gest. 18. Juli 1827, war ebenfalls einer der treuesten Anhänger Napoleons I., unter dem er mehrere militärische und administrative Ämter bekleidete, namentlich als Armeeintendant tätig war. Sein Sohn Charles Martial, Graf D., geb. 14. April 1816, hat sich als Schriftsteller im Fach der Staatswissenschaften einen Namen gemacht.
   3) Napoléon, Graf, Sohn von D. 1), geb. 11. Juni 1807 in Paris, gest. 18. Febr. 1890, war ursprünglich Offizier. Seit 1832 Mitglied der Pairskammer, war er eifriger Anhänger des Julikönigtums und beteiligte sich namentlich an der Erörterung volkswirtschaftlicher Fragen, so mit einer Schrift über die Eisenbahnen (1843). Nach der Februarrevolution war er Mitglied der Nationalversammlung und schloß sich den gemäßigten Republikanern an. Wegen seines Protestes gegen den Staatsstreich vom 2. Dez. 1851 ward er auf kurze Zeit verhaftet und lebte dann in Zurückgezogenheit, bis er 1869 zum Abgeordneten gewählt ward. Er gehörte zu den Führern der neuen liberalen Mittelpartei. Anfang 1870 trat er in das Ministerium Ollivier als Minister des Äußern, zog sich aber, als der Kaiser sich wieder der Reaktion zuwandte, 13. April zurück. Nach Beendigung des Krieges wurde er 1871 zum Mitgliede der Nationalversammlung gewählt, wo er zur monarchistischen Partei gehörte. Senator war er nur 187679. D. war seit August 1860 Mitglied der Akademie für moralische und politische Wissenschaften. Er schrieb: »Le comte Beugnot« (1865).
 
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Dâr ul Harb, s. Meyers Harb.
 
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Daruvár (d. h. »Reiherburg«), Großgemeinde und Kurort im kroatisch-slawon. Komitat Požega, an der Bahnlinie Barcs-Pakrácz, mit 3 Kirchen, einem Schloß, Bezirksgericht, Marmorbrüchen und (1901) 1846 meist serb. Einwohnern. Das Bad hat fünf schon zur Römerzeit als Thermae Jasornenses bekannte Quellen (4246°) und Schlammbäder.
 
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Darvar, britisch-ind. Stadt, s. Meyers Dharwar.
 
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Darw., bei naturwissenschaftl. Namen Abkürzung für C. Darwin (s. d.).

 

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