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Darīken bis Darlehnskassen (Bd. 4, Sp. 517 bis 518)
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Artikelverweis Darīken, Mehrzahl von Daricus (s. d.).
 
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Darimon (spr. -móng), Alfred, franz. Schriftsteller, geb. 17. Dez. 1819 in Lille, gest. 2. Okt. 1902 in Paris, wurde Journalist in Paris und 1857 von der demokratischen Opposition daselbst in den Gesetzgebenden Körper gewählt, in dem er sich der Opposition der Fünf anschloß. Wie Olivier näherte er sich seit 1864 dem Kaiserreich und wurde daher 1869 nicht wiedergewählt. Er veröffentlichte eine Reihe von Schriften, um das Kaiserreich gegen die republikanischen Geschichtsentstellungen zu verteidigen: »Histoire de douze aus, 18571869; notes et souvenirs« (1883); »A travers une révolution« (1884); »Histoire d'un parti: les Cinq sous l'Empire 18571860« (1885); »L'opposition libérale sous l'Empire 18611863« (1886); »La maladie de l'empereur« (1886); »Le tiers-parti sous l'Empire 18631866« (1887); »Notes pour servir à l'histoire de la guerre de 1870« (1887); »Histoire d'un jour,12 juillet 1870« (1888); »Les irréconciliables sous l'Empire« (1888); »Les Cent-seize et le ministère du 2 janvier 18691870« (1889); »L'agonie de l'Empire« (2. Aufl. 1891).
 
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Darīus, s. Meyers Dareios.
 
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Darja (pers.), See, Strom.
 
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Darjiling, Ort, s. Meyers Dardschiling.
 
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Darkau, Badeort, s. Meyers Freistadt 2).
 
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Darkehmen, Kreisstadt im preuß. Regbez. Gumbinnen, an der Angerapp und der Staatsbahnlinie Allenstein-Insterburg, hat eine evang. Kirche, Synagoge, Amtsgericht, treibt Messingwaren- und Maschinenfabrikation, Getreidehandel, Vieh- und Pferdemärkte und zählt (1900) mit der Garnison (ein Infanteriebataillon Nr. 45) 3534 meist evang. Einwohner. D. ist erst 1725 gegründet. In der Nähe liegt Schloß Klein-Beynuhnen mit wertvollen Kunstsammlungen und schönem Park.
 
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Dar Kuti, Landschaft in Nordafrika, s. Meyers Dar Runga.
 
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Darlaston (spr. dārlast'n), Stadt in Staffordshire (England), bei Wednesbury (s. d.), mit Kohlengruppen, Eisenwerken und (1901) 15,391 Einw.
 
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Darlehen (lat. Mutuum), die Hingabe vertretbarer Sachen (Geld, Wertpapiere, Getreide etc.) zum Eigentum mit der Verpflichtung, daß der Darlehnsempfänger das Empfangene in Sachen von gleicher Art, Güte und Menge zurückerstatten muß. Außerdem versteht man unter D. auch den Gegenstand selbst, der hingegeben wird. Ein D. kann außer durch direkte Hingabe einer Sache auch dadurch zustande kommen, daß eine Sache mit der Bestimmung übergeben wird, dieselbe zu verkaufen und den Erlös als D. zu behalten, oder daß eine andre Schuld, z. B. aus einem Kaufe, vereinbarungsgemäß in Zukunft als Darlehnsschuld gelten soll. Zinsen sind nur zu zahlen, wenn sie vereinbart wurden, in diesem Fall aber spätestens nach Ablauf eines Jahres oder bei Rückzahlung des Darlehns. Sind mehr als 6 Proz. vereinbart, so kann der Darlehnsempfänger nach Ablauf von 6 Monaten halbjährlich kündigen (§ 247). Die Rückgabe des Darlehns hat zur vereinbarten Zeit oder bei D. von unter 300 Mi. nach einmonatlicher, bei solchen von über 300 Mk. nach dreimonatlicher vorhergehender Kündigung zu erfolgen, nur wenn keine Zinsen bedungen wurden, kann der Schuldner auch ohne Kündigung zahlen. Ein Darlehnsversprechen ist klagbar, jedoch kann man von demselben zurücktreten, wenn nach dem gegebenen Versprechen sich die Vermögensverhältnisse des Darlehnsempfängers wesentlich verschlechterten. Waren dieselben schon vorher schlecht, ohne daß der Versprechende dies wußte, so kann der Vertrag angefochten werden (§ 119). Wie ein D. wird die Hinterlegung einer vertretbaren Sache dann behandelt, wenn das Eigentum auf den Verwahrer übergeht und dieser gegen Rückgewährung von Sachen gleicher

[Bd. 4, Sp. 518]


Art, Güte und Menge zum Verbrauche dieser Sachen berechtigt sein soll (§ 700). Während bisher der Darlehnsempfänger nur dann Eigentümer der Sache wurde, wenn der Dahrlehnsgeber Eigentümer derselben war, wird er dies nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 929, 932, 925, Absatz 2) bereits durch die Übergabe derselben, falls er in »gutem Glauben« (s. d.) ist; war dies nicht der Fall, so kommt auch kein D. zustande. Zinsbare D. auf nicht länger als drei Monate gegen bewegliche Pfänder (Wertpapiere, Kostbarkeiten, im Inlande lagernde Kaufmannswaren) heißen nach § 13 des Bankdepotgesetzes Lombarddarlehen. Über Seedarlehen vgl. Bodmerei. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist das D. in den § 607 bis mit 610 geregelt.
 
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Darlehnskassen, die in Deutschland mehrfach zu dem Zwecke geschaffenen Kreditanstalten, einem augenblicklichen Notstand durch Gewährung von Darlehen auf kurze Zeit (36 Monate) zu mäßigem Zins und gegen Hinterlegung von Sicherheiten abzuhelfen. Sie unterscheiden sich von den Raiffeisenschen D. (s. unten) und ähnlichen Kreditanstalten dadurch, daß sie nur vorübergehend Dienste leisten, keinen geschäftsmäßigen Charakter tragen und darum auch nur vom Staat ins Leben gerufen wurden. Solche D. wurden 1848 in Berlin und in größern Provinzialstädten Preußens zur »Beförderung des Handels und des Gewerbebetriebs« errichtet und der Preußischen Bank in Verwaltung gegeben. Die nötigen Mittel wurden durch Ausgabe eines Papiergeldes, Darlehnskassenscheine genannt, beschafft, das keinen Zwangsumlauf hatte und den Betrag von 10 Mill. Tlr. nicht überschreiten sollte. 1852 wurden diese D. wieder geschlossen. Auch 1866 wurden in Preußen und andern deutschen Ländern, dann 1867 aus Veranlassung des ostpreußischen Notstandes, ferner 1870 bei Ausbruch des französischen Kriegs im Gebiete des Norddeutschen Bundes solche Kreditanstalten hergestellt. 1866 sollten in Preußen bis zu 25 Mill. Tlr., 1870 bis zu 30 Mill. Tlr. an Darlehnskassenscheinen ausgegeben werden dürfen. Eine ähnliche Einrichtung bestand auch zur Zeit der Handelskrisis in Hamburg.

 

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