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Dargo bis Darimon (Bd. 4, Sp. 516 bis 517)
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Artikelverweis Dargo, 1) Gemeinde im Darginschen Bezirk der russisch-kaukas. Provinz Daghestan, am Kara Koissu. 2) Dorf im Kreis Grosnyj der russisch-kaukas. Provinz Terek, am Aksai, Nebenfluß des Terek, noch 1839 Residenz Schamyls, wurde 1845 von den Russen genommen.
 
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Dargomyschski, Alexander, russ. Komponist, geb. 2. Febr. 1813 im Gouv. Tula, gest. 29. Jan. 1869 in Petersburg, einer der Begründer der nationalen Richtung in der russischen Musik, wandelte zwar mit seiner ersten Oper »Esmeralda« (Moskau 1847) noch in den Bahnen der Italiener und Franzosen, schloß sich aber mit »Russalka« (»Die Nymphe«, Petersb. 1856) der Richtung Wagners an. Eine dritte Oper: »Der steinerne Gast«, die er unvollendet hinterließ, wurde von Rimski-Korsakow und Cui beendet, 1872 in Petersburg ausgeführt. Außer der Oper

[Bd. 4, Sp. 517]


schrieb D. ein Ballett: »Bacchusfest« (1867), einige Orchesterstücke (»Finnische Phantasie«, »Kosatscheck« u. a.) sowie Lieder und Duette. Sein Haus war der Sammelpunkt der jungrussischen Schule. 1867 wurde D. Präsident der kaiserlich russischen Musikgesellschaft.
 
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Dargun, Flecken in Mecklenburg-Schwerin, am Klostersee, unweit der pommerschen Grenze, hat eine evang. Kirche, Synagoge, ein Schloß (vormals eine Cistercienserabtei, 1172 gestiftet, 1552 säkularisiert), Ackerbauschule, Amtsgericht, Oberförsterei, betreibt Bürstenholzfabrikation, Sägewerk und zählt (1900) 2290 Einw. Vgl. Wiese, Die Cistercienser in D. von 1172 bis 1300 (2. Aufl., Güstrow 1900).
 
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Dari, s. Meyers Sorghum.
 
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Daribba, ägypt. Getreidemaß, = 2 Ardeb.
 
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Darīcus (Dareikos, nämlich Stater), griech. Bezeichnung für die altpersische Königsmünze, namentlich das Goldstück, im Gewicht von 8,385 g und im Werte von etwa 22,68 Mk. Das Gepräge ist der knieende König als Bogenschütze, weshalb diese Münzen von den Griechen auch »Bogenschützen« genannt wurden, die Rückseite zeigt ein vertieftes Viereck. In den kleinasiatischen Teilen des persischen Reiches wurden ähnliche größere Silberstücke geprägt von gutem griechischen Stil, zuweilen auch mit griechischen Namen von Statthaltern, im Gewicht von etwa 14,9 g. S. Tafel Meyers »Münzen II«, Fig. 11.
 
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Darĭel (Darjal, Darial, Porta Caucasi oder Cumana des Strabon, Porta sarmatica des Ptolemäos, Darioly der Tataren), Paß im russisch-kaukas. Gouv. Tiflis, am Ostfuß des Kasbek, durch den der oberste Lauf des Terek und die grusinische oder georgische Heerstraße (unter Alexander I. erbaut) von Tiflis über Wladikawkas durch die Kabarda nach Mosdok führt. Das im D. von dem iberischen König Mirwan 140 v. Chr. erbaute Fort wurde beim Bau der Straße gesprengt und dafür ein befestigter Posten an der Terekbrücke errichtet.
 
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Darĭen, Hauptort der Grafschaft Mc Intosh im nordamerikan. Staat Georgia, an der Mündung der Altamaha in den Atlantischen Ozean, mit gutem Hafen, ist Sitz eines deutschen Konsularagenten und hat (1900) 1739 Einw., die Holzausfuhr treiben.
 
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Darĭen, Golf von, Busen des Karibischen Meeres, an der Nordküste des kolumbischen Depart. Cáuca, der in seinem südlichsten Teil, dem Golf von Uraba, sich südwärts bis 8°10' nördl. Br. erstreckt (s. Karte »Westindien etc.«). In letztern Golf mündet der Atrato. An der Westküste befinden sich sichere Ankerplätze, dagegen bietet die Ostseite nur kleinen Schiffen Schutz. Der Isthmus von D., ein dichtbewaldetes, regenreiches Hügelland, ist am schmalsten zwischen dem Golf von D. und dem Golf von San Miguel des Stillen Ozeans, an dessen innerstem Teil, dem Darienhafen, der verkommene Hauptort Yavisa liegt. Von den interozeanischen Kanalprojekten gingen drei vom Golf von Uraba aus, von denen das zwischen diesem und dem Darienhafen zwar 235 km Länge zeigte, aber treffliche Häfen an beiden Seiten hatte. Die Spanier gründeten schon 1509 am Westufer des Golfes von Uraba die Stadt Santa Maria la Antigua mit dem ersten amerikanischen Bischofsitz, die über wegen ihrer Ungesundheit bald aufgegeben wurde; im 17. Jahrh. wurden hier reiche Goldgruben ausgebeutet, infolge der Raubzüge der Flibustier aber aufgegeben.
 
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Darīken, Mehrzahl von Daricus (s. d.).
 
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Darimon (spr. -móng), Alfred, franz. Schriftsteller, geb. 17. Dez. 1819 in Lille, gest. 2. Okt. 1902 in Paris, wurde Journalist in Paris und 1857 von der demokratischen Opposition daselbst in den Gesetzgebenden Körper gewählt, in dem er sich der Opposition der Fünf anschloß. Wie Olivier näherte er sich seit 1864 dem Kaiserreich und wurde daher 1869 nicht wiedergewählt. Er veröffentlichte eine Reihe von Schriften, um das Kaiserreich gegen die republikanischen Geschichtsentstellungen zu verteidigen: »Histoire de douze aus, 18571869; notes et souvenirs« (1883); »A travers une révolution« (1884); »Histoire d'un parti: les Cinq sous l'Empire 18571860« (1885); »L'opposition libérale sous l'Empire 18611863« (1886); »La maladie de l'empereur« (1886); »Le tiers-parti sous l'Empire 18631866« (1887); »Notes pour servir à l'histoire de la guerre de 1870« (1887); »Histoire d'un jour,12 juillet 1870« (1888); »Les irréconciliables sous l'Empire« (1888); »Les Cent-seize et le ministère du 2 janvier 18691870« (1889); »L'agonie de l'Empire« (2. Aufl. 1891).

 

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