Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
D'Argen bis Darĭen (Bd. 4, Sp. 516 bis 517)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis D'Argen., bei Tiernamen Abkürzung für Anton Joseph Dezallier d'Argenville (spr. darschangwil'), geb. 1680, gest. 1765 in Paris als Maitre de Comptes. Weichtiere.
 
Artikelverweis 
Dargilan (spr. darschilāng), Tropfsteinhöhle in den Causses, im franz. Depart. Lozère, unweit der Jonte beim Weiler D., aus vielen Galerien bestehend, die sich 2,8 km weit erstrecken, mit prachtvollen Tropfsteingebilden; wurde 1880 entdeckt.
 
Artikelverweis 
Darginscher Bezirk, Teil der russisch-kaukas. Provinz Daghestan, 1652 qkm mit (1897) 82,463 Einw. (sunnitische Lesghier). Hauptort ist das Dorf Lewaschi.
 
Artikelverweis 
Dargo, 1) Gemeinde im Darginschen Bezirk der russisch-kaukas. Provinz Daghestan, am Kara Koissu. 2) Dorf im Kreis Grosnyj der russisch-kaukas. Provinz Terek, am Aksai, Nebenfluß des Terek, noch 1839 Residenz Schamyls, wurde 1845 von den Russen genommen.
 
Artikelverweis 
Dargomyschski, Alexander, russ. Komponist, geb. 2. Febr. 1813 im Gouv. Tula, gest. 29. Jan. 1869 in Petersburg, einer der Begründer der nationalen Richtung in der russischen Musik, wandelte zwar mit seiner ersten Oper »Esmeralda« (Moskau 1847) noch in den Bahnen der Italiener und Franzosen, schloß sich aber mit »Russalka« (»Die Nymphe«, Petersb. 1856) der Richtung Wagners an. Eine dritte Oper: »Der steinerne Gast«, die er unvollendet hinterließ, wurde von Rimski-Korsakow und Cui beendet, 1872 in Petersburg ausgeführt. Außer der Oper

[Bd. 4, Sp. 517]


schrieb D. ein Ballett: »Bacchusfest« (1867), einige Orchesterstücke (»Finnische Phantasie«, »Kosatscheck« u. a.) sowie Lieder und Duette. Sein Haus war der Sammelpunkt der jungrussischen Schule. 1867 wurde D. Präsident der kaiserlich russischen Musikgesellschaft.
 
Artikelverweis 
Dargun, Flecken in Mecklenburg-Schwerin, am Klostersee, unweit der pommerschen Grenze, hat eine evang. Kirche, Synagoge, ein Schloß (vormals eine Cistercienserabtei, 1172 gestiftet, 1552 säkularisiert), Ackerbauschule, Amtsgericht, Oberförsterei, betreibt Bürstenholzfabrikation, Sägewerk und zählt (1900) 2290 Einw. Vgl. Wiese, Die Cistercienser in D. von 1172 bis 1300 (2. Aufl., Güstrow 1900).
 
Artikelverweis 
Dari, s. Meyers Sorghum.
 
Artikelverweis 
Daribba, ägypt. Getreidemaß, = 2 Ardeb.
 
Artikelverweis 
Darīcus (Dareikos, nämlich Stater), griech. Bezeichnung für die altpersische Königsmünze, namentlich das Goldstück, im Gewicht von 8,385 g und im Werte von etwa 22,68 Mk. Das Gepräge ist der knieende König als Bogenschütze, weshalb diese Münzen von den Griechen auch »Bogenschützen« genannt wurden, die Rückseite zeigt ein vertieftes Viereck. In den kleinasiatischen Teilen des persischen Reiches wurden ähnliche größere Silberstücke geprägt von gutem griechischen Stil, zuweilen auch mit griechischen Namen von Statthaltern, im Gewicht von etwa 14,9 g. S. Tafel Meyers »Münzen II«, Fig. 11.
 
Artikelverweis 
Darĭel (Darjal, Darial, Porta Caucasi oder Cumana des Strabon, Porta sarmatica des Ptolemäos, Darioly der Tataren), Paß im russisch-kaukas. Gouv. Tiflis, am Ostfuß des Kasbek, durch den der oberste Lauf des Terek und die grusinische oder georgische Heerstraße (unter Alexander I. erbaut) von Tiflis über Wladikawkas durch die Kabarda nach Mosdok führt. Das im D. von dem iberischen König Mirwan 140 v. Chr. erbaute Fort wurde beim Bau der Straße gesprengt und dafür ein befestigter Posten an der Terekbrücke errichtet.
 
Artikelverweis 
Darĭen, Hauptort der Grafschaft Mc Intosh im nordamerikan. Staat Georgia, an der Mündung der Altamaha in den Atlantischen Ozean, mit gutem Hafen, ist Sitz eines deutschen Konsularagenten und hat (1900) 1739 Einw., die Holzausfuhr treiben.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: