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Daponte bis Darbhangah (Bd. 4, Sp. 511 bis 512)
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Artikelverweis Daponte, Lorenzo, ital. Operndichter, geb. 10. März 1749 zu Ceneda im Venezianischen, gest. 17. Aug. 1838 in New York, erhielt 1771 eine Professur am geistlichen Seminar zu Treviso, wurde indessen bald seiner freien Ansichten wegen seines Amtes enthoben und aus dem Gebiete der Republik Venedig verwiesen. Er begab sich nach Dresden, wo er am Grafen Marcolini einen Gönner fand und auch literarisch tätig war. Infolge eines Liebesverhältnisses mußte er aber Dresden verlassen und ging nun als kaiserlicher Theaterdichter nach Wien. Hier schrieb er für Mozart »Figaro« und »Don Juan« und gleichzeitig für Salieri den »Axur« und den »Baum der Diana«. Von Leopold II. entlassen, ging er nach Triest, dann an die Italienische Oper in London und später nach New York, wo er sich in verschiedenen Berufsarten versuchte und zuletzt eine Italienische Oper gründete. Sein wechselvolles Leben hat er selbst in seinen »Memorie« (New York 182327, 4 Bde.; deutsch, 2. Aufl., Gotha 1864) geschildert. Vgl. Marchesan, Della vita e delle opere di L. da Ponte (Treviso 1900).
 
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Dappental (Vallée des Dappes), kleines Tal im Juragebirge, 1242 m ü. M., an der Grenze des franz. Departements Jura und des schweizer. Kantons Waadt, durch das die Straße von Morez nach Gex führt, wird östlich von der Dole überragt. Nordwestlich liegt das Fort Les Rousses. Der aus dem 16. Jahrh. stammende Streit um den Besitz dieses Passes ist 1862 durch eine neue Grenzregulierung beigelegt worden.
 
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Dapper, Olfert, Arzt und geograph. Schriftsteller, lebte meist in Amsterdam und starb 1690. Er lieferte (nach teilweise sehr selten gewordenen Quellen) Beschreibungen von Syrien und Palästina (Rotterd. 1667; deutsch, Amsterd. 1681), von Ägypten, Libyen, Guinea, Äthiopien und Abessinien (das. 1668, deutsch 1670), von Amerika (Augsb. 1671), vom Reich des Großmoguls (Amsterd. 1672), von Persien (das. 1672; deutsch, Nürnb. 168188), von Vorderasien (Rotterdam 1677; deutsch, Nürnb. 1681), von den Inseln des Mittelländischen Meeres (Amsterd. 1688; deutsch, Augsb. 1688) und von Morea (Amsterd. 1688). Einen Auszug seiner Werke gab Mannling in »Dapperus exoticus curiosus« (Frankf. 1717, 2 Tle.).
 
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Dapsang (Mount Godwin Austen, auch als K 2 bezeichnet), mit 8620 m höchster Gipfel der Karakorumkette (Zentralasien), liegt unter 35°28' nördl. Br. und 77°10' östl. L.
 
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Dâr, in der Nubasprache soviel wie Land, Gebiet, kommt in Namen von Landschaften in Nubien und im östlichen Sudân häufig vor.
 
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Darab (Darabdschird), Stadt in der pers. Provinz Farsistan, 186 km südöstlich von Schiraz, in fruchtbarer, von Bergen umschlossener Ebene mit saubern Straßen, vielen Gärten und 4000 Einw., darunter vielen Juden. Südlich davon steht die Ruine von Alt-D. mit einem Relief aus der Sasanidenzeit. Am nahen Kuh i Mumijeh quillt schwarzes Erdöl hervor, das erhärtet als Belessun (Balsam) oder Mum als kostbare Arznei verhandelt wird.
 
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Darada, Land in Asien, s. Meyers Dardistan.
 
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Darányi (spr. darānji), Ignaz von, ungar. Politiker, geb. 15. Jan. 1849 in Budapest, studierte daselbst die Rechte und wurde 1874 Advokat. Er widmete sich hauptsächlich wirtschaftlicher Tätigkeit und wurde 1878 zum Sekretär der Theißtalgesellschaft gewählt. Seit 1881 Mitglied des Reichstags, wurde er Vizepräsident der liberalen Partei und später auch des Abgeordnetenhauses. Im November 1895 übernahm er im Kabinett Bánffy das Ackerbauministerium und behielt seine Stelle auch im Ministerium Széll. In den letzten Jahren kam er den Agrariern entgegen Er ist seit 1902 auch Oberkurator der reformierten Kirche.

[Bd. 4, Sp. 512]



 
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Darazi (Darasi), Mohammed ibn Ismaïl, Stifter der Sekte der Drusen (s. d.), trat 1017 in Ägypten mit der Lehre hervor, der regierende Kalif Hâkim sei eine Inkarnation Gottes (s. Ismaeliten). Gegen diese Übertreibung des ohnehin in Ägypten unbeliebten Ismaelitismus erhob sich das Volk, und D. mußte fliehen. Von Hâkim unterstützt, ging er nun nach Syrien, wo er viele Anhänger gewann, die Darazi (Plural Durûz, daher Drusen) genannt wurden. D. soll 1020 im Kampf gefallen sein.
 
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Dar Banda, Landschaft in Zentralafrika, mitten durchschnitten vom 7.° nördl. Br. und 23.° östl. L., bildet die Wasserscheide zwischen dem Flußgebiete des Schari und dem des Uëlle, wird von Niam-Niam bewohnt.
 
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Darbhangah, Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts (8637 qkm mit [1891] 2,801,955 Einw.) der Provinz Bihar der britisch-ind. Präsidentschaft Bengalen, mit prächtigem Palast des Maharadscha von D., betreibt starke Ausfuhr von Ölsaat, Ghi (flüssige Butter) und Bauholz und zählt (1901) 65,990 Einw. (meist Hindu).

 

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