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Daphnĭa bis Darab (Bd. 4, Sp. 511)
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Artikelverweis Daphnĭa, Wasserfloh (s. d.).
 
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Daphnīn C15H16O9, Glykosid in der Rinde von Daphne Mezereum, bildet farblose Kristalle, schmeckt bitter, löst sich wenig in kaltem Wasser, leichter in Alkohol, nicht in Äther, schmilzt bei 200°, zerfällt beim Behandeln mit verdünnten Säuren in Zucker und Daphnetin, ein Dioxykumarin C9H6O4, das auch beim Erhitzen von Pyrogallolaldehyd mit Essigsäureanhydrid und Natriumacetat entsteht. Es bildet gelbliche Nadeln, riecht kumarinartig, ist löslich in kochendem Wasser und in Alkohol, sublimierbar.
 
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Daphnis, ein Heros der sizilischen Hirten, Sohn des Hermes und einer Nymphe, Schüler des Pan in der Musik, galt als Erfinder der bukolischen Dichtung, deren Hauptgegenstand sein eignes Geschick war. Eine Nymphe, der er ewige Treue geschworen, strafte ihn für seinen Treubruch mit Blindheit, in der er von einem Felsen stürzte; oder Aphrodite ließ ihn aus Liebesgram um eine unerreichbare Geliebte sterben, weil er ein ihm von ihr zugedachtes Mädchen verschmäht hatte.
 
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Daphnoïdeen, älterer Name für Thymeläazeen.
 
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Dapĭfer (lat., »Speiseausträger«), war am Hofe der spätern römischen Kaiser der mit der Aussicht über die Speisen betraute Hofbeamte; im Mittelalter ist D. soviel wie Truchseß.
 
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Daponte, Lorenzo, ital. Operndichter, geb. 10. März 1749 zu Ceneda im Venezianischen, gest. 17. Aug. 1838 in New York, erhielt 1771 eine Professur am geistlichen Seminar zu Treviso, wurde indessen bald seiner freien Ansichten wegen seines Amtes enthoben und aus dem Gebiete der Republik Venedig verwiesen. Er begab sich nach Dresden, wo er am Grafen Marcolini einen Gönner fand und auch literarisch tätig war. Infolge eines Liebesverhältnisses mußte er aber Dresden verlassen und ging nun als kaiserlicher Theaterdichter nach Wien. Hier schrieb er für Mozart »Figaro« und »Don Juan« und gleichzeitig für Salieri den »Axur« und den »Baum der Diana«. Von Leopold II. entlassen, ging er nach Triest, dann an die Italienische Oper in London und später nach New York, wo er sich in verschiedenen Berufsarten versuchte und zuletzt eine Italienische Oper gründete. Sein wechselvolles Leben hat er selbst in seinen »Memorie« (New York 182327, 4 Bde.; deutsch, 2. Aufl., Gotha 1864) geschildert. Vgl. Marchesan, Della vita e delle opere di L. da Ponte (Treviso 1900).
 
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Dappental (Vallée des Dappes), kleines Tal im Juragebirge, 1242 m ü. M., an der Grenze des franz. Departements Jura und des schweizer. Kantons Waadt, durch das die Straße von Morez nach Gex führt, wird östlich von der Dole überragt. Nordwestlich liegt das Fort Les Rousses. Der aus dem 16. Jahrh. stammende Streit um den Besitz dieses Passes ist 1862 durch eine neue Grenzregulierung beigelegt worden.
 
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Dapper, Olfert, Arzt und geograph. Schriftsteller, lebte meist in Amsterdam und starb 1690. Er lieferte (nach teilweise sehr selten gewordenen Quellen) Beschreibungen von Syrien und Palästina (Rotterd. 1667; deutsch, Amsterd. 1681), von Ägypten, Libyen, Guinea, Äthiopien und Abessinien (das. 1668, deutsch 1670), von Amerika (Augsb. 1671), vom Reich des Großmoguls (Amsterd. 1672), von Persien (das. 1672; deutsch, Nürnb. 168188), von Vorderasien (Rotterdam 1677; deutsch, Nürnb. 1681), von den Inseln des Mittelländischen Meeres (Amsterd. 1688; deutsch, Augsb. 1688) und von Morea (Amsterd. 1688). Einen Auszug seiner Werke gab Mannling in »Dapperus exoticus curiosus« (Frankf. 1717, 2 Tle.).
 
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Dapsang (Mount Godwin Austen, auch als K 2 bezeichnet), mit 8620 m höchster Gipfel der Karakorumkette (Zentralasien), liegt unter 35°28' nördl. Br. und 77°10' östl. L.
 
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Dâr, in der Nubasprache soviel wie Land, Gebiet, kommt in Namen von Landschaften in Nubien und im östlichen Sudân häufig vor.
 
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Darab (Darabdschird), Stadt in der pers. Provinz Farsistan, 186 km südöstlich von Schiraz, in fruchtbarer, von Bergen umschlossener Ebene mit saubern Straßen, vielen Gärten und 4000 Einw., darunter vielen Juden. Südlich davon steht die Ruine von Alt-D. mit einem Relief aus der Sasanidenzeit. Am nahen Kuh i Mumijeh quillt schwarzes Erdöl hervor, das erhärtet als Belessun (Balsam) oder Mum als kostbare Arznei verhandelt wird.

 

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