Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Dannreuther bis Dantan (Bd. 4, Sp. 500)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Dannreuther, Edward, Klavierspieler, geb. 4. Nov. 1844 in Straßburg, wuchs in Cincinnati auf, wo ihn Fr. L. Ritter in der Musik ausbildete, besuchte 185963 das Leipziger Konservatorium (Moscheles, Richter) und ließ sich 1863 in London nieder, wo er als Lehrer und Virtuos bald eine hervorragende Stellung errang. D. machte sich durch sein energisches Eintreten für Wagner schnell bekannt, begründete 1872 den Londoner Wagner-Verein und trat auch als Schriftsteller fortschrittlicher Richtung hervor, übersetzte Wagners Schriften ins Englische etc. Eine vortreffliche Studie ist sein Werk über die musikalischen Verzierungen (»Musical ornamentation«, Lond. 189395, 2 Bde.).
 
Artikelverweis 
Dannsensteine (Danzelsteine), s. Meyers Gräber, vorgeschichtliche.
 
Artikelverweis 
D'Annúnzio, Gabriele, s. Annunzio.
 
Artikelverweis 
Dan oranja, serb. Feldmaß zu 1000 Wiener OKlaster, = 35,97 Ar.
 
Artikelverweis 
Danrémont (spr. dang-remóng), Charles Marie Denis, Graf de, franz. General, geb. 8. Febr. 1783 in Chaumont (Obermarne), gest. 12. Okt. 1837, stieg in den Napoleonischen Feldzügen bis zum Obersten auf. Nach der Restauration ward er 1821 Maréchal de Camp und führte 1823 eine Abteilung des 5. Korps der Armee mich Spanien und kommandierte 1880 bel der Expedition nach Algier die 1. Brigade der 2. Infanteriedivision. Nach der Julirevolution erklärte er sich für die neue Dynastie und ward zum Generalleutnant befördert. 1833 ward er Generalinspektor der Infanterie, 1835 Pair und 1837 nach dem unglücklichen Ausgang der ersten Expedition gegen Konstantine zum Generalgouverneur von Algerien ernannt. Dort wußte er die eingeborne Bevölkerung durch Energie und Versöhnlichkeit im Zaum zu halten und unternahm eine zweite Expedition gegen Konstantine, fiel aber bei einer Erkundung.
 
Artikelverweis 
Dansa, provenzalisches Tanzlied, s. Meyers Provenzalische Sprache und Literatur.
 
Artikelverweis 
Danse macabre (spr. dāngß makābr'), s. Meyers Totentanz.
 
Artikelverweis 
Danseuse (franz., spr. dangßös'), Ballettänzerin, in der Theatersprache speziell Solotänzerin.
 
Artikelverweis 
Dansker, s. Meyers Danzker.
 
Artikelverweis 
Dansville (spr. dännswill), Ort im NW. des Staates New York, Grafschaft Livingston, im Geneseetal, mit Kaltwasserheilanstalt und (1900) 3633 Einw.
 
Artikelverweis 
Dantan (spr. dangtāng), 1) Jean Pierre, franz. Bildhauer, geb. 28. Dez. 1800 in Paris, gest. 6. Sept. 1869 in Baden-Baden, Schüler Bosios, bildete sich auf der Akademie in Paris und dann zu Rom, wo er sich dem Porträt zuwendete. Schon in Italien schuf er Karikaturstatuetten, in denen er das physisch Lächerliche in Physiognomie oder Gestalt hervorhob, und durch die er sich, besonders nach seiner Rückkehr nach Frankreich (1830), einen großen Ruf erwarb. Unter ihnen befinden sich die von Talleyrand, Wellington, Brougham, d'Orsay, O'Connell, dem Herzog von Cumberland, König Wilhelm IV., Rossini, Victor Hugo, Soulier und Liszt. Fast von allen Berühmtheiten Frankreichs fertigte er kleine Porträtgipsbüsten und große Büsten.
   2) Edouard, franz. Maler, Neffe des vorigen, geb. 26. Aug. 1848 in Paris, gest. durch Sturz aus dem Wagen 7. Juli 1897 in Villerville bei Trouville, trat in das Atelier von Pils ein und stellte 1869 sein erstes Bild, eine Episode aus dem Untergang von Pompeji, im Salon aus. Nach dem Kriege malte er teils Szenen aus der antiken Mythologie und Geschichte, keils, angeregt durch die Überlieferungen seiner Familie, Darstellungen von Bildhauerateliers, die sich durch Zartheit des Tones, durch naturwahre Charakteristik des Stofflichen und durch seine Lichtführung auszeichnen. 1872 erschien im Salon das Porträt seines Vaters (des Bildhauers Ant. Laurent D.), der an einer Marmorbüste arbeitet, 1874 ein Mönch als Holzbildhauer (Museum von Nantes), 1875 das Diskosspiel (Museum von Rouen), 1876 die Nymphe Salmacis, 1880 ein Atelierwinkel, in dem wiederum sein Vater, an einem Relief arbeitend, dargestellt ist (im Luxembourg-Museum zu Paris), 1881 das Frühstück des Modells im Maleratelier, 1884 eine Gipsformerei, 1887 der Abguß über der Natur (an einem weiblichen Modell), eine Töpferwerkstatt (in der Neuen Pinakothek zu München), 1890 der Bau eines Gewächshauses und 1893 eine Frauenprozession.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: