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Dannenberg bis Danseuse (Bd. 4, Sp. 500)
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Artikelverweis Dannenberg, Hermann, Numismatiker, geb. 4. Juli 1824 in Berlin, wo er als Landgerichtsrat a. D. lebt, bearbeitete die Münzen des deutschen Mittelalters in zahlreichen Aufsätzen in Fachzeitschriften und schrieb das für die Münzkunde Deutschlands epochemachende Werk »Die deutschen Münzen der sächsischen und fränkischen Kaiserzeit« (Berl. 187698, 3 Bde.), ferner: »Grundzüge der Münzkunde« (2. Aufl., Leipz. 1899) und die »Münzgeschichte Pommerns im Mittelalter« (Berl. 1893, Nachtrag 1896).
 
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Danner, Luise Christine, Gräfin von, geb. 21. April 1815 in Kopenhagen als uneheliches Kind, gest. 6. März 1874 in Genua, hieß nach ihrer Mutter ursprünglich Rasmussen. 183042 Mitglied des Kopenhagener königlichen Ballettkorps, war sie zuerst die Geliebte des spätern Kammerherrn und königlichen Privatsekretärs Berling, mit dessen Beihilfe sie einen Putzladen eröffnete, dann die des Kronprinzen Friedrich, der als König 7. Aug. 1850 eine morganatische Ehe mit ihr einging und sie zur Lehnsgräfin erhob. Bei den dänischen Parteikämpfen spielte sie bis zum Tode Friedrichs VII. (1863) zeitweise eine Rolle. Ihr großes Vermögen vermachte sie dänischen Wohltätigkeitsanstalten.
 
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Danno (ital.), Schade, Verlust.
 
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Dannreuther, Edward, Klavierspieler, geb. 4. Nov. 1844 in Straßburg, wuchs in Cincinnati auf, wo ihn Fr. L. Ritter in der Musik ausbildete, besuchte 185963 das Leipziger Konservatorium (Moscheles, Richter) und ließ sich 1863 in London nieder, wo er als Lehrer und Virtuos bald eine hervorragende Stellung errang. D. machte sich durch sein energisches Eintreten für Wagner schnell bekannt, begründete 1872 den Londoner Wagner-Verein und trat auch als Schriftsteller fortschrittlicher Richtung hervor, übersetzte Wagners Schriften ins Englische etc. Eine vortreffliche Studie ist sein Werk über die musikalischen Verzierungen (»Musical ornamentation«, Lond. 189395, 2 Bde.).
 
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Dannsensteine (Danzelsteine), s. Meyers Gräber, vorgeschichtliche.
 
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D'Annúnzio, Gabriele, s. Annunzio.
 
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Dan oranja, serb. Feldmaß zu 1000 Wiener OKlaster, = 35,97 Ar.
 
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Danrémont (spr. dang-remóng), Charles Marie Denis, Graf de, franz. General, geb. 8. Febr. 1783 in Chaumont (Obermarne), gest. 12. Okt. 1837, stieg in den Napoleonischen Feldzügen bis zum Obersten auf. Nach der Restauration ward er 1821 Maréchal de Camp und führte 1823 eine Abteilung des 5. Korps der Armee mich Spanien und kommandierte 1880 bel der Expedition nach Algier die 1. Brigade der 2. Infanteriedivision. Nach der Julirevolution erklärte er sich für die neue Dynastie und ward zum Generalleutnant befördert. 1833 ward er Generalinspektor der Infanterie, 1835 Pair und 1837 nach dem unglücklichen Ausgang der ersten Expedition gegen Konstantine zum Generalgouverneur von Algerien ernannt. Dort wußte er die eingeborne Bevölkerung durch Energie und Versöhnlichkeit im Zaum zu halten und unternahm eine zweite Expedition gegen Konstantine, fiel aber bei einer Erkundung.
 
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Dansa, provenzalisches Tanzlied, s. Meyers Provenzalische Sprache und Literatur.
 
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Danse macabre (spr. dāngß makābr'), s. Meyers Totentanz.
 
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Danseuse (franz., spr. dangßös'), Ballettänzerin, in der Theatersprache speziell Solotänzerin.

 

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