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Damon und Phintĭas bis Damourīt (Bd. 4, Sp. 443)
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Artikelverweis Damon und Phintĭas, zwei durch ihre Freundschaft berühmt gewordene Pythagoreer zu Syrakus. Phintias, eines Anschlags auf den Tyrannen Dionysios beschuldigt und zum Tode verurteilt, bat um Frist, damit er seine Angelegenheiten ordne, und Damon verbürgte sich mit seinem Leben für die rechtzeitige Wiederkehr des Freundes. Schon war die Frist fast verstrichen, als Phintias, an früherer Rückkehr verhindert, ankam. Erstaunen ergriff alle Anwesenden, Phintias wurde begnadigt und Dionysios, von diesem Freundschaftsbeweis ergriffen, bat die Freunde, ihn als dritten in ihren Bund aufzunehmen. Schillers »Bürgschaft« folgt der Erzählung des Hyginus (Fabel 257), der die Freunde Mörus und Selinuntius nennt.
 
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Dämonelix (Teufelsschraube, Teufelspfropfenzieher), ein Gebilde in den Badlands von Nebraska und Dakota, ähnelt einem großen, senkrecht in der Erde steckenden steinernen Pfropfenzieher von oft mehr als 2,3 m Höhe mit bis 13 an der untern Spitze sich verjüngenden Windungen, die mitunter aus dem abgewitterten Boden frei herausragen. Diese teils für Tiere, teils für Pflanzen gehaltenen sonderbaren Gebilde dürften vielleicht die mineralischen Ausgüsse der Gänge eines Nagetieres sein.
 
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Dämōnion, s. Meyers Sokratischer Dämon.
 
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Dämōnisch wird im modernen Sprachgebrauch jeder geistige Einfluß genannt, der dem Menschen als eine Macht, der man nicht entrinnen kann, entgegentritt und ihm hierdurch verhängnisvoll wird oder doch zu werden droht. D. können ihm daher auch die Fügungen der äußern Geschicke erscheinen, insofern sich in ihnen ein innerer, geistiger Zusammenhang offenbart, nicht minder der geistige Einfluß, der von der bloßen persönlichen Erscheinung oder von den Willensäußerungen eines Menschen ausgeht, sowie endlich die Triebe, Begierden, Leidenschaften des eignen Herzens und Geistes (Dämonie eines Blickes, der Leidenschaft, des Geistes etc.). In der Kunst ist der Schein des Dämonischen besonders in der Tragödie (»Richard III«, »Lady Macbeth«) wirksam verwendet worden. Vgl. Dämon.
 
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Dämonismus (griech.), Glaube an Dämonen.
 
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Dämonolatrie (griech.), Anbetung von Dämonen.
 
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Dämonologie (griech.), Lehre von den Dämonen, s. Meyers Dämon.
 
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Dämonomachie (griech.), Kampf mit Dämonen.
 
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Dämonomanie (griech., Besessensein), religiöser Wahnsinn, bei dem der Kranke die Wahnidee hegt, er verkehre mit der Gottheit oder er sei vom Teufel oder andern bösen Geistern (Dämonen) besessen, eine Vorstellung, die nicht selten ihren Grund in Visionen (Sinnestäuschungen) verzückten Inhalts hat (s. Meyers Besessene). Die D. kommt gewöhnlich vor als Teilerscheinung der Melancholie oder auch der Verrücktheit (Paranöa), seltener bei schweren Formen der Hysterie (Hystero-Epilepsie).
 
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Damophon von Messene, griech. Bildhauer des 4. Jahrh. v. Chr., schuf für seine Heimat, besonders für Megalopolis, eine große Anzahl von Götterbildern in Goldelfenbeintechnik (Chryselephantin) oder aus Gold und Marmor.
 
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Damourīt, eine dichte Varietät des Kaliglimmers; s. Meyers Glimmer.

 

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