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Dammstein bis Damoiselle (Bd. 4, Sp. 442)
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Artikelverweis Dammstein, s. Meyers Bernstein, S. 723.
 
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Dammtüren (Wettertüren), s. Text zur Tafel Meyers »Bergbau I«.
 
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Damnabel (lat.), verdammenswert, abscheulich.
 
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Damnatio (lat.), Verurteilung, insbes. zu einer Geldstrafe; D. memoriae, Verdammung des Andenkens eines verurteilten Verbrechers. Nach römischem Kaiserrecht ist D., bei dem Crimen laesae majestatis mehrfach angedroht, eine über den Tod des Schuldigen hinausreichende Strafe; D. in metalla, Verurteilung zur Zwangsarbeit in Bergwerken.
 
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Damnātur (lat.), »wird verdammt«, bei der Bücherzensur Formel, wonach ein Buch oder eine Stelle darin nicht durch den Druck veröffentlicht werden durfte. Gegensatz: imprimatur (s. d.).
 
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Damnifizieren (lat.), einem Schaden (damnum) zufügen, ihn benachteiligen; Damnifikant, der Beschädiger; Damnifikāt, der Beschädigte.
 
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Damno (kaufmännisch für ital. Danno, lat. Damnum), Verlust, Schade, insbes. an Börsenpapieren, Hypotheken u. dgl.; das Gegenteil von Agio (s. d.), daher auch soviel wie Disagio oder Perte.
 
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Damnonĭa, s. Meyers Cornwall (Grafschaft).
 
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Damnum (lat.), Schaden, s. Meyers Schadenersatz.
 
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Damoiseau (spr. -mŭasō, Damoisel), in Frankreich Edelknappe, Junker, der reiche Edelleute begleitete und ihnen bei Tisch aufwartete, selbst aber von den untern Knechten bedient wurde. Der in adliger Zucht und Sitte ausgebildete D. wurde Schildknappe, dann Ritter; jetzt soviel wie Schöntuer, Stutzer.
 
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Damoiselle (Demoiselle, spr. -mŭasell'), ursprünglich Bezeichnung für adlige Fräulein, die bei vornehmen Damen eine ähnliche Stellung einnahmen wie die Edelknappen (s. Meyers Damoiseau) bei den Rittern; dann auch für die Frauen der Schildknappen. Vorzugsweise hieß Mademoiselle später in Frankreich die dem König am nächsten verwandte unverheiratete Prinzessin, während jetzt dort jedes erwachsene ehrbare Mädchen so genannt wird. In Deutschland wurde bis ins zweite Viertel des 19. Jahrh. jede unverheiratete Dame des bessern Bürgerstandes Demoiselle oder Mademoiselle (volkstümlich verkürzt Mamsell) genannt im Gegensatze zu dem adligen »Fräulein«. Demoiselle d'honneur, soviel wie Brautjungfer. La grande Demoiselle, Beiname der Herzogin von Montpensier (s. d.), der Tochter Gastons von Orléans, des Bruders Ludwigs XIII. Mamsell heißt jetzt noch im besondern die Wirtschafterin auf Gütern, kalte Mamsell die Büfettdame.

 

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