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Damalas bis Damaskus (Bd. 4, Sp. 432 bis 433)
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Artikelverweis Damalas, Nikolaus M., der bedeutendste griech. Theolog der Gegenwart, geb. 1842 auf Chios, gest. im Februar 1892 in Athen, studierte in Athen, Erlangen, München, Halle, Leipzig und Berlin, erlangte 1863 in Erlangen die Doktorwürde und wurde 1866 außerordentlicher, 1871 ordentlicher Professor in Athen. Als die Altkatholiken römischer Konfession eine Vereinigung mit der griechischen Kirche planten, war D. einer der drei Theologen, die 1885 in Bonn im Namen des heiligen Synods von Athen die Verhandlungen führten. Unter seinen Werken sind hervorzuheben: »Über die Prinzipien«; »Katechese«; »Über die Beziehungen der griechischen und anglikanischen Kirche«; »Einleitung in das Neue Testament« (Athen 1870); »Erklärung der Evangelien« (das. 189294).
 
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Daman, s. Meyers Klippschliefer.
 
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Daman (portug. Damão), portug. Enklave in der Provinz Gudscharat der britisch-indischen Präsidentschaft Bombay, besteht aus D. Grande nebst D. Pequeno, am Golf von Cambay, 98 qkm, und dem östlich davon gelegenen, durch einen 10 km breiten Landstreifen getrennten Distrikt Nagar Hawili, 285 qkm. Der gesamte Besitz umfaßt 383 qkm mit (1894) 64,248 Einw. (meist Hindu). Der fruchtbare, aber wenig angebaute Boden erzeugt Reis, Weizen, Tabak, die Wälder enthalten große Bestände von Tiekholz. Die Stadt D., an der schiffbaren Daman-Ganga, hat 2 Forts, 9 Kirchen, Kasernen, Hospital, ist Sitz des Gouverneurs (unter dem Generalgouverneur von Goa), eines Bischofs, hat einen guten Hafen, bedeutende Seefischerei, die 150 Fahrzeuge mit 4500 Mann beschäftigt, Baumwollweberei, Korb- und Mattenflechterei und einigen, früher weit bedeutendern Handel. Die Portugiesen besitzen Stadt und Gebiet seit 1558, Nagar Hawili seit 1780.
 
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Damanhûr, Hauptort der unterägypt. Provinz (Mudirieh) Beherah, auf einem Hügel in der Nähe des Mahmudiehkanals, Eisenbahnknotenpunkt, wichtiger Stapelplatz für Baumwollenstoffe und Wolle, hat mehrere Fabriken zur Egrenierung der Baumwolle und (1897) 32,122 Einw., worunter 491 Fremde. Der Name D. ist eine Entstellung des altägyptischen Tema-en-Hor (»Stadt des Horos«), der römische Name war Hermupolis minor.
 
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Damara, südafrikan. Volk, s. Herero.
 
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Damaratos, s. Demaratos.
 
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Damas (spr. -mās), 1) Etienne Charles, Chevalier, dann Herzog von D.-Crux, franz. Generalleutnant, geb. 19. Febr. 1754 auf dem Schloft Crux im Nivernais, gest. 30. Mai 1846, focht als Hauptmann in Ostindien gegen die Engländer, worauf er den Befehl über ein Infanterieregiment erhielt. Während der Revolution nahm er in der royalistischen Armee an dem Feldzug von 1792 teil, und 1794 bildete er in England und Holland eine Legion, die jedoch bei Quiberon vernichtet wurde. Als Maréchal de Camp begleitete er den Herzog von Angoulême auf dessen Reisen und erhielt nach der Restauration den Grad eines Generalleutnants, die Pairswürde und den Herzogstitel. Nach der Julirevolution aus der Pairsliste gestrichen, lebte er auf seinem Schloß bei Menon.
   2) Joseph François Louis Charles César, Graf, dann Herzog von, geb. 28. Okt. 1758, gest. 5. März 1829, machte als Oberst die Feldzüge von 1780 und 1781 in Amerika mit. Wegen seines vergeblichen Versuchs, die Flucht Ludwigs XVI. nach Varennes zu beschützen, wurde er zum Tode verurteilt, aber begnadigt und folgte dem Grafen von Artois nach Italien, fiel aber in die Hände der Republikaner. Unter dem Konsulat wieder in Freiheit gesetzt, diente er von 17971801 in der Armee Condés und ward nach der Restauration zum Pair von Frankreich, Generalleutnant und Kapitän der Chevau-legers ernannt. Er folgte Ludwig XVIII. 1815 nach Belgien und ward Kommandant der 18. Militärdivision zu Dijon, 1825 auch Herzog. In den »Mémoires relatifs à la Révolution« (Bd. 20, Par. 1823) befindet sich von ihm ein Bericht über das Ereignis von Varennes.
   3) François Etienne, franz. General, geb. 22. Juni 1764 in Paris, gest. daselbst 23. Dez. 1828, nahm von 1792 an an allen Kämpfen der französischen Rheinarmee teil, ward Generaladjutant, sodann Chef von Klébers Generalstab und Brigadegeneral. 1798 nahm er rühmlichen Anteil an den Feldzügen in Ägypten und Syrien, fiel aber bei Bonaparte in Ungnade und wurde in den Moreauschen Prozeß verwickelt. Er wurde verhaftet, aber auf Verwendung Murats freigelassen, der ihn 1806 zum Militärkommandanten seines Herzogtums Berg und zum Staatsrat ernannte. Ludwig XVIII. vertraute ihm sodann

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die Organisation und das Kommando der Garde von Paris an, und 1816 wurde er Generalinspektor der Gendarmerie.
   4) Roger, Graf von, franz. General, Bruder von D. 2), geb. 1765, gest. 18. Sept. 1823, trat in russische Dienste, machte 1787 den Krieg gegen die Türken mit und wurde wegen seines kühnen Angriffs auf das türkische Admiralschiff sowie wegen der Erstürmung Otschakows zum Obersten ernannt. Im September 1792 begleitete er den Grafen von Artois in die Champagne und befehligte dann in der Rheinarmee des Prinzen Condé eine Legion in den Feldzügen von 1796 und 1797. Als aber die Armee in russischen Sold trat, ging er nach Italien, erhielt in Neapel das Kommando einer Division unter Macks Oberbefehl, und sein Korps rettete allein in diesem schmählichen Feldzug die militärische Ehre. 1814 ward er in alle seine frühern Würden wieder eingesetzt und zum Generalleutnant und Befehlshaber von Lyon ernannt.
   5) Auge Hyacinthe Maxence, Baron von, franz. General, geb. 30. Sept. 1785 in Paris, gest. 6. Mai 1862, ging während der Revolution mit seiner Familie nach Deutschland und von da nach Rußland, machte seit 1805 als Offizier der russischen Armee alle Feldzüge gegen die Franzosen mit, trat aber nach der Restauration als Maréchal de Camp in die französische Armee. 1823 befehligte er eine Division im spanischen Feldzug, übernahm 1824 das Kriegsministerium und verwaltete 182428 das Departement der auswärtigen Angelegenheiten. Später war D. Gouverneur des Herzogs von Bordeaux, dem er 1830 in die Verbannung folgte. Nach Frankreich zurückgekehrt, lebte er auf dem Lande den Wissenschaften.
 
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Damascēnus, Johannes, s. Meyers Johannes Chrysorrhoas.
 
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Damaschke, Adolf, Volkswirt, geb. 24. Nov. 1865 in Berlin, wurde 1886 Lehrer und war als solcher an privaten und städtischen Schulen tätig, legte 1896 sein Amt nieder, um sich ganz der Verbreitung seiner sozialen Ideen zu widmen. D. schloß sich den Bodenreformern (s. Meyers Bodenbesitzreform) an und leitet seit 1892 deren führendes Organ »Freiland«, das seit 1896 »Deutsche Volksstimme« heißt; vorübergehend war er auch Redakteur der »Kieler Neuesten Nachrichten«. Außerdem gibt er die »Bodenreform«, eine »Zeitungs-Korrespondenz für Boden- und Wohnungsfrage« und zwanglose Hefte »Soziale Streitfragen« (mit Beiträgen von A. Wagner, K. Bücher, H. Freese, W. Rein u. a.) heraus. Von seinen zahlreichen Schriften sind zu nennen: »Aufgaben der Gemeindepolitik« (Jena); »Kamerun und Kiautschou. Eine Entscheidung über die deutsche Kolonialpolitik« (Berl. 1900); »Die Bodenreform, Grundsätzliches und Geschichtliches« (2. Aufl., das. 1903). Im politischen Leben hat sich D. der nationalsozialen Partei angeschlossen, die auf sein Betreiben die Bodenreform in ihr Programm aufnahm; vgl. seine Programmschrift: »Was ist nationalsozial?«.
 
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Damaskĭos, der letzte Lehrer des Neuplatonismus zu Athen, geb. um 470 n. Chr. zu Damaskus, in Athen und Alexandria von den Neuplatonikern Marinos, Isidoros von Gaza, Zenodotos und Ammonios unterrichtet, Nachfolger der letztgenannten auf dem Lehrstuhl, begab sich, als Justinian 529 die Akademie zu Athen schließen ließ, mit sechs andern Platonikern nach Persien zum König Chosroes, kehrte jedoch um 533 ins oströmische Reich zurück. D.' weitere Lebensschicksale sind unbekannt. Seine Spekulation ging namentlich dahin, das Urwesen über alle Gegensätze zu erheben. Von seinen Schriften wurden die »Quaestiones de primis principiis« von I. Kopp herausgegeben (Frankf. a. M. 1826). Vgl. Ruelle, Le philosophe D. (Par. 1861); Heitz, Der Philosoph D. (in den »Straßburger Abhandlungen zur Philosophie«, Festschrift für E. Zeller, Freib. 1884).
 
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Damaskus (arab. esch Scham, auch Dimischk), Hauptstadt der asiatisch-türk. Provinz Syrien, fünftgrößte Stadt des osmanischen Reiches, in entzückender Lage am östlichen Fuß des Antilibanon, 690 m ü. M., in weiter, fruchtbarer Ebene (El Ghuta, mit 134 Dörfern), die von den Orientalen als das schönste der vier irdischen Paradiese gepriesen wird. Der Barada (Chrysorrhoas) durchströmt in mehreren Armen die Stadt, bewässert die stundenweit ausgedehnten Gärten und Felder und verliert sich endlich gegen O. hin in Sümpfen. Die von alten Mauern mit Türmen und Gräben umgebene Stadt hat neun Tore und krumme, staubige, unsaubere Straßen. Die schnurgerade, 1,6 km lange Hauptstraße soll dieselbe sein, die in der Apostelgeschichte (9,11) als die »gerade« erwähnt wird. Im übrigen hat D. trotz seines hohen Alters nur wenig Altertümer aufzuweisen. Unter den zahlreichen Moscheen (angeblich 248) ist die berühmteste die Moschee der Omaijaden oder die Große Moschee, ursprünglich eine Kirche des heil. Johannes, die an der Stelle eines heidnischen Tempels errichtet und später von Welid (705715), dem sechsten Kalifen des Hauses der Omaijaden, in das jetzige, durch seine Pracht und Schönheit ausgezeichnete Wunderwerk arabischer Baukunst umgewandelt wurde. Von den drei Minarets genießt »Mâdinet'-Isâ« besondere Verehrung wegen der Sage, daß am Jüngsten Tage Jesus sich auf dieses Minaret vom Himmel herablassen werde. Das größte Heiligtum der Moschee ist die Kapelle, wo das Haupt Johannis des Täufers ruhen soll, obschon es zur Zeit des byzantinischen Reiches nach Konstantinopel gebracht wurde. An nichtmohammedanischen Gotteshäusern besitzt D. 14 Synagogen, je eine griechische, maronitische, syrische und armenische Kirche, dazu 3 römisch-katholische Klöster. Merkwürdig ist die umfangreiche, 1219 erbaute Zitadelle im NW. der Stadt. Die Basare von D. (über 30 an der Zahl), die originellsten im Morgenland, ziehen sich in unendlichen Verzweigungen bedeckter Passagen um die Moschee der Omaijaden herum. In ihnen findet man Chane, wo sich der Großhandel konzentriert, eine Börse, Bäder, Kaffeehäuser und Brunnen. Im N., W. und S. breiten sich vor den Toren drei große Vorstädte aus; die bedeutendste ist die südliche, der Meidan. Die Zahl der Einwohner beträgt etwa 154,000, bestehend aus 7000 Juden und 10,000 Christen (Armeniern, Griechen etc.), im übrigen aus fanatischen Mohammedanern. Vor dem großen Christengemetzel 1860 zählte man 32,000 Christen. Industriell ist D. berühmt durch Backwaren, Rosenöl, Seidenmanufakturen, Arbeiten in ziseliertem Metall und inkrustiertem Holz. Der schwere Damast wird zwar noch hier verfertigt, jedoch von ähnlichen Fabrikaten in Westeuropa übertroffen. Die Anzahl der Webstühle für seidene Zeuge und gemischte Baumwolle wird auf 8765 angegeben. Ferner werden Gold- und Silberfäden und-Stoffe, Sattelzeug, feine Öle, Parfümerien, Balsame, Teppiche etc. verfertigt. Von Bedeutung sind Gerberei, Seilerei, Stärke- und Albuminfabrikation. Ehe Tamerlan die Waffenschmiede von D. nach Samarkand fortführte,

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hatten auch seine Säbelklingen Weltruf. Auch die Garküchen von D. (etwa 400) sind nicht zu vergessen. Der Handel der Stadt, der über Beirut (Eisenbahn von 147 km Länge) geht, sinkt unaufhaltsam. Eingeführt werden namentlich Reis, Holz, Eisen, Salz, Zucker, Petroleum, baumwollene und wollene Stoffe, Kram- und Kurzwaren, ausgeführt vor allem Mehl, Aprikosenteig, Wolle, Getreide, Früchte, Süßholz, Schafbutter, Gewebe. Die Eisenbahn beförderte 1899: 90,903 Ton. Waren. Die große Pilgerkarawane für Mekka sammelt sich hier alljährlich im September. Von der projektierten Bahn D.-Mekka ist eine ca. 95 km lange Teilstrecke im Betrieb. D. ist Sitz eines deutschen Konsuls.
   Geschichte. In der Geschichte erscheint D. (Dimaschki), die einzige aramäische Staatsgründung größern Stils, zuerst zur Zeit des Königs David, der die Stadt nach einem blutigen Krieg eroberte. Doch machte sie sich unter Rezon schoie von Salomo wieder unabhängig, und die Könige von D. benutzten die Teilung des Reiches, um auf die nördlichen Teile Israels Angriffe zu machen. Besonders Bir-idri (885844; der Benhadad der Bibel) und Hazael bedrängten das Reich Israel wiederholt; Versuche Salmanassars, D. zu bezwingen (854839), schlugen sechsmal fehl. Das Reich von D. umfaßte den ganzen Osten Syriens, ward aber unter Mari' (Benhadad II.) um 806 v. Chr. von den Assyrern vorübergehend und 732 durch Tiglat-Pileser III. dauernd unterworfen. Sowohl unter der assyrischen als später unter der neubabylonischen und persischen Herrschaft blieb D. eine blühende Stadt und Hauptstadt Syriens, der Stapelplatz des arabischen und babylonischen Handels mit Syrien und Palästina. Erst unter den Seleukiden verlor es diese Stellung. Als Antiochos Dionysios 85 im Kriege gegen die Araber fiel, ward deren Anführer Aretas I. von den Damaszenern zur Herrschaft berufen. Seine Nachkommen herrschten seit 64 v. Chr. unter römischer Oberhoheit, bis 105 n. Chr. Trajan D. der römischen Provinz Syria einverleibte. Das Christentum faßte in D. frühzeitig Wurzel, und Paulus wurde hier zum Christentum bekehrt. Seit Hadrian führte die Stadt den Ehrentitel Metropolis; Philippus Arabs machte sie zu einer römischen Kolonie, Diokletian legte daselbst gegen die Sarazenen bedeutende Waffenfabriken, Magazine und Festungswerke an. Später wurde D. der Sitz eines Bischofs und dem oströmischen Reich einverleibt. 635 eroberten es die Araber unter Omar nach zweimonatiger Belagerung. Moâwija, der Stammvater der omaijadischen Kalifen, verlegte seine Residenz hierher, und seine Nachkommen sowie die ersten Abbasiden residierten von 660753 daselbst. Nachdem Manssur I. Bagdad zu seiner Residenz gemacht, wurde D. durch Statthalter verwaltet, von denen mehrere ein eignes Sultanat begründeten. So ward es 877 von dem Tuluniden Ahmed dem Kalifat entrissen, wechselte aber öfters die Dynastie. Um 1100 residierten hier einige Zeit Seldschuken aus Tutusch' Familie, 1148 belagerten die Kreuzfahrer D. ohne Erfolg. 1154 ward es von dem Atabeg Nureddin erobert, nach dessen Tod es 1174 von Saladin, dem Ejjubiden, erobert wurde; doch wurde dessen Urgroßneffe Saladin Yusuf 1260 von dem Mongolen Hulagu, dem Beherrscher von Persien, getötet. Timur schlug 5 Jan. 1401 die Ägypter unter den Mauern von D., legte der Stadt eine Brandschatzung von 1 Mill. Dukaten auf, verheerte sie aber trotzdem noch (25. März 1401). Wegen seiner wichtigen Lage für den Handel des Orients ward D. von neuem aufgebaut. Später waren die Mamelucken als Herrscher Ägyptens auch Herren von D., bis es im Herbst 1516 von Selim I. dem osmanischen Reich einverleibt ward. Seit dieser Zeit war D. als Sitz eines türkischen Statthalters ein wichtiger Bestandteil des Reiches. Am 14. Juni 1832 eroberten es die Ägypter unter Ibrahim Pascha, und 1833 trat es die Pforte nebst Syrien und Palästina an Ägypten ab; aber schon 1840 nötigten die europäischen Großmächte Mehemed Ali, Syrien dem Sultan zurückzugeben. Seitdem ist D. wieder türkisch. 1840 (noch unter ägyptischer Herrschaft) fand hier eine große Judenverfolgung statt, bei welcher der fanatische französische Konsul Graf Ratti-Menton die Hauptrolle spielte, und 9.16. Juli 1860 eine furchtbare Metzelei der Christen durch die fanatisierte mohammedanische Bevölkerung, infolge deren die christliche Bevölkerung aus D. und den benachbarten Orten meist nach Aleppo und in andre sichere Plätze übersiedelte und erst nach genügenden Bürgschaften für ihre Sicherheit zurückkehrte. Im November 1898 wurde D. von dem deutschen Kaiser Wilhelm II. gelegentlich einer Orientfahrt besucht. Vgl. Kremer, Topographie von D. (Wien 1855); Porter, Five years in Damascus (2. Aufl., Lond. 1870); Macintosh, Damascus and its people (das. 1882).

 

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