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Dalston bis Dama (Bd. 4, Sp. 431 bis 432)
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Artikelverweis Dalston (spr. daolst'n), nördlicher Stadtteil von London, zum Bezirk Hackney gehörig, in dem das deutsche Hospital, eine deutsche Kirche und ein deutsches Waisenhaus (Kaiser Wilhelms-Stiftung) liegen.
 
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Dalton (spr. daolt'n), 1) (D. in Furneß) Stadt in Lancashire (England), in dem Furneß genannten Bezirk, 5 km nördlich von Barrow, mit Eisenhütten, Malzdarren und (1901) 13,026 Einw. 1,5 km südlich die Ruinen der berühmten Furneß-Abtei (12. Jahrh.). 2) Hauptort der Grafschaft Whitfield im nordwestlichen Georgia, mit Baumwoll- und Maschinenfabriken und (1900) 4315 Einw.
 
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Dalton (spr. daolt'n), 1) John, Chemiker und Physiker, geb. 5. Sept. 1766 zu Eaglesfield in Cumberland, gest. 27. April 1844 in Manchester, war seit 1781 Hilfslehrer zu Kendal in Westmoreland und widmete sich hier mathematischen und physikalischen Studien. 1785 wurde er mit seinem Bruder Jonathan Vorsteher der Schule in Kendal und begann 1788 meteorologische Beobachtungen, die er lebenslang fortsetzte. 1793 ging er als Lehrer der Mathematik und der Naturwissenschaften an das Kollegium zu Manchester. Er untersuchte die Ausdehnung u. Mischung der Gase, (vgl. Daltonsches Gesetz), die Elastiziät der Dämpfe und die Absorption der Gase durch Wasser, vor allem aber förderte er die Chemie durch Ausstellung der atomistischen Theorie und die Lehre von den festen Proportionen; auch arbeitete er über Kohlenoxyd, Kohlenwasserstoffe, die Sauerstoffverbindungen des Stickstoffs etc. Er schrieb: »Meteorological essays and observations« (Manchester 1793, 2. Aufl. 1834); »New system of chemical philosophy« (das. 1808 bis 1827, 3 Tle.; deutsch, aber nicht vollständig, von Wolff, Berl. 181214, 2 Bde.). Am Eingang der Royal Institution zu Manchester wurde ihm noch bei seinen Lebzeiten eine Statue errichtet. Sein Bildnis s. Tafel Meyers »Chemiker I«. Vgl. Henry, Life and researches of John D. (Lond. 1854); Roscoe, John 1). and the rise of modern chemistry (das. 1895); Roscoe und Harden, A new view of the origin of Dalton's atomic theory (das. 1896; deutsch von Kahlbaum als 2. Heft der Monographien aus der Geschichte der Chemie: »Die Entstehung der Daltonschen Atomtheorie in neuer Beleuchtung. Zugleich mit Briefen und Dokumenten über Daltons Leben und Arbeiten«, Leipz. 1898).
   2) John Call, Physiolog, geb. 2. Febr. 1825 zu Chelmsford in Massachusetts, gest. 12. Febr. 1889, ward auf dem Harvard College gebildet und gewann 1857 mit seinem »Essay on the Corpus luteum« den von der American Medical Association ausgesetzten Preis. Sein Hauptwerk: »Treatise on human physiology« (New York 1859,?. Aufl. 1882), trug ihm die Professur an einer medizinischen Schule der Stadt New York und zugleich am Long Island Hospital College zu Brooklyn ein. Während des Bürgerkriegs war er eine Zeitlang Direktor des Medizinalwesens der Potomacarmee. Er schrieb noch: »Treatise on physiology and hygiene« (1868) und »Experimental method in medical science« (1882); »Doctrines of the circulation« (1884); »Topographical anatomy of the brain« (1885, 3 Bde.).
   3) Hermann, protest. Theolog, geb. 20. Aug. 1833 in Offenbach a. M., 1858 Pastor der deutsch-reformierten Gemeinde in St. Petersburg, seit 1868 mit dem Titel Konsistorialrat, privatisiert seit 1889 in Berlin. Von seinen Schriften, teilweise Früchte ausgedehnter Reisen, nennen wir: »Geschichte der reformierten Kirche in Rußland« (Gotha 1865); »Reisebilder aus dem Orient« (Petersb. 1870); »Evangelische Betrachtungen« (Basel 187084, 5 Bde.); »Johannes von Muralt« (Wiesbad. 1876); »Johannes a Lasco« (Gotha 1881); »Reisebilder aus Griechenland und Kleinasien« (Brem. 1884); »Nathanael, Vorträge über das Christentum« (3. Aufl., Petersb. 1886); »Verfassungsgeschichte der lutherischen Kirche in Rußland« (Gotha 1887); »Urkundenbuch der reformierten Kirche in Rußland« (das. 1889); »Die evangelische Kirche in Rußland« (Leipz. 1890); »Die russische Kirche« (das. 1891); »Beiträge zur Geschichte der evangelischen Kirche in Rußland« (das. 1893, Fortsetzung 1898); »Auf Missionspfaden in Japan« (Brem. 1895); »Der Stundismus in Rußland« (Gütersloh 1896); »Johannes Goßner« (3. Aufl., Berl. 1898); »Indische Reisebriefe« (Gütersl. 1899); »Aus dem Leben einer evangelischen Gemeinde« (das. 1901).
   4) (spr. daltong) Eduard Joseph und Eduard d', s. Meyers Alton.
 
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Daltonismus, s. Meyers Farbenblindheit.
 
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Daltonsches Gesetz, von Dalton (s. d. 1) 1802 aufgestelltes Gesetz, nach dem in einer Mischung verschiedener chemisch nicht auseinander wirkender Gase der gesamte auf die Gefäßwände ausgeübte Druck gleich ist der Summe der Einzeldrucke, die jedes Gas für sich allein ausüben würde. Für gesättigte Dämpfe lautet das Daltonsche Gesetz: Die Spannkraft des gesättigten Dampfes einer Flüssigkeit in einem mit Gas erfüllten Raum ist derjenigen im leeren Raume gleich. Von diesem Gesetz zeigen sich ähnlich wie bei dem Mariotte-Gay-Lussacschen Gesetz kleine Abweichungen. Die Summe der Partialdrucke zweier Gase in getrenntem Zustand ist meist größer als der von ihrer Mischung ausgeübte Gesamtdruck, und bei hohen Drucken kann der Unterschied ziemlich beträchtlich sein. Nachdem für einen bestimmten Druck ein Maximum des Unterschiedes erreicht ist, beginnt der Unterschied bei weiterer Verminderung des Volumens abzunehmen und verschwindet sogar für ein gewisses sehr kleines Volumen, bei dem sonach das Daltonsche Gesetz streng richtig ist. Wird das Volumen noch mehr verkleinert, so ergibt sich der Gesamtdruck größer als die Summe der Partialdrucke, d. h. der Unterschied wird negativ und erreicht bald beträchtliche Werte. Aus diesem Verhalten kann man schließen, daß beim Zusammendrücken von Gasgemischen die Molekularkräfte und die räumliche Ausdehnung der Moleküle eine Rolle spielen. Die Spannkraft des gesättigten Dampfes einer Flüssigkeit in einem Gas ist im allgemeinen kleiner als die entsprechende Spannkraft im leeren Raum. Doch wird für sehr starke Kompressionen der weniger flüchtige Bestandteil (z. B. die Kohlensäure

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in einem Gemisch von Stickstoff und Kohlensäure) unter dem normalen Druck seines gesättigten Dampfes sich nicht mehr verflüssigen, weil unter Umständen seine kritische Temperatur unter dem Einfluß des beigemischten Gases sich erheblich erniedrigt. Vgl. Absorption.
 
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Dalwigk, Karl Friedrich Reinhard, Freiherr von, hess. Minister, geb. 19. Dez. 1802 in Darmstadt, gest. daselbst 28. Sept. 1880, trat 1828 in den großherzoglich hessischen Staatsdienst, wurde 1845 Provinzialkommissar von Rheinhessen und 1848 Territorialkommissar in der Bundesfestung Mainz (vgl. über seine damalige Tätigkeit: »Einige Bemerkungen zu den Denkwürdigkeiten des Generals v. Hüser, von R. Freiherrn v. D.«, Darmst. 1878) und nach kurzer Tätigkeit als Bundestagsgesandter 1. Juli 1850 Ministerpräsident und Minister des großherzoglichen Hauses, des Äußern und des Innern. Seine innere Politik war durchaus bureaukratisch und reaktionär, besonders förderte er die orthodoxen Richtungen beider Konfessionen. In den deutschen Angelegenheiten war D. entschiedener Partikularist und fast fanatischer Gegner Preußens. Im Verein mit Beust (s. d. 4) und mit v. d. Pfordten (s. d.) wollte er die deutsche Trias (s. d.) verwirklichen und vertrat deshalb stets das Interesse der Mittelstaaten gegenüber den Großmächten. 1866 schloß er sich Österreich an, flüchtete vor dem Anmarsch der preußischen Mainarmee mit dem Großherzog nach München und rief die Hilfe Frankreichs an, mußte aber den Frieden nach Preußens Wunsch schließen. Obwohl er nun die Militärkonvention mit Preußen und 1870 den Vertrag über den Eintritt Hessens in das Deutsche Reich abschloß, erhielt er 6. April 1871 doch auf Wunsch des Berliner Hofes seine Entlassung.
 
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Daly, großer Fluß im Nordterritorium (Südaustralien), entspringt als Katharine auf dem Tafelland der Carpentariahalbinsel, nimmt nach Aufnahme des Flora River den Namen D. an, erhält eine nordwestliche Richtung und ergießt sich in die Ansonbai des Timormeers. Er ist 160 km aufwärts mit großen Booten befahren worden.
 
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Dalziel, s. Meyers Telegraphenbureaus.
 
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Dam, Wegemaß in Anam zu 2 Li, = 890,38 m.
 
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Dama, der Damhirsch, s. Meyers Hirsch.
 
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Dama, südafrikan. Volk, s. Herero.

 

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