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Dalmatiner bis Dalton (Bd. 4, Sp. 430 bis 431)
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Artikelverweis Dalmatiner, s. Meyers Hund.
 
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Dalmatĭus (Delmatius), Sohn eines Stiefbruders von Konstantin d. Gr., von diesem 335 zum Cäsar ernannt, wurde 337 nach Konstantins Tod in einem Soldatenaufstand mit fast allen übrigen Verwandten der neuen Kaiser getötet.
 
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Dalmatow (Dolmatowo), Flecken im russ. Gouv. Perm, Kreis Schadrinsk, am Isset (zum Tobol), hat ein berühmtes, 1641 gegründetes Kloster und (1897) 4191 Einw.
 
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Dalni, chines. Hafen, s. Talienwan.
 
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Dalou (spr. dalū), Jules, franz. Bildhauer, geb. 1838 in Paris, gest. daselbst 15. April 1902, trat mit elf Jahren in die Zeichenschule der rue de l'Ecole de médecine, wo er von Carpeaux im Zeichnen und im Modellieren nach der Antike unterrichtet wurde und solche Fortschritte machte, daß dieser ihn in sein Atelier nahm. Mit 18 Jahren trat er auf kurze Zeit in das Atelier Durets und debütierte 1862 in der Ausstellung mit einer Genrestatue in Gips; 1870 folgte eine Stickerin, die einen Preis erhielt. Während des Krieges trat er in die Nationalgarde, wurde der Teilnahme am Aufstande der Kommune beschuldigt und floh nach England, wo seine Arbeiten große Anerkennung fanden. 1873 kehrte er nach Paris zurück. Im Salon von 1883 erhielt er für zwei große figurenreiche, durchaus malerisch aufgefaßte Reliefs: Sitzung der französischen Deputiertenkammer vom 23. Juni 1789 und eine allegorische Verherrlichung der Republik, die Ehrenmedaille des Salons. Das erstere hat er im Auftrage des Staates für die Deputiertenkammer in Marmor ausgeführt. Von seinen spätern Schöpfungen sind neben zahlreichen Büsten in Bronze und Marmor (Rochefort, A. Theuriet, Floquet u. a.) die Statuen des Kommunisten Blanqui und des Chemikers Lavoisier, das Grabdenkmal Victor Noirs, ein Bacchanal als Brunnendekoration, Bacchus Ariadne tröstend (1892), die Denkmäler von Delacroix im Luxembourggarten, von Gambetta in Bordeaux und des Generals Hoche in Quiberon hervorzuheben. Sein Hauptwerk ist die kolossale Gruppe: der Triumph der Republik auf der Place de la nation in Paris (1900 enthüllt). D. war ein begabter Naturalist, der sich eng an Carpeaux anschloß, ohne jedoch dessen Ausschreitungen zu teilen. Vgl. Dreyfous, D., sa vie et son œuvre (Par. 1903).
 
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Dalry (spr. dĕlrāī oder dällrĭ, »Königstal«), Binnenstadt im nördlichen Ayrshire (Schottland), hat Wollenwarenfabrikation und (1891) 4572 Einw.
 
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Dalrymple (spr. dällrimpl), 1) Sir David D., Lord Hailes, schott. Rechtsgelehrter und Historiker, geb. 28. Okt. 1726 in Edinburg, gest. 29. Nov. 1792, studierte in Utrecht, ward 1748 Anwalt, 1766 Mitglied des schottischen Obergerichts mit dem Titel Lord Hailes und 1776 Richter des Obersten Kriminalgerichts. Sein historisches Hauptwerk sind die »Annals of Scotland from the accession of Malcolm III. to the accession of Robert I.« (Edinburg 1776, fortgesetzt 1779 bis zur Thronbesteigung der Stuarts), bekannt durch ihre Polemik gegen Gibbon. Auch schrieb er: »Memorials and letters relating to the history of Britain in the reign of James I.« (Edinb. 1762) und »of Charles I.« (das. 1766); »Historical memorials« (das. 1769) u. a.
   2) Alexander, Geograph und Reisender, Bruder des vorigen, geb. 24. Juli 1737 bei Edinburg, gest. 19. Juni 1808 in London, trat 1752 in die Dienste der Ostindischen Kompagnie und leitete 176264 eine Expedition nach den Suluinseln. Die Kompagnie ernannte ihn 1779 zu ihrem Hydrographen, und 1795 erhielt er das neu errichtete Amt eines Hydrographen der Admiralität. Eine Sammlung seiner Seekarten gab er heraus in der »General collection of nautical publications« (Lond. 1753) und in dem »Oriental repertory from April 1791 to January 1795« (das. 1791). Auch schrieb er: »Historical collection of the several voyages and discoveries in the Pacific Ocean« (1770, 2 Bde.).
 
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Dal segno (ital.), s. Meyers Segno.
 
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Dalsland (Dal), Landschaft im südlichen Schweden, früher, als zu Norwegen gehörend, »Marker« genannt, zwischen dem Wenersee und Norwegen gelegen, bildet den kleinern nördlichen Teil des Läns Elfsborg, ist 4135 qkm groß und wird von ca. 75,000 Menschen bewohnt. Nur der am Wenersee belegene südöstliche Teil, etwa ein Zwölftel des Ganzen, ist eben und fruchtbar; alles übrige ist ein Gebirgsland (bis 240 m hoch). Merkwürdig sind die großen Lager von

[Bd. 4, Sp. 431]


Meeresschnecken auf Höhen von 70100 m, die sogen. Riesentöpfe, von denen man 75 kennt, und die bedeutenden tiefen Spalten in den Bergen. Durch die Mitte der Landschaft zieht sich der Dalslandskanal, bis zur norwegischen Grenze 256 km weit. Dieses Kanalsystem ist 186467 von dem Baumeister Nils Ericson mit einem Kostenaufwand von 11/2 Mill. Kronen angelegt worden, verbindet, in der Richtung von NW. nach SO. ziehend, die Seen Stora Lee, Lelången, Laxsjö und einige kleinere mit dem Wenersee und überwindet einen Höhenunterschied von 57 m durch 29 Schleusen. Waldwirtschaft, Viehzucht, Ackerbau und Eisenindustrie sind die Hauptnahrungsquellen. Von Eisenbahnen durchschneidet die große Bergbezirksbahn Gotenburg-Falun den östlichsten Teil des Landes, an die sich bei Mellerud die Dalslandsbahn Sunnanå-Frederikshald anschließt.
 
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Dalston (spr. daolst'n), nördlicher Stadtteil von London, zum Bezirk Hackney gehörig, in dem das deutsche Hospital, eine deutsche Kirche und ein deutsches Waisenhaus (Kaiser Wilhelms-Stiftung) liegen.
 
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Dalton (spr. daolt'n), 1) (D. in Furneß) Stadt in Lancashire (England), in dem Furneß genannten Bezirk, 5 km nördlich von Barrow, mit Eisenhütten, Malzdarren und (1901) 13,026 Einw. 1,5 km südlich die Ruinen der berühmten Furneß-Abtei (12. Jahrh.). 2) Hauptort der Grafschaft Whitfield im nordwestlichen Georgia, mit Baumwoll- und Maschinenfabriken und (1900) 4315 Einw.

 

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