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Dakha bis Dakryocystītis (Bd. 4, Sp. 422)
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Artikelverweis Dakha (Dhaka), s. Meyers Dacca.
 
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Dakhma (»Türme des Schweigens«), s. Meyers Parsen.
 
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Dakiki, einer der namhaftesten persischen Dichter vor Firdosi, hat seinen Namen besonders dadurch verewigt, daß er im Auftrag des Samanidenfürsten Nûch ben Manßûr (976997) die erste dichterische Bearbeitung der altiranischen Königssagen begann, die später von Firdosi in vollendetster Weise zum Abschluß gebracht wurde. D. hatte 1000 Verse aus der Geschichte des Guschtâsp vollendet, als er durch die Hand seines Geliebten, eines Türkenknaben, einen jähen Tod fand. Er hat außerdem Kassiden (Lobgedichte) zum Preis der Samaniden gedichtet und in Ghaselen, die deutlich seine zoroastrische Gesinnung verraten, den Wein und die Liebe verherrlicht, Seine Gedichte finden sich, mit metrischer deutscher Übersetzung, in Ethés »Rûdagîs Vorläufer und Zeitgenossen« (in den »Morgenländischen Forschungen«, Leipz. 1875).
 
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Dakische Kriege, s. Dacien.
 
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Dakka, s. Meyers Haschisch.
 
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Dakoromānisch, einer der drei Hauptdialekte der rumän. Sprache, s. Meyers Rumänische Sprache u. Literatur.
 
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Dakōta (abgekürzt D. T.), 186189 Territorium der Vereinigten Staaten von Nordamerika im äußersten Norden, seither geteilt in die Staaten Norddakota (s. d.) und Süddakota (s. d.), war ursprünglich Bestandteil des ehemaligen Louisiana, dehnte sich vor Organisierung der Territorien Montana (1864) und Wyoming (1868) auch über einen großen Teil der Felsengebirgsgegend aus.
 
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Dakōta (»die sieben Ratfeuer«), großes Indianervolk westlich vom Mississippi (s. Tafel Meyers »Amerikanische Völker« 1, Fig. 12), vom Arkansas im S. bis zum Saskatchewan im N., von den Franzosen Sioux, von andern auch Nadowessier genannt. Ihre Hauptstämme sind: die Quappa, Kansas und Osagen im S., die Ponka, Omaha und Mandan in der Mitte, die Sioux, Assiniboine und Krähenindianer im N. Sprachverwandt sind die Winebago am Michigansee, die Tutelos in Virginien und die Biloxi in Louisiana. Der mächtigste Stamm sind die Sioux oder eigentlichen D., die früher zwischen oberm Mississippi im O., Blael Hills und Rocky Mountains im W. wohnten und sieben verbündete, aber voneinander unabhängige Völker umfaßten. Als treffliche Reiter und mutige Krieger haben sie mit den Vereinigten Staaten blutige Kriege geführt (1852,1862,1876), in deren letztem sie unter ihrem Häuptling Sitting Bull den General Custer mit seiner Abteilung niedermetzelten. Früher lebten sie vorzugsweise von der Büffeljagd. Einige Stämme, besonders die Mandan, erreichten einen ziemlichen Kulturgrad (s. Tafel Meyers »Indianische Kultur I«, Fig. 2). Die Zahl der D. schätzt man gegenwärtig auf 43,400, davon 2200 in Kanada. Grammatiken der Dakotasprache lieferten Riggs (Washingt. 1852), v. d. Gabelentz (Leipz. 1852) und Röhrig (Washingt. 1873). Vgl. Poole, Among the Sioux of Dakota (New York 1881); Cronau, Fahrten im Lande der Sioux (Leipz. 1886); Mooney, The Siouan tribes of the East (Washingt. 1894), und The Ghost-Dance religion and the Sioux Outbreak of 1890 (das. 1896).
 
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Dakryoadenītis (griech.), Entzündung der Tränendrüse.
 
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Dakryocystis (griech.), der Tränensack.
 
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Dakryocystītis (griech.), Entzündung des Tränensackes.

 

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