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Dakaliëh bis Dakōta (Bd. 4, Sp. 422)
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Artikelverweis Dakaliëh (Dachalieh), ägypt. Provinz (Mudirieh) östlich vom Damiettearm des Nils, südlich vom Mensalehsee, hat 2411,2 qkm von unzähligen Kanälen durchschnittenes Kulturland und zählt (1897) 736,708 Einw. (367,643 männlich, 369,065 weiblich), darunter 2416 Ausländer und 660 nomadisierende Beduinen. Hauptprodukte sind Getreide, Baumwolle, Flachs, Indigo, Tabak. Hauptort ist Mansûra.
 
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Dakar, befestigte Hafenstadt in der franz. Kolonie Senegal, an der Südküste der Halbinsel des Kap Verde, von der gegenüberliegenden Insel Gorée durch einen 2 km breiten Meereskanal getrennt, durch Eisenbahn mit St. Louis verbunden, ist Sitz eines Bischofs, Missions- und Dampferstation (auch der deutschen Woermannlinie), hat ein Regierungsgebäude, Kasernen, bedeutende Faktoreien und mit der Besatzung (1889) 4986 Einw. Frankreich nahm 1857 von D. Besitz, seit 1862 arbeitet man an der Herstellung eines geräumigen Hafens.
 
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Daker, Volk, s. Dacien.
 
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Dak-Gari, vierräderiger Extrapostwagen in Britisch-Indien, ohne Sitze, aber mit einer Matratze zum Daraufliegen ausgestattet. Auf dem Kutscherbock nehmen Kutscher, Diener und Pferdewärter Platz. Früher das Hauptverkehrsmittel für Reisende, dient der D. seit Ausbreitung des Eisenbahnnetzes als Eilwagen zur Beförderung von Poststücken.
 
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Dakha (Dhaka), s. Meyers Dacca.
 
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Dakhma (»Türme des Schweigens«), s. Meyers Parsen.
 
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Dakiki, einer der namhaftesten persischen Dichter vor Firdosi, hat seinen Namen besonders dadurch verewigt, daß er im Auftrag des Samanidenfürsten Nûch ben Manßûr (976997) die erste dichterische Bearbeitung der altiranischen Königssagen begann, die später von Firdosi in vollendetster Weise zum Abschluß gebracht wurde. D. hatte 1000 Verse aus der Geschichte des Guschtâsp vollendet, als er durch die Hand seines Geliebten, eines Türkenknaben, einen jähen Tod fand. Er hat außerdem Kassiden (Lobgedichte) zum Preis der Samaniden gedichtet und in Ghaselen, die deutlich seine zoroastrische Gesinnung verraten, den Wein und die Liebe verherrlicht, Seine Gedichte finden sich, mit metrischer deutscher Übersetzung, in Ethés »Rûdagîs Vorläufer und Zeitgenossen« (in den »Morgenländischen Forschungen«, Leipz. 1875).
 
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Dakische Kriege, s. Dacien.
 
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Dakka, s. Meyers Haschisch.
 
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Dakoromānisch, einer der drei Hauptdialekte der rumän. Sprache, s. Meyers Rumänische Sprache u. Literatur.
 
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Dakōta (abgekürzt D. T.), 186189 Territorium der Vereinigten Staaten von Nordamerika im äußersten Norden, seither geteilt in die Staaten Norddakota (s. d.) und Süddakota (s. d.), war ursprünglich Bestandteil des ehemaligen Louisiana, dehnte sich vor Organisierung der Territorien Montana (1864) und Wyoming (1868) auch über einen großen Teil der Felsengebirgsgegend aus.

 

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