Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Cystoplegīe bis Cytĭnus (Bd. 4, Sp. 396)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Cystoplegīe (griech.), Blasenlähmung.
 
Artikelverweis 
Cystoptĕris Bernh. (Blasenfarn), Gattung der Polypodiazeen, zartkrautige Farne mit rundlichen, zerstreuten Fruchthäufchen (s. Tafel Meyers »Farne II«, Fig. 7). Sieben Arten in den gemäßigten Klimaten, besonders der nördlichen Erdhälfte, unter ihnen drei deutsche. C. fragilis Bernh., mit büschelig stehenden, zarten, länglich-eiförmigen, zugespitzten, ein- bis dreifach fiederschnittigen Wedeln mit sehr zerbrechlichem Stiel, wächst in Fels- und Mauerritzen, fast kosmopolitisch. C. alpina Desv. (C. regia Presl.), mit doppelt gefiederten Wedeln, und C. montana Link., mit dreifach fiederigen Wedeln, in den Alpen, werden als Zierpflanzen auf Felsen etc. kultiviert.
 
Artikelverweis 
Cystōpus Lév. (Albugo Gray), Pilzgattung der Peronosporeen, in lebenden Pflanzen wuchernde Schmarotzerpilze, deren Mycelium im Innern der grünen Teile, oft auch der Blütenorgane wächst; ihre Sporen (Konidien) werden unter der Epidermis des befallenen Teiles von kurzen, blasigen Fruchthyphen zu mehreren kettenförmig abgeschnürt und darauf nach Abstoßung der Epidermis verstäubt. Außerdem werden im Innern des Pflanzenteils Oosporen gebildet. C. candidus Lév. (weißer Rost) findet sich häufig auf Kreuzblütlern, besonders auf Hirtentäschel und Leindotter, und bildet weiße Schwielen an den befallenen, vorzeitig absterbenden Pflanzenteilen.
 
Artikelverweis 
Cystoskopīe (griech.), Untersuchung der Blase mittels endoskopischer Apparate (Cystoskope), s. Meyers Beleuchtungsapparate, medizinische.
 
Artikelverweis 
Cystospasmus (griech.), Blasenkrampf.
 
Artikelverweis 
Cystostōm, Zellenmund, s. Infusorien.
 
Artikelverweis 
Cystotomīe (griech.), Blasenschnitt, Eröffnung der Harnblase; chirurgische Operation, die ausgeführt wird, um Fremdkörper (Steine etc.) und Geschwülste der Blase zu entfernen, seltener, um bei Verlegung des natürlichen Abflußkanals (Harnröhre), z. B. durch Vergrößerung der Vorsteherdrüse, dem gestauten und zersetzten Urin einen Weg nach außen zu verschaffen.
 
Artikelverweis 
Cythēra, Insel, s. Kythira.
 
Artikelverweis 
Cytherēa, s. Meyers Kythereia.
 
Artikelverweis 
Cythērenapsel, s. Spondias.
 
Artikelverweis 
Cytĭnus L. (Hypocist), Gattung der Rafflesiazeen, niedrige, gefärbte, auf Wurzeln schmarotzende Gewächse mit kurzem Stengel, schuppenförmigen Blättern, monözischen oder diözischen Blüten in traubigem Blütenstand und beerenartigen Früchten. Von den zwei Arten wächst C. Hypocistis L. (s. Tafel Meyers »Schmarotzerpflanzen I«, Fig. 7) auf den Wurzeln verschiedener Arten von Cistus im südlichen Mittelmeergebiet und bildet durch leuchtend gelb- bis karminrote Blüten eine der größten Zierden der Cistrosenheiden. Aus ihrem Saft bereitete man ein Extrakt (Hypocistensaft, Zistensaft), das säuerlich, herb und zusammenziehend schmeckt und arzneilich angewendet wurde. Die schleimig-süßlichen Beeren werden in Portugal von den Kindern gegessen.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: