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Cystektasīe bis Cystococcus (Bd. 4, Sp. 396)
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Artikelverweis Cystektasīe (griech.), Blasenerweiterung.
 
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Cysten (griech., Blasen, Kapseln), Umhüllungen ruhender einzelliger Organismen, die sich zum Schutz mit einer festen Zellhaut umkleiden und erst nach längerer Ruhe aus dieser Hülle entweder ganz oder nach vorheriger Teilung wieder beweglich austreten. Auch bei parasitischen Metazoen spricht man von C., die diese zeitweise um sich ausscheiden (Ruhezustände der Saug-, Band- und Spulwürmer). Meist haben sie die Gestalt einer Kugel, bieten also eine möglichst geringe Oberfläche dar; sie dienen zum Schutz gegen Austrocknen oder andre Schädlichkeiten. In der Medizin ist Cyste soviel wie Balggeschwulst (s. d.).
 
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Cystenkropf, Vergrößerung der Schilddrüse mit Bildung von Cysten.
 
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Cystenniere, eine teils angeborne, teils erworbene Veränderung der Nieren, bei der diese von zahlreichen kleinern und größern Hohlräumen durchsetzt sind, die häufig durch Ausdehnung der Harnkanälchen, oft auch als Neubildung entstehen. Wenn nicht mehr hinreichend normales Nierengewebe vorhanden ist, wird das Leben gefährdet.
 
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Cysticercus, Blasenwurm, s. Meyers Bandwürmer, S. 328.
 
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Cystideen, s. Meyers Haarsterne.
 
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Cystīn C6H12N2S2O4 findet sich in manchen Harnsteinen und Harnsedimenten, bildet farb-, geruch- und geschmacklose Kristalle, löst sich in Säuren und Alkalien, nicht in Wasser, reagiert neutral, bildet aber mit Säuren salzartige Verbindungen, mit Zinn und Salzsäure Cysteïn (Amidothiomilchsäure). Cystinurie, Ausscheidung von Cystingries durch den Harn.
 
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Cystis (griech.), Blase, Harnblase; C. fellea, die Gallenblase.
 
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Cystītis (griech.), Entzündung der Blase, bez. der Blasenschleimhaut (Blasenkatarrh).
 
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Cystocēle (griech.), Blasenbruch, s. Meyers Bruch, S. 472.
 
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Cystococcus (Chlorococcum Fr.), Algengattung der Protokokkazeen, bildet einzelne, kugelige, zartwandige Zellen, die z. T. auf feuchter Erde oder an Baumstämmen leben und, wie C. humicola Näg., häufig als Nährpflanze für Flechtenpilze dienen.

 

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