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Cyprīnus bis Cyrenaiker (Bd. 4, Sp. 394 bis 395)
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Artikelverweis Cyprīnus, der Karpfen.
 
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Cyprĭonsalz, schwefelsaures Kupferoxydammoniak (oder Kupfersulfat) mit unterschwefligsaurem Natron, wird in der Feuerwerkerei benutzt.
 
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Cypripedĭum L. (Frauenschuh, Marienschuh, Venusschuh), Gattung der Orchideen, Pflanzen mit kriechendem Wurzelstock und nur am Grund beblättertem Schaft, der eine oder wenige Blüten tragt, deren Honiglippe Ähnlichkeit mit einem Pantoffel hat. Etwa 20 Arten in der gemäßigten nördlichen Zone bis Japan, Nordindien, südlich bis Mexiko. C. Calceolus L. (europäischer Frauenschuh), mit 30 cm hohem Schaft, elliptisch-lanzettförmigen Blättern und einer oder zwei gipfelständigen, bis 5 cm im Durchmesser haltenden Blüten, wächst von Europa bis Ostsibirien, in Deutschland besonders in Buchenwäldern auf Kalkboden. Viele prachtvolle Arten aus Asien und Nordamerika werden als dankbar blühende und leicht zu erhaltende Zierpflanzen auch im Zimmer kultiviert. C. venustum Wall., aus Neapel, hat zweizeilige, 20 bis 26 cm lange, hell gefleckte Blätter, einen kurzen schwarzviolett behaarten Schaft und langdauernde, große, sehr schöne rötlichgrüne, purpurrötlich und blaßbraun gezeichnete Blüten (s. Tafel Meyers »Zimmerpflanzen I«, Fig. 9). C. caudatum, (s. Tafel Meyers »Orchideen I«, Fig. 2, und Tafel Meyers »Fliegen- und Schneckenblumen«, Fig. 11). C. barbatum Pfitz., in Südindien, auf Java, mit schwärzlichgrün netzartig gezeichneten Blättern und schönen, violett und weiß gefärbten Blüten, s. Tafel Meyers »Fliegen- und Schneckenblumen«, Fig. 20.
 
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Cypris, s. Meyers Muschelkrebse.
 
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Cyprische Umbra, s. Meyers Bolus.
 
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Cypsĕlus, Segler (s. d.); Cypselidae (Segler), Familie der Segler (s. d.).
 
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Cypsélus, Tyrann von Korinth, s. Kypselos.
 
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Cyrano de Bergerac (spr. ßirano dö berschērack), Savinien, franz. Schriftsteller, geb. 6. März 1619 in Paris, gest. 1655, nannte sich de Bergerac von einem Lehen seines Vaters im Depart. Seine-et-Oise, trat in die königliche Garde, zeichnete sich hier als Raufbold aus und bestand mehr als 1000 Duelle (die meisten wegen der Größe und Form seiner Nase, welche die Spottlust reizte). Seine Schriften sind das Abbild seines Charakters; bei manchen Mängeln in Stil und Komposition sind sie doch frisch, keck, phantastisch, oft geistvoll. Sie enthalten: »Lettres«, mit rhetorischem Schwulst geschriebene galante und satirische Briefchen; »L'histoire comique des États et Empire de la Lune« und »L'histoire comique des Etats et Empire du Soleil«, eine Reise à la Verne nach Sonne und Mond mit physikalischen und metaphysischen, satirischen und witzigen Bemerkungen, von Voltaire im »Micromégas«, von Swift im »Gulliver« nachgeahmt; eine Tragödie: »Agrippine« (1653),

[Bd. 4, Sp. 395]


energisch und schwungvoll, aber atheistisch, und eine Komödie: »Le pédant joué« (1654), in der er den Pariser Schuldirektor Grangier auf die Bühne bringt, und aus der Molière manches entlehnt hat. Seine »Œuvres« (1741, 3 Bde.) wurden 1858 wieder abgedruckt von P. Lacroix (neue Ausg. 1900). Vgl. Brun, Savinien de Cyrano B. (Par. 1894). Durch das Drama von Rostand (s. d.) ist C. 1898 zu neuem Ruhm gelangt.
 
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Cyrēna, s. Meyers Muscheln.
 
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Cyrenaica, Landschaft, s. Kyrenaika.
 
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Cyrenaiker, s. Kyrenaiker.

 

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