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Cyprĭa bis Cypris (Bd. 4, Sp. 394)
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Artikelverweis Cyprĭa oder Cypris (griech. Kypria, Kypris), Beiname der Venus (Aphrodite), von der Insel Cypern, einer ihrer Hauptkultstätten. Cypria nennen sich auch Vereine für die Zucht der der Venus geheiligten Taube. Cyprĭpor (von Cypridis puer, »Sohn der Kypris«), veralteter Ausdruck bei Dichtern des 18. Jahrhunderts für Eros (Amor).
 
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Cyprĭanus, Thascius Cäcilius, der Heilige, um 200, vielleicht zu Karthago, geboren und dort Lehrer der Rhetorik, wurde um 246 für das Christentum gewonnen und bereits 248 oder 249 Bischof von Karthago. Der Verfolgung unter Kaiser Decius 250 bis 251 entzog er sich durch die Flucht, wirkte aber auch von seinem Versteck aus durch Briefe für das Wohl seiner Gemeinde. Die Frage nach der Behandlung der in der Verfolgung abgefallenen Christen verwickelte ihn in längere Kämpfe mit einer laxen und einer rigoristischen Partei (s. Novatianer). Auch wegen seiner Bestreitung der Gültigkeit der Ketzertaufe, wobei er sich auf die Zustimmung seiner afrikanischen Mitbischöfe stützen konnte, geriet er in Streit mit dem römischen Bischof Stephanus. Einem förmlichen Bruch ward durch den Tod Stephans in der valerianischen Verfolgung vorgebeugt, in der auch C. 14. Sept. 258 enthauptet wurde. Auf die Ausbildung der lateinischen Kirche in der Denkart und Sprache hat C. großen Einfluß gehabt. Unter seinen zahlreichen Schriften (hrsg. von Hartel, Wien 186871, 3 Bde.) ist namentlich die Abhandlung »Da unitate ecclesiae« wegen der darin entwickelten Lehre, daß nur in der von den untereinander gleichberechtigten Bischöfen getragenen Kirche das Heil zu finden sei (s. Meyers Alleinseligmachende Kirche), von Bedeutung. Vgl. B. Fechtrup, Der heil. C. (Münster 1878); O. Ritschl, C. von Karthago und die Verfassung der Kirche (Götting. 1885); Freppel, St. Cyprien et l'église d'Afrique (3. Aufl., Par. 1890); E. W. Benson, C., his life. his times, his work (Lond. 1897).
 
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Cypridīna, s. Meyers Muschelkrebse.
 
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Cypridīnenschiefer, Schichtengruppe in der Devonischen Formation (s. d.).
 
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Cyprīn, Mineral, und zwar ein blauer Idokras.
 
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Cyprīnenton, s. Diluvium.
 
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Cyprinidae (Karpfen), s. Meyers Fische und Meyers Karpfen; auch eine Familie der Muscheln (s. d.).
 
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Cyprīnus, der Karpfen.
 
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Cyprĭonsalz, schwefelsaures Kupferoxydammoniak (oder Kupfersulfat) mit unterschwefligsaurem Natron, wird in der Feuerwerkerei benutzt.
 
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Cypripedĭum L. (Frauenschuh, Marienschuh, Venusschuh), Gattung der Orchideen, Pflanzen mit kriechendem Wurzelstock und nur am Grund beblättertem Schaft, der eine oder wenige Blüten tragt, deren Honiglippe Ähnlichkeit mit einem Pantoffel hat. Etwa 20 Arten in der gemäßigten nördlichen Zone bis Japan, Nordindien, südlich bis Mexiko. C. Calceolus L. (europäischer Frauenschuh), mit 30 cm hohem Schaft, elliptisch-lanzettförmigen Blättern und einer oder zwei gipfelständigen, bis 5 cm im Durchmesser haltenden Blüten, wächst von Europa bis Ostsibirien, in Deutschland besonders in Buchenwäldern auf Kalkboden. Viele prachtvolle Arten aus Asien und Nordamerika werden als dankbar blühende und leicht zu erhaltende Zierpflanzen auch im Zimmer kultiviert. C. venustum Wall., aus Neapel, hat zweizeilige, 20 bis 26 cm lange, hell gefleckte Blätter, einen kurzen schwarzviolett behaarten Schaft und langdauernde, große, sehr schöne rötlichgrüne, purpurrötlich und blaßbraun gezeichnete Blüten (s. Tafel Meyers »Zimmerpflanzen I«, Fig. 9). C. caudatum, (s. Tafel Meyers »Orchideen I«, Fig. 2, und Tafel Meyers »Fliegen- und Schneckenblumen«, Fig. 11). C. barbatum Pfitz., in Südindien, auf Java, mit schwärzlichgrün netzartig gezeichneten Blättern und schönen, violett und weiß gefärbten Blüten, s. Tafel Meyers »Fliegen- und Schneckenblumen«, Fig. 20.
 
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Cypris, s. Meyers Muschelkrebse.

 

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