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Cynōdon bis Cynthĭus (Bd. 4, Sp. 390)
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Artikelverweis Cynōdon Rich. (Hundszahn), Gattung der Gramineen, Gräser mit zarten, strahlig abstehenden Ähren und einblütigen, grannenlosen Ährchen, die alle nach einer Seite gewendet stehen. Vier Arten, von denen drei in Australien, die vierte, C. dactylum Rich. (Hundshirse, Bermudagras, s. Tafel Meyers »Gräser I«, Fig. 3), kosmopolitisch ist. Dies Gras ist ausdauernd, mit kriechendem Wurzelstock, aufsteigendem, ästigem, handhohem Halm und gespreizter Fingerähre. Es wächst in allen warmen und gemäßigten Ländern, sandigen Boden weithin überziehend; der Sommerdürre trotzend und doch zartblätterig, bildet es in den Südstaaten von Nordamerika die Grundlage der Alcidewirtschaft. Auch in Ostindien wird es kultiviert (Durba, Dub, Hariali), und den Hindu gilt es als heilig. Die Ausläufer sind reich an Stärkemehl und Zucker und werden in Italien wie bei uns die Queckenwurzel benutzt.
 
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Cynoglossum L. (Hundszunge), Gattung der Borraginazeen, meist ausdauernde, oft grau- und weichhaarige bis fast filzige Kräuter mit abwechselnden ganzen Blättern und in blattlosen Wickeln stehenden blauen oder roten, trichterförmigen Blüten. Etwa 50 Arten, meist Bergbewohner der gemäßigten und subtropischen Klimate beider Erdhälften. C. officinale L. (gemeine Hundszunge, Venusfinger), zweijährig, bis 1 m hoch, graukurzhaarig, mit feinfilzigen, lanzettförmigen Blättern und purpurnen, widerlich riechenden Blüten, wächst in Europa, Sibirien, Nordamerika. Wurzel und Kraut wurden früher arzneilich benutzt. Sie enthalten ein kristallinisches Alkaloid, das auf die Endigungen der peripherischen Nerven eine lähmende Wirkung nach Art des Curare ausübt. Andre Arten werden als Zierpflanzen kultiviert.
 
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Cynomorĭum (Hundskolben, Hundsrute), Gattung der Balanophorazeen, mit der einzigen Art: C. coccineum L. (roter Hundskolben, s. Tafel Meyers »Schmarotzerpflanzen«, Fig. 6), dessen kurz zylindrisches Rhizom mit kleinen wurzelartigen Fortsätzen auf den Wurzelfasern verschiedener Sträucher und Kräuter schmarotzt. Aus dem Rhizom erheben sich 10 cm lange, mit dreieckigen Schuppenblättern besetzte zylindrische dunkel rotbraune Blütensprosse mit dickerm, aus zahlreichen niedergedrückten Scheinköpfchen zusammengesetztem Kolben, der über die Erde tritt. Aus den sehr unvollständigen, polygamischen Blüten entwickeln sich einsamige Nüßchen. Dieses Gewächs, das sich in der littoralen Mittelmeerregion, sehr häufig in Nordafrika, auch in der Dsungarei findet, wurde wegen seines violettroten, bitterlich zusammenziehenden Saftes früher als blutstillendes Mittel (Malteser Schwamm, Fungus Melitensis) benutzt.
 
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Cynomys, s. Meyers Präriehund.
 
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Cynophorīe (griech.), die Strafe des Hundetragens (s. d.).
 
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Cynopithecīna (Hundsaffen), Unterfamilie der Schmalnasen, s. Meyers Affen, S. 128.
 
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Cynopŏda, Familie der Raubtiere (s. d.).
 
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Cynosūrus L, (Kammgras), Gattung der Gramineen, ein- oder mehrjährige Gräser mit ähren- oder köpfchenförmiger, einseitiger Rispe, ein- bis fünfblütigen Ährchen und begrannten oder stachelspitzigen Deckspelzen. Fünf Arten in der gemäßigten Zone der Alten Welt. C. cristatus L. (s. Tafel Meyers »Gräser IV«, Fig. 2), eins der gemeinsten Gräser durch ganz Europa, mit linealer Scheinähre und drei- bis vierblütigen, grannenlosen Ährchen, die durch eine kammförmig gefiederte Hülle gestützt sind, findet sich auf frischen und trocknen Wiesen, auch auf Triften, bildet auf Wiesen ein Untergras, gilt als gutes Schnittgras, auf Weiden und Triften als sehr gutes Weidegras, erträgt Trockenheit, ist nahrhaft, wird aber nach der Blüte sehr hart und dann vom Vieh verschmäht.
 
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Cynthĭa, s. Meyers Seescheiden.
 
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Cynthĭana, Hauptstadt der Grafschaft Harrison in Kentucky, am südlichen Licking River, mit berühmter Pferdezucht, Whiskybrennerei und (1900) 3257 Einw.
 
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Cynthĭus, s. Kynthios.

 

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