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Cymbal bis Cymophān (Bd. 4, Sp. 389)
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Artikelverweis Cymbal (lat. cymbalum, Cimbal), soviel wie Hackbrett (s. d.), der Vorfahr des Klaviers, welch letzteres nichts als ein C. ist, das mittels einer Klaviatur geschlagen wird. Der Name C. ging in seiner italienischen Form Cembalo auf das Klavier über (Clavicembalo). In Ungarn heißt das Hackbrett noch heute Czimbal. In der Orgel ist C. eine gemischte Stimme von sehr kleinen Dimensionen, gleichbedeutend mit Scharf (Acuta).
 
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Cymbalarĭa Baumg. (Cymbelkraut, Zimbelkraut), Gattung der Skrofulariazeen, kriechende, ausdauernde Kräuter, besonders auf Mauern und Felsen, mit langgestielten, meist gelappten Blättern, achselständigen, weißen oder violetten Blüten und aufspringenden Kapseln. 9 Arten im Mittelmeergebiet und in Westeuropa. C. Cymbalaria Wettst. (Linaria Cymbalaria L., s. Text zur Tafel Meyers »Erdfrüchtler«), in Süd- und Mitteleuropa, mit 60 cm langen, liegenden oder hängenden Stengeln, herzförmigen, fünflappigen, abwechselnden Blättern und einzeln stehenden, gestielten, hellvioletten oder weißen Blumen mit gelb geflecktem Gaumen. Es wird als Garten- und Ampelpflanze kultiviert. Früher benutzte man es arzneilich, auch soll es ein Bestandteil der Aqua Tofana gewesen sein.
 
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Cymbălum, bei den Römern eine Art Becken (Schlaginstrument); im Mittelalter eine Art kleiner Pauken, welche die Mönche im 10.12. Jahrh. skalenweise abgestimmt anfertigten und wie ein Glockenspiel bearbeiteten (vgl. Zimbelstern).
 
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Cymbidĭum Sw. (Kahnlippe), Gattung der Orchideen, auf Bäumen wachsende Pflanzen mit riemenförmigen Blättern, hängenden oder aufrechten, arm- oder vielblumigen Blütentrauben und kahnförmiger Honiglippe. Etwa 30 Arten in Ostindien, dem malaiischen Archipel, in China, einzelne in Japan, Afrika, Australien, Neukaledonien. Mehrere Arten werden als Zierpflanzen kultiviert. C. giganteum Vall., in Nepal, C. aloëfolium Sw., in Malabar, C. eburneum Lindl., C. Mastersii Lindl., beide in Ostindien, C. Lowianum Rchb. til., in Birma, sind die verbreitetsten Arten.
 
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Cymbokephalīe (griech.), Bezeichnung für einen Schädel, der an seiner Wölbung in hohem Grad eingesattelt ist.
 
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Cyme, Stadt, s. Meyers Kyme.
 
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Cymēn, s. Cymol.
 
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Cymobótryen (griech.), Trugdoldentrauben, Blütenstände, die sich erst traubig, dann cymös entwickeln.
 
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Cymogēn, s. Meyers Erdöl.
 
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Cymōl (Cymēn, Methylisopropylbenzol) C10H14 oder C6H4. CH3. C3H7 findet sich im Römischkümmelöl von Cuminum Cyminum, im Öl von Ptychotis ajovan, im Thymian-, Eukalyptusöl etc., entsteht bei Destillation von Thymol, Carvacrol, Kampfer mit Phosphorsäureanhydrid, aus vielen Terpenen C10H16 beim Erhitzen mit Jod und aus Geranial, aus Cuminalkohol bei Einwirkung von Zinkstaub, synthetisch beim Erhitzen von Parabromisopropylbenzol mit Jodmethyl und Natrium. Es wird am besten aus Ajovanöl dargestellt, ist eine farblose Flüssigkeit, riecht angenehm, spez. Gew. 0,872, siedet bei 175°, löst sich nicht im Wasser und gibt beim Schütteln mit Natronlauge und Luft Cuminsäure.
 
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Cymophān, Mineral, s. Meyers Chrysoberyll.

 

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